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Kammerarrest bis Kammer für Handelssachen (Bd. 6, Sp. 518)
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Artikelverweis Kammerarrest, in der Marine soviel wie Stubenarrest.
 
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Kammerberichte. Um die uneingeschränkte Öffentlichkeit der parlamentarischen Verhandlungen zu sichern, bestimmen Art. 22 der deutschen Reichsverfassung und § 12 des Reichsstrafgesetzbuches, daß wahrheitsgetreue (schriftliche oder mündliche) Berichte sowohl über die Verhandlungen in den öffentlichen Sitzungen des Reichstags als auch über Verhandlungen eines Landtags oder einer Kammer eines zum Reiche gehörigen Staates von jeder Verantwortlichkeit frei bleiben. Es kann demnach nicht nur der Berichterstatter selbst nicht bestraft werden, sondern es ist auch die sogen. objektive Verfolgung ausgeschlossen. S. Meyers Presse (Preßgesetzgebung).
 
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Kammerboten (Camerae nuntii), im alten fränkischen Reich Beamte, welche die Krongüter (villae) des Königs, soweit sie nicht seinem Privatvermögen angehörten, beaufsichtigten und die Abfuhr der aus diesen Gütern zu beziehenden Naturalabgaben und Zinsen an den Hof besorgten. Sie kommen besonders in Franken und Schwaben vor; für die Reichsstädte besorgten die Burggrafen, für die übrigen Reichsgüter seit dem 12. Jahrh. die Landvögte dieses Geschäft.
 
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Kammerbüchse, s. Meyers Kammer (militärisch).
 
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Kammerbühl, Berg, s. Meyers Eger (Stadt).
 
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Kämmerei, Verwaltung der Einkünfte einer Stadtgemeinde durch städtische Beamte (Stadtkämmerer, Ratskämmerer). Die Vorschriften für die Kämmereiverwaltung sind gewöhnlich in der Städteordnung enthalten. Die Kämmereikasse erhält ihre Zuschüsse aus dem Ertrag der Kämmereigüter, d. h. städtische Grundstücke, und dem sonstigen Aktivvermögen der Gemeinde, sodann aus den sogen. Kämmereigefällen, wozu Strafgelder, Bürgerrechtsgelder, die städtischen Erbschaftssteuern und die eigentlichen städtischen Umlagen, in neuerer Zeit insonderheit die Meyers Besitzveränderungsabgaben (s. d.), zu rechnen sind. Vielfach wird auch zwischen Kämmereivermögen und Bürgervermögen in dem Sinn unterschieden, daß man unter ersterm das eigentliche Gemeindevermögen im Gegensatz zu demjenigen versteht, dessen Nutzung einzelnen Gemeindemitgliedern als solchen zusteht. Endlich unterscheidet man zwischen Kämmereivermögen, als dem Finanzvermögen der Stadt, und dem Verwaltungsvermögen, d. h. dem zu Verwaltungszwecken dienenden Grundvermögen und Inventarium, wie Rathaus, Feuerlöschanstalten,. Straßen etc.
 
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Kämmereivermögen, rentengebendes Erwerbsvermögen der Stadtgemeinden. S. Meyers Gemeindehaushalt.
 
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Kammerer, Jakob Friedrich, der angebliche Erfinder der Phosphorstreichzündhölzer, geb. 24. Mai 1796 zu Ehningen in Württemberg, gest. 4. Dez. 1857 in Ludwigsburg, führte seit 1815 das väterliche Siebmachergeschäft weiter, trat nach 1820 auch als Trommel- und Seidenhutfabrikant auf und verkaufte nebenher Döbereinersche Zündmaschinen und Tunkfeuerzeuge. Etwa seit 1830 fabrizierte er Congrevesche Reibzündhölzer mit einem Kopf aus Schwefelantimon und chlorsaurem Kali. (In Ludwigsburg fabrizierte schon seit 1813 der Weißgerber und Pyrotechniker Georg Friedrich Weigle chemische Zündhölzer, d. h. wohl auch Congrevesche.) 1832 oder 1833 soll K. die Verwendung des Phosphors statt des Schwefelantimons als erster in die Zündholzindustrie eingeführt haben. Er schloß sich der damaligen Geheimbündelei an, beteiligte sich an der Koseritzschen Militärverschwörung und wurde 1838 zu zweijähriger Festungshaft verurteilt, der er sich aber durch die Flucht entzog. Er war dann Zündholzfabrikant in Seefeld bei Zürich, verlebte aber seine letzten Tage in Ludwigsburg. Vgl. Schanzenbach, Jak. Friedr. K. und die Phosphorzündhölzer (Ludwigsburg 1896).
 
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Kämmerer (lat. Camerarius), der Aufseher über eine Meyers Kammer (s. d.) oder sonstige Räumlichkeit, woselbst Kostbarkeiten oder Kunstschätze aufbewahrt werden, daher in fürstlichen Verwaltungen Silber- oder Kunstkämmerer; an manchen Höfen, z. B. in Wien und München, auch soviel wie Kammerherr. Der Oberstkämmerer zählt alsdann zu den obersten Hofchargen (s. Meyers Hof, S. 413). Auch ist K. der Titel des Verwalters der städtischen Finanzen (s. Meyers Kämmerei), und eines Geistlichen, der die Vermögensverwaltung eines Dekanatbezirks zu besorgen hat.
 
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Kämmererīt, Mineral, s. Chlorit.
 
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Kammer für Handelssachen (nicht zu verwechseln mit Handelskammer), s. Meyers Landgericht und Meyers Handelsgerichte.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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