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Karer bis Karge (Bd. 6, Sp. 623)
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Artikelverweis Karer, die Bewohner von Karien (s. d.).
 
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Karessieren (franz.), liebkosen, schmeicheln.
 
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Karēte, s. Karrete.
 
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Karette, soviel wie Schildpatt; s. Meyers Schildkröten.
 
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Karf, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Beuthen, Knotenpunkt der Linie Morgenroth-Radzionkau und der Verbindungsbahn K.-Morgenroth, hat Steinkohlen- und Galmeibergbau und (1900) 4042 Einwohner.
 
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Karfelt, Erik Axel, schwed. Lyriker, geb. im Juli 1864 in Folkärna (Dalekarlien), entstammt einer altansässigen Bauernfamilie, studierte in Upsala, wirkte als Lehrer zuerst an dem gemischten Gymnasium zu Djursholm, dann an der darlekarlischen Volkshochschule, ging aber später in die Bibliothekslaufbahn über. Seine Gedichte sind in den Sammlungen »Wildnis- und Liebeslieder« (1895), »Fridolins Lieder« (1898) und »Fridolins Liebesgarten« (1901) erschienen. Neben Heidenstam und Fröding ist K. gegenwärtig der erste Lyriker Schwedens. Seine Stoffe entnimmt er der Natur und dem Volksleben Dalekarliens. Fridolin, eine Gestalt, die wie Bellmans Fredman im Mittelpunkte seiner Dichtung steht, ist, wie sein Schöpfer, aus dem Bauernstand hervorgegangen, hat studiert und schließlich wieder den Weg zur Scholle zurückgefunden: eine höchst eigentümliche, selbständige Persönlichkeit. Karfelts Sprache ist durchdrungen von Provinzialismen und Altertümlichkeiten, voller Kraft und Wohlklang und verleiht auch den abgetragensten Motiven neue Frische. 1904 wurde er in die schwedische Akademie aufgenommen, der einzige von den jüngern Dichtern Schwedens, der unter den »Unsterblichen« einen Platz gefunden hat.
 
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Karfiōl, s. Karviol.
 
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Karfreitag (Charfreitag, lat. Dies adoratus), der dem Osterfest vorangehende Freitag als Gedächtnis des Todes Christi. Der Name kommt her vom althochdeutschen Wort chara (»Trauer, Klage«), von dem auch die ganze Woche vor Ostern Karwoche heißt. Im Mittelalter galt der Tag als Trauertag; Glockenklang, Orgel und Musikbegleitung des Gesanges fielen weg; statt der Hymnen sang man Klagelieder, der Schmuck der Kirche ward vereinfacht und das Kruzifix verhüllt. Heute schätzt die katholische Kirche den K. als strengen Fasttag, die evangelische Kirche, namentlich in England, hat ihn zum Feiertag erhoben. Bei dieser verschiedenen Wertung hat die in Preußen angestrebte einheitliche Feier sich nicht durchsetzen lassen; vielmehr bestimmt das Gesetz vom 2. Sept. 1899 für diejenigen preußischen Landesteile, in denen der K. nicht schon bisher die Eigenschaft eines allgemeinen Feiertags hatte, daß er die Geltung eines bürgerlichen allgemeinen Feiertags haben solle. Jedoch soll in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung die bestehende herkömmliche Werktagstätigkeit (auch die gewerbliche) am K. nicht verboten werden; es sei denn, daß es sich um öffentlich bemerkbare oder geräuschvolle Arbeiten in der Nähe von dem Gottesdienst gewidmeten Gebäuden handelt. Die Schweizer Kirchen haben die Feier des Karfreitags erst 1860 aufgenommen; abweichend von der alten Kirche, ist er hier der Hauptkommuniontag. Der Charakter der kirchlichen Feier spricht sich in dem Namen des stillen Freitags, die Bedeutung des Tages in dem des guten Freitags aus, wie er besonders in England und den Niederlanden heißt. Vgl. Freybe, Der K. in der deutschen Dichtung (Gütersloh 1877).
 
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Karfunkel (lat. carbunculus), bei den Alten der schön rote Granat (Almandin, Pyrop), im Mittelalter Rubin oder ein fabelhafter, feuerroter, wie Gold glänzender, im Dunkeln hell leuchtender Stein, den nach der Sage die Zeisige in ihr Nest legten, und der die Eigenschaft hatte, den Träger unsichtbar zu machen. Über K. im pathologischen Sinn s. Meyers Karbunkel.
 
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Kargadeur (spr. -dör, Kargador), s. Meyers Kargo.
 
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Karge, s. Meyers Unruhstadt.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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