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Karabagh bis Karadjordje (Bd. 6, Sp. 609 bis 610)
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Artikelverweis Karabagh (pers., »schwarzer Garten«), ehemals selbständiges Chanat, jetzt der südlichste Teil des russ. Gouvernements Jelissawetpol in Transkaukasien (s. Karte »Kaukasien«), von Persien durch den Araxes getrennt, mit den Bezirken Schuscha, Dschewanschir, Sangesur und Dschebrail, ein von Ausläufern des armenischen Hochlandes (Karabaghbergen) erfülltes Gebirgsland, das im Kapudschich 3918 m, Gjamysch (Kjambu) 3740 m u. a. die Schneegrenze überragt, im O. aber in die Schirimkumsteppe übergeht. Die meist türkischen und armenischen Einwohner treiben Acker- und Obstbau, Viehzucht, Seidenraupen- und Bienenzucht. Hauptstadt ist Schuscha. Das Land stand unter armenischen Fürsten (Melik), bis die tatarischen Einwohner den Dorfältesten Pana-Chan zum Fürsten erhoben, der Schuscha erbaute und zur Residenz machte. Der letzte karabaghische Chan, Mechti Kuli, floh 1822 nach Persien, worauf die Russen K. unter ihre Verwaltung nahmen. Vgl. Radde, Karabagh (Gotha 1890).
 
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Karabaks, s. Meyers Pferde (Rassen).
 
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Karabiner (franz. carabine), eine für bequemen Gebrauch der Kavallerie erleichterte, um 2530 cm verkürzte, nach dem System des betreffenden Armeegewehrs gebaute, die gleiche Munition verwendende Handfeuerwaffe (s. d.). Zunächst Bewaffnung der Kavallerie, gab man den K. auch Artillerie-, Verkehrs-, Sanitätstruppen etc. Alsdann wird er auch als Stutzen, Kurzgewehr etc. bezeichnet, z. B. Österreichischer Repetierstutzen, M. 95. Da im modernen Kriege die Reiterei einer möglichst leistungsfähigen Handfeuerwaffe bedarf, so ist man bestrebt, den K. durch das Infanteriegewehr zu ersetzen. Die Bestrebungen, auch für diese längere Waffe eine einwandfreie Trageweise zu Pferde zu finden, sind seit dem südafrikanischen Krieg besonders in Großbritannien zu bemerken.
 
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Karabinerhaken, eine Metallöse aus zwei Teilen, von denen der eine gegen den andern sedert, K. werden bei der Ausrüstung der Soldaten, der Feuerwehr, an Uhrketten etc. vielfach angewendet.
 
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Karabiniere, ursprünglich soviel wie berittene Arkebusiere. Heinrich IV. teilte solche K. seiner schweren Reiterei zu, später waren sie bald in selbständige Abteilungen formiert, bald auf die Reiterregimenter verteilt. In der Napoleonischen Zeit und später gab es K. als schwere Reiterregimenter. Nach 1870 verschwand der Name in Frankreich. Seit 1876 führt ein königlich sächsisches schweres Reiterregiment den auch schon früher in dieser Armee üblich gewesenen Namen K. Belgien hat ein Regiment K. mit vier aktiven und drei Reservebataillonen. In Italien sind K. soviel wie Gendarm.
 
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Karabugas, abflußloser Golf des Kaspischen Meeres an dessen Ostküste (s. Karte »Persien«), der von ihm durch zwei schmale sandige Landzungen, zwischen denen ein schmaler Kanal hindurchführt, abgetrennt wird. Seine Oberfläche übersteigt 16,000 qkm. Die Tiefe schwankt zwischen 4 und 12 m, sinkt aber an der Einfahrt bis auf 1 m. Durch diese Einfahrt strömt das Wasser des Kaspischen Meeres beständig mit großer Geschwindigkeit in den Golf. v. Baer hat nachgewiesen, daß die starke Verdunstung der flachen, der Provinz Ostpreußen an Größe gleichkommenden Wasserfläche des Golfes die Erscheinung genügend erklärt. Der K. wird daher immer salziger (28,5 Proz. Salzgehalt, nach Baer empfängt er täglich 350,000 Ton. Salz), so daß Fische in ihm nicht mehr leben können und Salz in großen Massen sich an seinen Ufern ablagert. Vgl. Seidlitz, Der K.-Meerbusen (»Globus«, Bd. 76, 1899, Nr. 1317, mit Karte).
 
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Karachurma, s. Meyers Diospyros.
 
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Karácsonyi (spr. karātschonji), Johann, ungar. Historiker, geb. 15. Dez. 1858 in Gyula, wirkte, zum Priester geweiht, als Professor am bischöflichen Seminar in Großwardein und lebt jetzt als Professor der Kirchengeschichte in Budapest. Er ist Mitglied der ungarischen Akademie und gegenwärtig der beste Kenner des Árpádenzeitalters. Von seinen (in ungarischer Sprache erschienenen) Werken sind zu nennen. »Ungarn und das große Kirchenschisma« (1885); »Das Leben und Wirken des heiligen Gerhards« (preisgekrönt,

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1887); »Die Urkunden des heiligen Stephans und die Bulle Papst Silvesters II.« (preisgekrönt, 1891); »Geschichte des Békéser Komitats« (1896); »Die Landeseroberung und Siebenbürgen« (1896); »Die Ahnen Bethlen Gábors« (1897); »Die Goldene Bulle« (1899); »Der heilige Emerich« (1899); »Die ungarischen Geschlechter bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts« (preisgekrönt, Bd. 13, Budapest, Akademie, 190003); »Verzeichnis der unechten, falsch datierten und undatierten Urkunden bis zum Jahr 1400« (1900); »Denkmäler aus der Reformationszeit« (mit Vimyitai und Rapaics; Bd. 1 u. 2,1526 bis 1534, Budap. 1902); »Geschichte des heil. Stefan« (das. 1904).
 
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Karadagh, türk. Name von Montenegro. Auch Name eines Gebirgszuges im nordwestlichen Persien, südlich vom Grenzfluß Aras.
 
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Kara Dengiz, türk. Name des Schwarzen Meeres.
 
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Karadjordje (Karageorg), s. Meyers Czerny 1).

 

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102) Lyra
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