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Kapwolken bis Karabinerhaken (Bd. 6, Sp. 609)
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Artikelverweis Kapwolken, s. Meyers Magalhãessche Wolken.
 
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Kapys, 1) Sohn des Assarakos, Fürst der. Dardaner, Vater des Anchises. 2) Begleiter des Äneas und Gründer der nach ihm genannten Stadt Capua.
 
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Kar (in Schweden Botner), in den Deutschen Alpen und in allgemein wissenschaftlicher Anwendung des Begriffs in andern einst oder jetzt vergletscherten Hochgebirgen kesselartige, talähnliche Ausweitungen (Zirkustäler) im Hochgebirge, die oft als Weide benutzt werden und mit der Eiszeit, bez. den Wirkungen von Schnee und Eis in Zusammenhang stehen; in Tirol auch die nächste Umgebung der Almhütte. Der Karboden stürzt meist unvermittelt und oft in steiler Wand auf eine tiefere Tal- (oder Erosions-)stufe ab; nicht selten finden sich Seen mitten im K. (vgl. Tafel Meyers »Seebildungen I«, Fig. 1). Das Wort kommt auch in Namen von Bergen, Gletschern etc. vor, z. B. Karwendel, Schöttelkarspitze, Eiskar, Gemskarkogel u. a. Vgl. Ed. Richter, Geomorphologische Untersuchungen in den Hochalpen (Gotha 1900).
 
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Kara (türk.), in zusammengesetzten Ortsnamen, bedeutet »schwarz« (Gegensatz: Ak, »weiß«).
 
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Kara Aghatsch, Eisenbahnstation von Adrianopel, 4,5 km von ihm entfernt, Dorf mit englischem und italienischem Konsulat und 4000 Einw.
 
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Kara-Amid, Stadt, s. Meyers Diarbekr.
 
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Karabacek, Joseph, Orientalist, geb. 20. Sept. 1845 in Graz, habilitierte sich 1868 als Privatdozent für Geschichte des Orients an der Universität Wien und wurde 1872 zum Professor ernannt; im August 1899 wurde er Direktor der Hofbibliothek in Wien. Außer zahlreichen Abhandlungen über orientalische Kultur und Kunst (»Die persische Nadelmalerei in Susanschird«, Leipz. 1881; »Das arabische Papier«, Wien 1887) schrieb er: »Beiträge zur Geschichte der Mazjaditen« (Leipz. 1874). Hervorragende Verdienste erwarb er sich um die Ordnung und Bearbeitung der bedeutenden Papyrusfunde von El Fayum, von denen Erzherzog Rainer 1882 einen großen Teil erwarb. Er schrieb darüber: »Der Papyrusfund von El Faijum« (Wien 1882); »Ergebnisse aus dem Papyrus Erzherzog Rainer« (das. 1887); »Die Th. Grafschen Funde in Ägypten« (das. 1883, gleichzeitig Katalog); »Mitteilungen aus der Sammlung der Papyrus Erzherzog Rainer« und »Papyrus Erzherzog Rainer. Führer durch die Ausstellung« (das. 1894).
 
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Karabagh (pers., »schwarzer Garten«), ehemals selbständiges Chanat, jetzt der südlichste Teil des russ. Gouvernements Jelissawetpol in Transkaukasien (s. Karte »Kaukasien«), von Persien durch den Araxes getrennt, mit den Bezirken Schuscha, Dschewanschir, Sangesur und Dschebrail, ein von Ausläufern des armenischen Hochlandes (Karabaghbergen) erfülltes Gebirgsland, das im Kapudschich 3918 m, Gjamysch (Kjambu) 3740 m u. a. die Schneegrenze überragt, im O. aber in die Schirimkumsteppe übergeht. Die meist türkischen und armenischen Einwohner treiben Acker- und Obstbau, Viehzucht, Seidenraupen- und Bienenzucht. Hauptstadt ist Schuscha. Das Land stand unter armenischen Fürsten (Melik), bis die tatarischen Einwohner den Dorfältesten Pana-Chan zum Fürsten erhoben, der Schuscha erbaute und zur Residenz machte. Der letzte karabaghische Chan, Mechti Kuli, floh 1822 nach Persien, worauf die Russen K. unter ihre Verwaltung nahmen. Vgl. Radde, Karabagh (Gotha 1890).
 
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Karabaks, s. Meyers Pferde (Rassen).
 
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Karabiner (franz. carabine), eine für bequemen Gebrauch der Kavallerie erleichterte, um 2530 cm verkürzte, nach dem System des betreffenden Armeegewehrs gebaute, die gleiche Munition verwendende Handfeuerwaffe (s. d.). Zunächst Bewaffnung der Kavallerie, gab man den K. auch Artillerie-, Verkehrs-, Sanitätstruppen etc. Alsdann wird er auch als Stutzen, Kurzgewehr etc. bezeichnet, z. B. Österreichischer Repetierstutzen, M. 95. Da im modernen Kriege die Reiterei einer möglichst leistungsfähigen Handfeuerwaffe bedarf, so ist man bestrebt, den K. durch das Infanteriegewehr zu ersetzen. Die Bestrebungen, auch für diese längere Waffe eine einwandfreie Trageweise zu Pferde zu finden, sind seit dem südafrikanischen Krieg besonders in Großbritannien zu bemerken.
 
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Karabinerhaken, eine Metallöse aus zwei Teilen, von denen der eine gegen den andern sedert, K. werden bei der Ausrüstung der Soldaten, der Feuerwehr, an Uhrketten etc. vielfach angewendet.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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