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Kallipädīe bis Kalliwōda (Bd. 6, Sp. 486 bis 487)
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Artikelverweis Kallipädīe (griech.), die Kunst, Kinder zu schönen Menschen zu erziehen.
 
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Kallipygos (griech., »mit schönem Hintern«), Beiname der Aphrodite, von ihren Statuen gebraucht, die sie nach hinten blickend darstellen. Der Name wird auf folgenden Vorfall zurückgeführt. Zwei sizilische Mädchen stritten, welche am Hinterteil schöner sei. Ein Jüngling entschied als Schiedsrichter für die ältere und heiratete sie, sein Bruder die andre. Beide Frauen errichteten der Aphrodite zu Syrakus einen Tempel mit ihrem Bild in obiger Stellung. Eine Statue dieser Art ist im Nationalmuseum zu Neapel.
 
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Kallirrhoë, Tochter des Okeanos und der Tethys, Mutter des Geryones und der Echidna; außerdem Name von Quellnymphen.
 
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Kallirrhoë (die »Schönfließende«), 1) berühmte Quelle beim alten Athen, südlich davon im Bette des Ilissos. Doerpfeld sucht sie dagegen am Pnyxfelsen. 2) Stadt, s. Meyers Edessa 1).
 
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Kallisthĕnes, griech. Geschichtschreiber aus Olynthos, um 360327 v. Chr., des Aristoteles Neffe und Schüler, begleitete Alexander d. Gr. nach Asien, zog sich aber durch Freimut dessen Zorn zu und wurde wegen angeblicher Teilnahme an einer Verschwörung ins Gefängnis geworfen, worin er starb. Er schrieb eine »Hellenische Geschichte« von 387357, eine Geschichte des sogen. heiligen Krieges 355346, eine unvollendete Geschichte Alexanders u. a. Sammlung der Fragmente von Müller in Dübners Ausgabe des Arrian (Par. 1846). Vgl. Westermann, De Callisthene (Leipz. 183842). Eine auf den Namen des K. gefälschte, romanhafte Geschichte Alexanders, Hauptquelle der mittelalterlichen Alexandersage, ihrem Kern nach in der Ptolemäerzeit entstanden, gehört in ihrer jetzigen Gestalt wahrscheinlich dem 3. Jahrh. n. Chr. an (hrsg. von Müller a. a. O. und von Meusel, Leipz. 1871); s. Julius Valerius. Vgl. Zacher, Pseudokallisthenes (Halle 1867).
 
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Kallisto, Tochter des arkadischen Königs Lykaon, Jagdgefährtin der Artemis, von Zeus Mutter des Meyers Arkas (s. d.) und von der zürnenden Artemis in eine Bärin verwandelt oder getötet. Zeus versetzte sie als Arktos (»Bärin«) unter die Gestirne, den Sohn gab er Maia oder Hermes zur Erziehung. Vgl. R. Franz, De Callistus fabula (Leipz. 1890).
 
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Kallistrătos, 1) aus Aphidna (Attika), einflußreicher Redner und tüchtiger Feldherr neben Timotheos und Iphikrates, war ein entschiedener Gegner Thebens und deshalb Anhänger einer Sparta freundlichen Politik (seit 372); sechs Jahre lang hat er wie einst Perikles an der Spitze Athens gestanden; da jedoch die antiböotische Politik dem Staat empfindliche Verluste verursachte, ward er angeklagt und konnte trotz seiner Beredsamkeit, die Demosthenes dazu begeistert haben soll, sich zum Redner auszubilden, dem Tode nur durch freiwillige Verbannung nach Mazedonien entgehen (361). Ohne Erlaubnis aus der Verbannung nach Athen zurückgekehrt, wurde er hingerichtet.
   2) Griech. Rhetor, vielleicht des 3. Jahrh. n. Chr., verfaßte nach dem Beispiel des Philostratos Beschreibungen (Ekphraseis) von zehn plastischen Werken berühmter Künstler in geziertem Ton und ohne eine wirkliche Anschauung zu geben (abgedruckt in den Ausgaben des Philostratos, s. d. 3).
 
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Kallitrichazeen (Wassersterne), dikotyle, etwa 25 Arten umfassende Pflanzenfamilie von unsicherer systematischer Stellung, von manchen mit den Halorrhagidazeen vereinigt, Wasserpflanzen mit gegenständigen, am Sproßgipfel oft rosettenartig zusammengedrängten Blättern und achselständigen, eingeschlechtigen,

[Bd. 6, Sp. 487]


von zwei Vorblättern umgebenen, nackten, sehr reduzierten Blüten, die entweder aus einem Staubgefäß oder aus einem zweigriffeligen Fruchtknoten bestehen, der bei der Fruchtreife in vier einsamige Steinfrüchtchen zerfällt. Vgl. Hegelmaier, Monographie der Gattung Callitriche (Stuttg. 1864).
 
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Kallitriche, s. Meyers Meerkatze.
 
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Kallitypīe (griech.), photographisches Kopierverfahren mittels lichtempfindlichen Gemischen von Eisenoxyd- und Silbersalzen; s. Meyers Photographie.
 
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Kalliwōda, Johann Wenzel, Violinspieler und Komponist, geb. 21. Febr. 1801 in Prag, gest. 3. Dez. 1866 in Karlsruhe, am Prager Konservatorium gebildet, war 182253 Kapellmeister des Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen, wo ihm 1902 ein Denkmal errichtet wurde. Ein sehr fruchtbarer Komponist, machte sich K. durch zahlreiche Violinwerke, Symphonien (darunter eine treffliche in F moll), Konzertouvertüren, besonders aber durch ansprechende Lieder bekannt. Als Violinvirtuos zeichnete er sich weniger durch brillantes als durch ausdrucksvolles Spiel aus. Sein Sohn Wilhelm K., geb. 19. Juli 1827 in Donaueschingen, gest. 8. Sept. 1893 in Karlsruhe, wirkte von 1848 an als Musikdirektor an der katholischen Kirche in Karlsruhe, später auch gleichzeitig als Kapellmeister am dortigen Hoftheater und trat 1875 in den Ruhestand. In seinen Kompositionen folgt er mit Vorliebe der Mendelssohnschen Richtung.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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