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Karategin bis Karausche (Bd. 6, Sp. 614 bis 615)
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Artikelverweis Karategin, Landschaft in Zentralasien, der östlichste Teil des Chanats Bochara, grenzt im N. und O. an das russische Ferghanagebiet, im S. an Darwas, im W. an Hissar, 21,535 qkm. An der Nordgrenze ziehen das Hissar- und das Serafschangebirge (Pik Baba 6000 m), an der Südgrenze die Peter I.-Kette (7600 m) und das Darwasgebirge hin, das Surchabtal einschließend. Das Klima ist rauh und

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schneereich; während des langen Winters sinkt die Temperatur bis gegen -50°. Die Abhänge und Täler tragen Nußbäume, Ahorne, Ebereschen, Apfel- und Birnbäume, auch zieht man Maulbeer-, Aprikosen-, Pfirsich-, Kirschbäume, stellenweise auch Wein. Die Flüsse führen Goldsand. Getreide wird trotz der dichten Bevölkerung (Tadschik und Karakirgisen) noch ausgeführt. Bei der Ausdehnung der Weiden ist auch die Viehzucht (Ziegen, Pferde, Schafe, Rindvieh) bedeutend. Der Fürst, ein Vasall des Emirs von Bochara, führt den Titel Schah und wohnt in Harm (Garm), mit 340 Höfen, am rechten Ufer des Surchab. Bis 1868 soll K. unabhängig unter einem Schah aus den Nachkommen Alexanders d. Gr. gestanden haben. 1868 versuchte der Regent des Kuljab, Sary-Chan, ein Schutzbündnis gegen den Emir von Bochara abzuschließen. Schah Mozaffer ging darauf nicht ein und wurde infolgedessen von Sary-Chan gefangen genommen. Letzterer, durch einen Angriff des Emirs von Bochara gezwungen, nach Kuljab zurückzukehren, setzte den gefangenen Schah Mozaffer als seinen Regenten in K. ein. 1870 wurde K. von chokandischen Truppen eingenommen und Schah Mozaffer kriegsgefangen Chudojar-Chan übergeben. 1877 wurde K. vollständig von Bochara abhängig und erhielt von dort einen Bey.
 
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Karatheodori, Alexander (Isken der Pascha), türk. Staatsmann, geb. 20. Juli 1833 in Konstantinopel aus einer angesehenen griechischen Familie des Fanar, wurde in Konstantinopel und Paris ausgebildet, trat in den diplomatischen Dienst der Pforte und wurde von A (a)li Pascha in das Ministerium des Auswärtigen berufen. Nachdem er sich 1869 mit der Tochter des Fürsten Musuros von Samos vermählt hatte und einige Zeit Gesandter in Rom gewesen war, trat er 1876 als Musteschar (Unterstaatssekretär) in das Ministerium. Im Juni 1878 ward er als Bala mit dem Titel Pascha zum ersten Bevollmächtigten der Pforte auf dem Kongreß in Berlin ernannt. Danach führte er in Wien die Verhandlungen mit der österreichischen Regierung über die Okkupation Bosniens und ward im November zum Generalgouverneur von Kreta, 4. Dez. aber zum Minister des Auswärtigen unter Chaireddin Pascha ernannt. Im Juli 1879 wieder zurückgetreten, ward er 1885 zum Fürsten von Samos erhoben und 1895 wieder zum Gouverneur von Kreta ernannt, nahm jedoch 1896 wegen des Ausbruchs der Unruhen seine Entlassung.
 
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Karatierung, s. Karat und Meyers Goldlegierungen.
 
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Karätigkeit, s. Meyers Feingehalt.
 
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Karatowa, Stadt, s. Meyers Kratovo.
 
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Karatschai, Landschaft im Quellgebiete des Kuban und der Teberda, am Westfuß des Elbrus, von Karatschaiern (Bergtataren) bewohnt.
 
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Karatschew, Kreisstadt im russ. Gouv. Orel, am Sueshet (zur Desna) und an der Eisenbahn Riga-Orel, mit 10 Kirchen, einer Stadtbank, zahlreichen Ölpressen und Seilereien, Handel mit Hanf, Korn, Mohn- und Hanfsamen und (1897) 15,842 Einw.
 
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Karatschi (Karachi, Kurrachee), Hauptort des gleichnamigen Distrikts (36,556 qkm mit [1901] 607,828 Einw.) der britisch-ind. Provinz Sind (Präsidentschaft Bombay), am äußersten Nordende des Indusdeltas, nahe dem Ostabfall der Pabberge Belutschistans, im Hintergrund einer Bai, zu der eine 5,6 km breite Einfahrt zwischen Manora Point (mit Leuchtturm und Fort) und der Insel Kiamari hindurchführt. Bei letzterer legen die Schiffe an; Endstation der Industalbahn. Ein 4,6 km langer Hafendamm verbindet die Insel mit der Stadt. Diese, durch eine vorzügliche Wasserleitung versorgt, ist im modernen englischen Stil erbaut, enthält mehrere Kirchen und Schulen, einen großen Palast des Commissioners, Bibliothek, Museum, fünf Banken, große Baumwollenpressen, Eisenwerke, ist Sitz eines deutschen Konsuls und einer Handelskammer und hat (1901) 116,663 Einw. (48,169 Hindu, 60,003 Mohammedaner, 6098 Christen), davon in der nahen Militärstation 8019 (2162 Christen). Die reichen Europäer bewohnen die Villenstadt Clifton. K. ist an die Stelle des jetzt weit von der Küste liegenden Schah Bandar getreten, doch verlangt der Hafen dauernd beträchtliche Kosten, um vor Versandung durch die der Küste entlang getriebenen Ablagerungen des Indus gesichert zu werden. K. ist der einzige Seehafen der Provinz Sind. Seine kommerzielle Bedeutung verdankt K. in erster Linie der überraschenden Zunahme des Weizenbaues im Pandschab, als dessen Ausfuhrhafen es gelten kann. Hauptsächlich werden ausgeführt: Weizen, Tee, Ölsaaten, Wolle, Baumwolle, Felle, Knochen und Knochenmehl; die gesamte Handelsbewegung belief sich 1901 auf 79 Mill. Rupien. Es liefen 1900: 162 Dampfer von 283,811 Ton. ein, darunter die der British India Steam Navigation Co., der Hall Line, der Messageries Maritimes und Hansa (Bremen). Die Stadt kam 1842 unter britische Herrschaft als unbedeutender Ort mit 14,000 Einw. unter dem Herrscher von Haidarabad.
 
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Karatsu, Hafenstadt in der japan. Provinz Hizen, auf der Insel Kiusiu, nördlich von Nagasaki an der Genkai-nada, mit 8000 Einw., die Kohlen und Porzellan ausführen, wurde 1889 dem Fremdhandel eröffnet (1900 Ausfuhr 370,190, Einfuhr 1087 Jen); Eisenbahnstation.
 
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Karaul (serb., spr. kara-ul, Karaghol, Karakol), Wache, Wachtposten; in der Türkei auch Name der Wachthäuser, die, mit einigen Gendarmen besetzt, an den Gebirgspässen etc. zur Sicherung der Landstraßen errichtet sind.
 
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Karausche (Carassius Nils.), Gattung aus der Ordnung der Edelfische und der Familie der Karpfen (Cyprinidae), karpfenähnliche, breite Fische mit endständigem Maul ohne Bartfäden, vier einreihig gestellten Schlundzähnen und rückwärts gesägtem Knochenstrahl in den Rücken- und Afterflossen. Die Seekarausche (Karutsche, Bauernkarpfen, Barutschel, Gareisl, C. vulgaris Nils., s. Tafel Meyers »Teichfischerei«, Fig. 8), bis 40 cm lang und über 1 kg schwer (die Teichkarausche meist nur 1015 cm), mit sehr stumpfer, engmäuliger Schnauze, sehr breiter Stirn und schwach ausgeschnittener Schwanzflosse, dunkel messinggelb, auf dem Rücken stahlblaugrün, auf den Flossen mit rötlichem Anflug, aber in der Färbung sehr variierend, findet sich in ruhigen, sumpfigen Gewässern des Flachlandes von Mitteleuropa und Mittelasien, gelegentlich auch im Brackwasser, gedeiht auch noch in kleinen Tümpeln und Torflöchern, lebt meist am Grund und nährt sich von kleinen Tieren und verwesenden Pflanzenstoffen, laicht im Mai und Juni an seichten Stellen meist in kleinen Gesellschaften und vermehrt sich sehr stark. Das Weibchen legt bis 300,000 Eier. Durch die Kultur sind zahlreiche Abarten entstanden, von denen eine mit sehr gestrecktem Leib als Giebel (Stein-, Teichkarausche, C. Gibelio) beschrieben wurde; eine andere Varietät ist durchweg goldgelb (Goldkarausche,

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Goldkarpfen, Goldfisch). Auch erzeugt die K. regelmäßig Blendlinge mit dem Karpfen (Karausch-, Giebelkarpfen). Die K. eignet sich zur Zucht in moderigem Wasser und als Futter für Forellen. Besonders geschätzt ist sie in Rußland, wo sie alle Gewässer der Steppen bevölkert. Ihre Lebenszähigkeit gestattet, sie zu jeder Jahreszeit zu versenden. Zur Gattung K. gehört auch der Meyers Goldfisch (s. d.).

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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