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Kardĭopalmus bis Karelĭen (Bd. 6, Sp. 622)
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Artikelverweis Kardĭopalmus (griech.), das Herzklopfen.
 
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Karditsa, 1) Dorf im griech. Nomos Attika, unweit des Ostufers des Kopaïssees. Dabei die Ruinen von Akraïphia und die Orakelstätte des Ptoïschen Apollon. 2) Hauptort einer Eparchie im griech. Nomos Trikkala, an der Eisenbahn Volos-Kalabaka, mit Korn-, Baumwoll- und Tabakhandel und (1866) 9446 (Gemeinde 16,663) Einw., wichtig als Handelszentrum für einen großen Teil der westlichen thessalischen Ebene und der Berglandschaft Agrapha.
 
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Kardobenediktenkraut, s. Meyers Cnicus.
 
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Kardōl, ölig-harzige Flüssigkeit, aus den sogen. Elefantemäusen, den Früchten von Anacardium occidentale, gewonnen, ist rötlichgelb, nicht flüchtig, riecht beim Erwärmen schwach angenehm, löst sich in Alkohol und Äther, nicht in Wasser, reagiert neutral, erzeugt auf der Haut in 412 Stunden Blasen (oft mit sehr heftigen Nebenwirkungen) und ist als Ableitungsmittel empfohlen worden. Ein ähnliches Präparat aus ostindischen Elefantemäusen von Semecarpus Anacardium wirkt milder.
 
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Kardone, s. Cynara.
 
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Kardorff, Wilhelm von, deutscher Politiker, geb. 8. Jan. 1828 in Neustrelitz, studierte die Rechte, nahm als Regierungsassessor in Stralsund 1853 seinen Abschied, wurde Rittergutsbesitzer zu Wabnitz im Kreis Öls (Schlesien) und war dort 188495 Landrat. 186676 und wieder seit 1888 freikonservatives Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, wirkte K. besonders für die Einführung der Selbstverwaltung (Kreisordnung von 1873) und unterstützte besonders die Politik Bismarcks bei Beschlagnahmung des Vermögens des Königs von Hannover und Schaffung des hannoverschen Provinzialfonds. Seit 1867 als Mitglied der Deutschen Reichspartei dem Reichstag angehörig, war er auch hier stets eifriger Anhänger Bismarcks, vertrat schon vor dem Umschwung in der Wirtschaftspolitik das Schutzzollsystem, vor allem in seiner Broschüre »Gegen den Strom« (Berl. 1875) und half, an verschiedenen industriellen Unternehmungen beteiligt, 1875 den Zentralverband deutscher Industrieller mitbegründen. Seit ihm durch die Caprivischen Handelsverträge die Landwirtschaft gefährdet erschien, schloß sich K. dem Bunde der Landwirte an, schied aber aus, als Ende 1902 dessen Vorstand gegen den neuen Zolltarif Stellung nahm, und ermöglichte dessen en bloc-Annahme durch den Antrag Kardorff.
 
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Karduchen, s. Meyers Kurden.
 
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Kardy, s. Cynara.
 
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Kareien, das Absengen der Haare von kammwollenen Zeugen.
 
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Karejew, Nikolaus, russ. Historiker, geb. 1850 in Moskau, studierte daselbst 186973, ward dann Gymnasiallehrer in Moskau, arbeitete 187778 in Paris, wurde 1879 Professor der Geschichte in Warschau und 1884 in Petersburg. Er schrieb: »Die Bauern und die Bauernfrage in Frankreich im letz:en Viertel des 18. Jahrhunderts« (Mosk. 1879); »Die Hauptfragen der Philosophie der Geschichte« (2. Aufl. 1887, 2 Bde.); »Geschichte der Reformation und der Gegenreformation in Polen« (1885); »Der Fall Polens in der geschichtlichen Literatur« (Petersb. 1888); »Die polnischen Reformen des 18. Jahrhunderts« (das. 1889); »Die geschichtliche Methode und das Individuum in der Geschichte« (das. 1890) u. a.
 
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Karelĭen, der südöstliche Teil des ehemaligen Herzogtums Finnland, westlich und nördlich vom Ladogasee, wurde im Frieden zu Nystad 1721 an Rußland abgetreten und bildet gegenwärtig das Gouvernement Wiborg sowie Teile der Gouvernements Petersburg, Archangel und Olonez.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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