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Kalykanthazeen bis Kama (Bd. 6, Sp. 500)
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Artikelverweis Kalykanthazeen, dikotyle, nur etwa vier Arten umfassende Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Polycarpicae, Sträucher mit gegenständigen Blättern und perigynen Blüten (s. Abbildung), welche durch die spiralige Anordnung ihrer zahlreichen Glieder ausgezeichnet sind. Diese Familie besteht aus den Gattungen Calycanthus, die mit wenigen Arten in Nordamerika, und Chimonanthus, die in Japan einheimisch ist. Die K. enthalten zimtähnliche aromatische Bestandteile und werden in ihrem Vaterland arzneilich angewendet.
 
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Kalymna, eine der Sporaden, an der kleinasiatischen Küste, nördlich von Kos, 109 qkm groß, kahl, bis 685 m hoch, von Doriern bewohnt. Jetzt Kalymnos, ein Kaza des Sandschak Rhodos des türkischen Inselwilajets bildend, mit gleichnamiger Hauptstadt im SW., Schwammfischerei und 12,000 Einw.
 
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Kalymnos, türk. Insel, s. Meyers Kalymna.
 
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Kalypso, bei Homer eine Nymphe auf der Insel Ogygia, Tochter des Atlas, nahm den schiffbrüchigen Odysseus freundlich auf und behielt ihn sieben Jahre bei sich. Nach späterer Sage starb sie aus Gram, als sie ihn auf Geheiß der Götter entlassen mußte.
 
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Kalyptrogēn (griech.), s. Meyers Vegetationspunkt.
 
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Kalzeolarĭen, s. Calceolaria.
 
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Kalzination (v. lat. calx, Kalk, »Verkalkung«), ursprünglich das Glühen im offenen Feuer, wobei Metalle Sauerstoff aufnehmen, nach der frühern Auffassung verkalken. Gegenwärtig versteht man unter K. auch ein Glühen von Substanzen zum Austreiben flüchtiger Stoffe (Wasser, Kohlensäure, Organisches), wobei entweder gleichzeitig eine Oxydation bezweckt wird, also Luft zutreten muß (K. von Eisenvitriol zur Austreibung von Wasser und Oxydation des Eisenoxyduls zu Oxyd, K. der Pottasche zur Entfernung von Wasser und zum Verbrennen organischer Substanzen), oder nicht (K. von Borax zur Entfernung von Wasser, des Galmeis zur Verflüchtigung von Kohlensäure). Zuweilen bezweckt man mit der K. lediglich eine Oxydation, z. B. Umwandlung von Kupfer in Kupferoxyd behufs der Kupfervitriolbereitung. Zum Kalzinieren benutzt man Kalzinieröfen, Kalzinierherde und gewöhnliche Flammöfen.
 
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Kalzīt (Calcit), s. Meyers Kalkspat.
 
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Kalzĭum und Zusammensetzungen, s. Meyers Calcium etc.
 
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Kama, pers. Waffe, ähnlich dem Meyers Jatagan (s. d.).
 
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Kama (bei den Wotjäken Budshim-kam, bei den Tschuwaschen Schoiga-adil, bei den Tataren Tscholman Idel oder Ak Idel genannt, welche Worte »weißer Fluß« bedeuten), der größte Nebenfluß der Wolga, entspringt aus den Sümpfen des Glasowschen Kreises im Gouvernement Wjatka, fließt anfangs nördlich, dann nordöstlich und tritt in das Gouvernement Perm ein, wo er sich westlich von Tscherdyn gegen S. wendet und, nachdem er einen großen Teil des Gouvernements Perm durchflossen, in südwestlicher Richtung weiterfließend, eine Zeitlang die Grenze zwischen Wjatka und Ufa bildet; darauf tritt er in das Gouvernement Kasan über, wendet sich gegen W. und mündet 69 km unterhalb Kasan gegenüber dem Kirchdorf Bogorodizk von links in die Wolga. Er hat keine Stromschnellen, ein völlig freies Fahrwasser und ist von der Mündung der Wischera an schiffbar. Die Tiefe wechselt von 326 m; die Länge beträgt 1886 km, wovon 1500 schiffbar sind, sein Flußgebiet 524,757 qkm (9531 QM.); der obere Lauf ist nur 185 Tage im Jahr, der untere 205 eisfrei. Im Frühjahr steigt das Wasser so, daß der Fluß stellenweise bis 30 km breit wird. Schiffbare Nebenflüsse sind links: Wischera, Tschussowaja, Bjelaja; rechts: Inwa, Obwa, Wjatka. Die Zahl der Werften an den Ufern der K. ist ansehnlich und der durch diesen Strom vermittelte Handel zwischen Sibirien, Nishnij Nowgorod und Petersburg sehr bedeutend. Von Wichtigkeit ist die K. besonders für die Verfrachtung der uralischen Bergbauprodukte, ferner für den Getreide- und Holzhandel.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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