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Karas bis Karatataren (Bd. 6, Sp. 614)
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Artikelverweis Karas (oder Krassó, spr. karasch, kraschschō), Fluß in Ungarn, entspringt im Komitat Krassó-Szörény unterhalb Resicza im Dognácskagebirge, wendet sich südwestlich und mündet, nachdem er in das Komitat Temes eingetreten ist, nach 110 km langem Laufe bei Palánka in die Donau.
 
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Karasberge (»Steinfeldberge«), das ausgedehnteste der Tafelgebirge kleinern Umfanges im südlichen Groß-Namaland (Deutsch-Südwestafrika), ungefähr 75 km lang, von N. nach S. zwischen 27 und 28° südl. Br. verlaufend und von 18° östl. L. durchschnitten. Bis 2000 m hoch, überragt es die ebenere Hochfläche um 9001000 m und wird in seinen schwer zugänglichen Klüften von Buschmännern bewohnt. In tiefen Schluchten entsendet es die Regenflüsse Kab, Goub, Ham, Houm und Kameeldoorn-River zum Oranjestrom.
 
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Karasi, Sandschak des asiatisch-türk. Wilajets Chodawendikjar, 14,500 qkm mit 389,700 Einw., südlich vom Marmarameer, mit der Hauptstadt Balikesri.
 
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Karásin, Nikolaj Nikolajewitsch, russ. Belletrist und Zeichner, geb. 1842, wurde im Moskauer Kadettenkorps erzogen, trat dann als Offizier in die Armee, kämpfte 186364 gegen die aufständischen Polen, ließ sich darauf in die turkistanische Armee versetzen und machte in ihr 186571 mit Auszeichnung alle Feldzüge mit. Während seines Aufenthalts in Turkistan entwickelte sich sein Talent für Skizzenmalerei, und er nahm endlich seinen Abschied, um sich ganz der Tätigkeit eines Illustrators zu widmen. Seitdem hat K. bei allen russischen Feldzügen in Zentralasien sowie auch im russisch-türkischen Feldzug von 187778 als Korrespondent und Zeichner für russische und ausländische illustrierte Blätter fungiert. Außerdem ist K. ein talentvoller belletristischer Schriftsteller. Die bis jetzt von ihm erschienenen Romane und Erzählungen: »An der fernen Grenze Rußlands«, »Auf der Jagd nach Gewinn«, »Im Schilfrohr«, »Im Pulverdampf«, »Der zweibeinige Wolf«, »Von Nord nach Süd« te., zeugen von einer lebhaften Phantasie, die den eigentümlichen Scharfblick des Dichters für die besondere Gefühls- und Anschauungswelt der asiatischen Völkerschaften trefflich ergänzt und interessante Kulturbilder mit charakteristisch ausgeprägtem Kolorit zutage förderte.
 
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Karassu-Basar, Stadt im russ. Gouv. Taurien, am Fluß Karassu, an einer Felsenwand gelegen und von schönen Gärten umgeben, hat 2 griechisch-katholische, eine armenisch-gregorianische und eine römisch-kath. Kirche, 24 Moscheen und Minarette, mehrere jüdische Synagogen und (1897) 14,264 Einw. K. ist ein alter Ort, wie die im Berge Ackkai befindlichen Höhlen beweisen. Am meisten blühte er unter den Genuesen, von denen er im 15. Jahrh. in die Hände der Tataren überging. Nachdem die Krim Rußland einverleibt worden, ward K. zur Hauptstadt bestimmt, diese jedoch 1784 nach Simferopol verlegt. Bemerkenswert ist der Tasch-Chan, ein mit einer 13 m hohen Steinmauer umgebenes, festungsartiges Kaufhaus.
 
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Karasu (»Schwarzwasser«), Name mehrerer Flüsse in den von türkisch-tatarischen Volksstämmen bewohnten Ländern. Am bedeutendsten sind der K. oder Meyers Nestos (s. d.) und der K. oder westliche Quellfluß des Meyers Euphrat (s. d.).
 
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Karasutsas, Joannes, neugriech. Dichter, geb. 9. Juli 1824 in Smyrna, gest. 3. April 1873, gab frühzeitig durch die Gedichtsammlungen: »Λρα« (1839) und »Μούσα ηλζουσα« (1840) Proben seiner Begabung, wurde 1850 Professor am Gymnasium in Nauplia, 1852 in Athen und schied nach zehn Jahren aus dem Staatsdienst. Weitere Dichtungen von ihm sind: »Ἐωιναὶ αὖραι« (»Morgenlüfte«, 1846); »Ποιητικὸν ὰπνισμα« (»Poetische Blumenlese«, 1849 ff.); »Βρβιτος«, Gedichtsammlung (1860), und »Κλεονκη«, erzählendes Gedicht (1868).
 
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Karāt (arab. Kirât, span. u. portug. Quilate), der getrocknete Same des Johannisbrotes (Ceratonia siliqua, griech. kerátion, arab. charub), womit man in Afrika das Gold, in Ostindien die Diamanten zu wiegen pflegte. Als Juwelengewicht zerfällt das K. in 4 Grän oder 64 Teile und wiegt in Holland und Rußland 205,894, in England 205,3, in Frankreich 205,5 (früher 205,873), in Spanien 205,42, in Portugal 205,782, in Toskana 196,494 und in Neapel 205,615 mg; das preußische = 205,537 und das österreichische = 206,103 mg sind gesetzlich abgeschafft, und beim Diamantenhandel gelten alle diese Maße als gleichwertig. In England machen 151,5 Carats ein Ounce, in Frankreich 144 eine Once Diamanten aus. Außerdem bediente man sich (jetzt selten) des Karats zur Bezeichnung (Karatierung) der Feinheit des Goldes (s. Meyers Probiergewicht). In Italien und der Türkei auch eine Stufe des frühern Handelsgewichts.
 
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Karatas Plum., Gattung der Bromeliazeen, Stauden mit stark dornig gezahnten Blättern, nistendem Blütenstand in einem zwischen den Herzblättern sitzenden rispigen Kopf und zu mehreren in der Achsel eines Hochblattes stehenden, röhrigen, oben dreispaltigen Blüten, jede mit einem Deckblatt. Von den 23 Arten in Westindien ist am bekanntesten K. Plumieri Morr. (Bromelia K. Jacq., Faserananas), die wegen ihrer eßbaren Frucht auch anderswo, z. B. in Brasilien, angebaut wird. Aus den Blättern bereitet man in Guayana und andern Ländern Südamerikas, auch in Mittelamerika eine weißlich e, ziemlich glänzende Faser, die etwas gröber und steifer, auch minder fest ist als Manilahanf und als Silkgras (Seidengras) in den Handel kommt.
 
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Karatassos, griech. Freiheitsheld, geb. 1766 in Dobra (Mazedonien), gest. 21. Jan. 1830 in Naupaktos, war 17901821 Armatol von Südmazedonien, trat im Frühjahr 1822 offen gegen die türkische Herrschaft auf und kämpfte in dem befestigten Nausa gegen die Übermacht, wobei sein Erstgeborner den Heldentod fand, die Gattin aber mit drei andern Kindern in Sklaverei geriet. K. mit zwei Söhnen schlug sich nach Missolunghi durch und kämpfte bis 1830 stets unbesiegt bei Peta, auf Euböa, Skiathos, bei Schoinolacka und Thermopylä. Sein zweiter Sohn, Demetrius Tsiamis K., geb. 1798, gest. 1861 in Belgrad, war während der Freiheitskriege Genosse aller Kämpfe seines Vaters, dann erster Adjutant des Königs Otto, seit 1856 Statthalter von Argolis. Er kommandierte die Aufständischen 1841 und 1854 in Mazedonien und starb auf einer Rundreise zur Vorbereitung eines Aufstandes gegen die Türken. Sein und seines Vaters Leben beschrieb N. Philippides (Athen 1879).
 
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Karatataren (Nogaier), s. Tataren.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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