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Karburieren bis Kardanische Formel (Bd. 6, Sp. 620)
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Artikelverweis Karburieren (v. lat. carbo, »Kohle«), Luft, Wasserstoff oder mit wenig leuchtender Flamme brennendes Leuchtgas mit den Dämpfen von Benzol, Petroleumäther etc. sättigen, um ein mit hell leuchtender Flamme brennendes Gas zu erhalten. Näheres s. Meyers Leuchtgas.
 
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Karbylamīne (Formonitrile, Isocyanide, Isonitrile), Verbindungen, die den Cyaniden der Alkoholradikale, also den Nitrilen isomer sind, sich von diesen aber dadurch unterscheiden, daß bei ihnen fünfwertiger Stickstoff mit vier Affinitäten an Kohlenstoff gebunden ist (Methylkarbylamin CH3. N = C), während bei den Nitrilen der Stickstoff durch drei Affinitäten gebunden ist (Methylcyanid CH3. N = C). K. entstehen aus den Aminbasen bei Einwirkung von Chloroform und Alkali: Äthylamin gibt Äthylkarbylamin: C2H5. NH2+CHCl3 = 3HCl+C2H5NC. Die K. sind farblose Flüssigkeiten, riechen höchst widerlich und durchdringend, lösen sich in Alkohol und Äther, schwer in Wasser, und sind sehr giftig. Sie gehen mit Chlorwasserstoff Verbindungen ein, die durch Wasser in Ameisensäure und Aminbasen zerlegt werden. Durch wässerige Alkalien werden sie nicht angegriffen.
 
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Karbyloxīm, s. Meyers Knallsäure.
 
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Karchēdon (griech.), soviel wie Karthago.
 
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Karchemisch (Karkemisch, ägypt. Qarqamesch, assyr. Gargamisch), sehr alte hettitische Königsstadt am Euphrat, gemäß den Keilinschriften am rechten Euphratufer nordwärts vom Flusse Sadschur, dort, wo jetzt die Ruinen von Dscherābis (Europos) liegen. Die Stadt wird schon zu Salmanassars I. und Tiglathpilesers I. Zeit (um 1320, bez. 1110 v. Chr.) erwähnt, Sargon fügte sie 717 zum assyrischen Reich. 605 v. Chr. schlug bei K. das babylonische Heer unter Meyers Nebukadnezar (s. d.) den ägyptischen König Necho II. aufs Haupt. Über die Ruinen von K. vgl. Delitzsch, Wo lag das Paradies? (Leipz. 1881); Sachau, Reise in Syrien und Mesopotamien (das. 1883).
 
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Karcher, Guido, deutscher Admiral, geb. 8. Juli 1844 in Saarbrücken, trat 1859 in die Marine ein, unternahm auf der Korvette Gazelle seine erste überseeische Reise nach Ostasien und, 1865 Unterleutnant, 1867 Leutnant zur See geworden, 186669 auf dem Kadettenschulschiff Niobe drei Übungsreisen nach Westindien, dann als erster Offizier weitere Übungsreisen an Bord des Rover und der Arcona, ward 1871 Kapitänleutnant, 1876 Korvettenkapitän, befehligte 188183 die Korvette Carola in Australien und, 1883 zum Kapitän zur See befördert, 1884 die Fregatte Bismarck in dem zur Dämpfung der Unruhen in Kamerun und Ostafrika ausgesandten Geschwader unter Admiral Knorr. 188588 Oberwerstdirektor in Wilhelmshaven, dann Chef des Stabes der Admiralität, ward er 1889 Konteradmiral und Chef des Stabes beim Oberkommando der Marine, trat 1893 in das Reichsmarineamt als Departementsdirektor und übernahm, seit 1895 Vizeadmiral, das Kommando der Marinestation der Nordsee. 1899 zum Admiral befördert, wurde er im September d. J. zur Disposition gestellt und lebt seitdem in Wiesbaden.
 
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Karchesĭon, griech. Trinkgeschirr, mehr weit als tief, mit niedrigem Fuß und hoch über den Rand ragenden Henkeln (s. nebenstehende Abbildung).
 
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Karcinologie, Karcinōm, s. Karz...
 
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Karczag (spr. kárzag), Stadt mit geordnetem Magistrat im ungar. Komitat Jász-Nagy-Kun-Szolnok, ehemals Hauptort des Distrikts Großkumanien, an der Bahnlinie Debreczin-Szolnok, mit Acker- und Melonenbau, Bezirksgericht, reformiertem Gymnasium und (1901) 20,896 magyarischen, meist reform. Einwohnern.
 
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Kardamōmen (Kardamum, Cardamomum), Fruchtkapseln verschiedener Arten der Pflanzengattungen Elettaria und Amomum. Die gebräuchlichste Sorte, von Elettaria Cardamomum auf der Küste von Malabar (malabarische oder kleine K., C. minus, s. Tafel Meyers »Gewürzpflanzen«, Fig. 7), besteht aus hellgelben, gestielten, an der Spitze deutlich geschnäbelten, rundlichen oder in die Länge gezogen en, etwa 1 cm langen Kapseln mit geruch- und geschmacklosem, strohigem Fruchtgehäuse und etwa 20 hellgrauen oder braunen, gerunzelten Samen von sein gewürzhaftem Geschmack. E. major, eine Varietät der vorigen auf Ceylon, liefert die Ceylon-K. (C. longum), die bis 4 cm lang, 810 mm dick, etwas bogig gekrümmt, deutlich kantig und dunkelgrau sind und zahlreiche Samen von etwas weniger seinem, mehr scharfem Geschmack enthalten. Von Ceylon kommen indes auch K. mit kurzen runden Kapseln, den Malabarkardamomen ähnlich, in den Handel. Niel seltener sind im Handel die Siam-K. (C. racemosum s. rotundum) von Amomum Cardamonium auf Sumatra, Java und in Siam, kugelige, gerundet dreikantige Kapseln mit brüchigem Gehäuse, mit graubraunen, feinrunzeligen, fest zusammengeballten, kampferartig schmeckenden Samen, und die javanischen K. (C. majus) von A. maximum auf den Inseln und auf dem Festlande. Die Samen der kleinen K. wiegen etwa dreimal mehr als die Fruchthülle und enthalten etwa 5 Proz. ätherisches und 10 Proz. fettes Ol. Das erstere, vom spez. Gew. 0,890,90, riecht stark aromatisch, schmeckt angenehm kühlend, ist löslich in Alkohol und Äther und besteht im wesentlichen aus Terpineol C10H18O, Dipenten C10H16 und Terpinen C10 H16, wenig Essigsäure und Ameisensäure und einem kristallisierenden Körper. Die K. waren schon im Altertum als Parfüm und Gewürz sehr geschätzt; man benutzt sie noch jetzt in Skandinavien und Rußland in der Kuchenbäckerei und zu Likören, während sie bei uns weniger angewendet werden.
 
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Kardanische Formel s. Card...

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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