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Kalakaua I bis Kalamáta (Bd. 6, Sp. 447)
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Artikelverweis Kalakaua I., David, König von Hawaii, geb. 16. Nov. 1836 in Honolulu, gest. 20. Jan. 1891 in San Francisco, Sohn des Kanakahäuptlings Kapaakea, erhielt in der amerikanischen Missionsschule zu Honolulu seine Erziehung, trat 1852 als Offizier in die königliche Leibwache und wurde 1863 bei der Thronbesteigung Kamehamehas V. Oberst und Mitglied des Staatsrats. Als mit dem Tode des Königs Lunalilo (3. Febr. 1874) das Haus der Kamehamehas erlosch, ward David K. von der Mehrheit der Nationalversammlung zum Nachfolger erwählt. Ein Aufstand der Anhänger der Königin Emma, der Witwe Kamehamehas IV., wurde durch britische und amerikanische Marinesoldaten unterdrückt. 1874 unternahm K. eine Reise nach den Vereinigten Staaten und erlangte einen vorteilhaften Handelsvertrag. Um die chinesische Einwanderung, welche die einheimische Bevölkerung fast zu ersticken drohte, zu mindern und sein Land durch Heranziehung stammverwandter Malaien wieder zu bevölkern, trat K. 1881 eine Reise nach Japan, China und Ostindien an, die er dann auch nach Amerika und Europa ausdehnte. Infolge einer Erhebung gegen seine verschwenderische Regierung mußte K. 6. Juli 1887 eine neue Verfassung geben. Auf einer dritten Reise nach Amerika starb er. Da seine Ehe mit der Königin Kapiolani (seit 1863) kinderlos geblieben war, folgte ihm seine Schwester Liliukalani, die 1893 gestürzt wurde. Vgl. Weule im 2. Bande von Helmolts »Weltgeschichte« (Leipz. 1902); Armstrong, Around the world with a King (Lond. 1904). Seinen Namen trägt der 1874 von ihm gestiftete hawaiische Kalakaua-Orden, in vier Klassen.
 
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Kalakent, s. Meyers Kedabek.
 
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Kalâm (arab.), Rede. K.-iScherif (die heilige Rede) und K.-Ullah (Wort Gottes) sind bei den Muslimen gleichbedeutend mit Meyers Koran (s. d.). Mit Ilm- i K. (oder kurz K.) wird in der religiösen Terminologie der Muslimen die im 2. Jahrh. des Islam entstandene scholastische Theologie bezeichnet.
 
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Kalam, Landschaft im mittlern Sudân, nördlich vom Binuë, zwischen Bornu und Sokoto, letzterm tributpflichtig, ein schönes wiesenreiches Bergland, bewohnt von den herrschenden Fulbe, Kanuri und den einheimischen Tangale, Fall und Bele, die sich in die Bergschluchten zurückgezogen haben. Die Hauptstadt Gombe, am Gadschem, dem Oberlauf des zum Binuë ziehenden Gongola, hat 20,000 Einw. (Fulbe und Kanuri), die Tongefäße und Matten verfertigen.
 
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Kalamaika, s. Meyers Kolomeika.
 
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Kalamaki, Ort im griech. Nomos Argolis, am Golf von Ägina und an der Eisenbahn Athen-Pyrgos, früher Dampferstation, jetzt ziemlich verfallen, mit (1889) 239 Einw.
 
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Kalamanderholz (Koromandelholz), s. Meyers Diospyros.
 
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Kalamank, älterer Name für Lasting (s. d.).
 
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Kalamarĭen, s. Meyers Equisetinen, S. 882.
 
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Kalamas (Thyamis), Fluß im mittlern Epirus, entspringt bei Delvinaki, nimmt, meist in einem fruchtbaren, wohlbebauten Tal nach SW. fließend, einen Teil des Wassers des oberirdisch abflußlosen Beckens von Janina auf und mündet in großem Delta in den Kanal von Korfu.
 
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Kalamáta (offiziell Kalâmä), Hauptstadt des griech. Nomos Messenien im Peloponnes, am Fluß

[Bd. 6, Sp. 448]


Nedon, infolge seiner Anschwemmungen 2 km vom Busen von Koron (Messenischer Golf) entfernt, in fruchtbarer Gegend an der Eisenbahn K.-Argos gelegen, ist Sitz eines Erzbischofs und eines deutschen Konsuls, hat einen Hafen (Neä Kalamä), eine Filiale der Griechischen Nationalbank, eine verfallene fränkische Burg, Gymnasium, 7 Zeitungen und (1896) 14,298 (Gemeinde 20,309) Einw. Als Ausfuhrplatz für das wohlbebaute, blühende Messenien (Korinthen, Feigen, Seide, Olivenöl, Mistelwein) ist K. eine aufblühende Hafenstadt. Wert der Ausfuhr 1902: 9,5 Mill. Fr.; 1901 liefen im internationalen Verkehr 259 Schiffe von 307,115 Ton. aus. K., an Stelle des antiken Pherae oder Pharae gelegen, im 13. Jahrh. im Besitz Villehardouins und seiner Nachkommen und eine seiner Ritterburgen, ward später von den Venezianern erobert, die es im 18. Jahrh. an die Türken verloren. 1821 war K. eine der ersten Städte, die durch den allgemeinen Aufstand befreit wurden. Am 9. April d. J. ward daselbst die erste griechische Nationalversammlung unter dem Namen des Senats von Messenien eröffnet. 1825 ward es von Ibrahim Pascha fast gänzlich zerstört.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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