Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kalknagelfluh bis Kalksand (Bd. 6, Sp. 481 bis 482)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kalknagelfluh, eine Meyers Nagelfluh (s. d.) mit vorherrschend kalkigem Bindemittel.
 
Artikelverweis 
Kalknatronfeldspat, Mineral, s. Meyers Feldspat.
 
Artikelverweis 
Kalkofen, s. Meyers Kalk, S. 478.
 
Artikelverweis 
Kalkoolith, Gestein, bestehend aus konzentrischschaligen und oft zugleich radialfaserigen Kalkkugeln, die durch ein kalkiges Bindemittel verbunden sind (s. Tafel Meyers »Mineralien«, Fig. 23). Die Größe der Kugeln schwankt zwischen Hirsekorn- und Erbsengröße und ist für dasselbe Vorkommen meist sehr konstant. Im

[Bd. 6, Sp. 482]


Rogenstein ist das Bindemittel der Kalkspatkugeln, deren konzentrische Struktur gewöhnlich erst bei der Verwitterung deutlich wird, ein mergeliges oder tonigsandiges. Oolithe sind besonders im Jura, Rogensteine in der Trias entwickelt. Der mit marinen Sedimenten wechsellagernde K. ist nach neuern, an jugendlichen Kalkoolithbildungen von Suez angestellten Untersuchungen das Produkt von mikroskopisch kleinen kalkabsondernden Algen (Gloeocapsa und Gloeotheca); sonst ist der K. dem äußerlich ähnlichen Erbsenstein (s. Meyers Sprudelstein) vergleichbar. Der K. geht zuweilen bei Zersetzung, indem der Kern der kleinen Oolithkügelchen ausgelaugt wird, in sogen. Schaumkalk über (s. Meyers Triasformation).
 
Artikelverweis 
Kalkowsky, Ernst, Mineralog, geb. 9. Sept. 1851 in Tilsit, studierte in Leipzig, machte mehrfache Studienreisen, war auch als Sektionsgeolog bei der sächsischen Landesaufnahme tätig, habilitierte sich 1878 in Leipzig als Privatdozent, lebte seit 1882 in Jena und Gotha und wurde 1886 Professor der Mineralogie und Direktor des Mineralogischen Museums in Jena, 1894 Professor an der Technischen Hochschule in Dresden. Er arbeitete über die archäischen Formationen, über Kristalloptik etc. und schrieb: »Die Gneisformation des Eulengebirges« (Leipz. 1878); »Elemente der Lithologie« (Heidelb. 1886).
 
Artikelverweis 
Kalkpflanzen, Pflanzen, die Kalk in ungewöhnlich großer Menge enthalten und im wilden Zustand vorwiegend auf kalkreichem Boden vorkommen, aus deren Gegenwart daher auf den Kalkgehalt des letztern geschlossen werden kann, soz. B. Hippocrepis comosa, Stachys recta, Teucrium Chamaedrys, T. montanum, Bupleurum falcatum, B. rotundifolium, Carlina acaulis, Adonis aestivalis u. a. Auch viele Flechten, z. B. Arten von Staurothele, Sarcogyne u. a., wachsen auf und in Kalkgestein, das sie bis zur Tiefe mehrerer Millimeter aufzulösen und zu zernagen vermögen (Kalkflechten).
 
Artikelverweis 
Kalkphyllīt, Gestein, s. Phyllit.
 
Artikelverweis 
Kalkpisé, s. Meyers Pisé.
 
Artikelverweis 
Kalksalpeter, salpetersaurer Kalk.
 
Artikelverweis 
Kalksalze (Calciumsalze, Calciumoxydsalze) finden sich weitverbreitet in der Natur (s. Meyers Calcium) und werden leicht erhalten, indem man Calciumoxyd oder kohlensauren Kalk in den betreffenden Säuren löst oder, soweit sie unlöslich sind, durch Wechselzersetzung. Die K. sind farblos, wenn die Säure ungefärbt ist, z. T. sehr leicht löslich, während sich die schwer löslichen doch in Salzsäure und Salpetersäure lösen. Aus ihren neutralen Lösungen fällt Natronlauge weißes Calciumhydroxyd, phosphorsaures Natron weißen phosphorsauren, Schwefelsäure aus konzentrierten Lösungen weißen schwefelsauren Kalk. Letzterer ist in viel Wasser löslich und scheidet sich aus verdünnten Lösungen erst auf Zusatz von Alkohol aus. Oxalsaures Kali fällt sehr schwer löslichen weißen oxalsauren Kalk. Die K. spielen eine sehr große Rolle in der Natur; sie sind für die Ernährung der Pflanzen und der Tiere unentbehrlich, und viele finden auch in der Technik ausgedehnteste Verwendung.
 
Artikelverweis 
Kalksand, s. Meyers Sand und Meyers Kalkstein.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 61 bis 70 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
Artikel 61 bis 70 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer