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Karen bis Karfelt (Bd. 6, Sp. 622 bis 623)
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Artikelverweis Karen (birmanisch Kareng, siamesisch Karieng), zu den Lohitavölkern gehöriger Volksstamm Hinterindiens, in Tenasserim, Siam, Pegu, den Waldgebirgen

[Bd. 6, Sp. 623]


von Arakan und Oberbirma bis zur Grenze gegen Assam. Sie zerfallen in drei durch ihre Sprache geschiedene Stämme: Sgau (»weiße K.«, nach ihrer Tracht), Pwo oder Talaing und Bghai, unter letztern die Karenin (»rote K.«) in Niederbirma. Die K. sind von kleiner, aber kräftiger Gestalt, heller als die Birmanen, in Gesichtstypus und Augenstellung den Chinesen ähnlich, auch nach ihrer Überlieferung im 4. oder 5. Jahrh. n. Chr. aus Yünnan eingewandert. Während ein größerer Teil unter britischer Herrschaft sich dauernd in den Ebenen angesiedelt hat und Ackerbau treibt, beharrt ein andrer in den Bergen in ursprünglicher Roheit und Unstetigkeit. Die meisten sind Buddhisten, viele aber Naturanbeter, etwa 70,000 durch amerikanische und englische Missionare zum Christentum bekehrt. Ihre Sprache, deren Stellung innerhalb der hinterindischen Sprachgruppe noch nicht feststeht, behandelten Walde (»Karen vernacular grammar«, Maulmain 1861; »The Anglo-Karen dictionary«, Rangun 1883) und Brayton (»A primer of the Pwo-Karen language«, das. 1884). Vgl. Smeaton, The loyal Kareens of Burma (Lond. 1886); J. Nisbet, Burma under British rule and before (das. 1901, 2 Bde.).
 
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Karēne (mitte; lat. carena, franz. carême), 40tägiges Fasten, welches der Bischof als Buße auferlegt; dann soviel wie Fastenzeit; auch Entziehung einer Mahlzeit als Schulstrafe.
 
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Karénz (lat. carentia), Entbehrung; s. Meyers Karieren.
 
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Karenzjahr, derjenige Zeitraum, in der Regel ein Jahr betragend, für den früher nach den Statuten mancher Domkapitel die neu eintretenden Kanoniker zugunsten der Kirchenbaukasse oder für andre Zwecke des vollen Genusses ihrer Einkünfte entbehren mußten. Diese Beschränkung findet sich gegenwärtig nicht mehr.
 
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Karenzzeit, s. Meyers Wartezeit.
 
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Karer, die Bewohner von Karien (s. d.).
 
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Karessieren (franz.), liebkosen, schmeicheln.
 
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Karēte, s. Karrete.
 
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Karette, soviel wie Schildpatt; s. Meyers Schildkröten.
 
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Karf, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Beuthen, Knotenpunkt der Linie Morgenroth-Radzionkau und der Verbindungsbahn K.-Morgenroth, hat Steinkohlen- und Galmeibergbau und (1900) 4042 Einwohner.
 
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Karfelt, Erik Axel, schwed. Lyriker, geb. im Juli 1864 in Folkärna (Dalekarlien), entstammt einer altansässigen Bauernfamilie, studierte in Upsala, wirkte als Lehrer zuerst an dem gemischten Gymnasium zu Djursholm, dann an der darlekarlischen Volkshochschule, ging aber später in die Bibliothekslaufbahn über. Seine Gedichte sind in den Sammlungen »Wildnis- und Liebeslieder« (1895), »Fridolins Lieder« (1898) und »Fridolins Liebesgarten« (1901) erschienen. Neben Heidenstam und Fröding ist K. gegenwärtig der erste Lyriker Schwedens. Seine Stoffe entnimmt er der Natur und dem Volksleben Dalekarliens. Fridolin, eine Gestalt, die wie Bellmans Fredman im Mittelpunkte seiner Dichtung steht, ist, wie sein Schöpfer, aus dem Bauernstand hervorgegangen, hat studiert und schließlich wieder den Weg zur Scholle zurückgefunden: eine höchst eigentümliche, selbständige Persönlichkeit. Karfelts Sprache ist durchdrungen von Provinzialismen und Altertümlichkeiten, voller Kraft und Wohlklang und verleiht auch den abgetragensten Motiven neue Frische. 1904 wurde er in die schwedische Akademie aufgenommen, der einzige von den jüngern Dichtern Schwedens, der unter den »Unsterblichen« einen Platz gefunden hat.

 

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