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Kapstrom bis Kapu (Bd. 6, Sp. 605 bis 606)
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Artikelverweis Kapstrom (Agulhasstrom), Meeresströmung im Indischen Ozean, s. Meyers Indischer Ozean, S. 804.
 
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Kaptatōrisch (lat.), Bezeichnung einer Handlungsweise, durch die man jemand einen Vorteil oder Gewinn in Aussicht stellt, um ihn zu gewinnen und dadurch für sich selbst einen Vorteil zu erlangen (captatio). Daher nennt man kaptalorische letztwillige Verfügungen Dispositionen unter der Bedingung, daß der Bedachte den Testierer oder eine andre Person wieder letztwillig bedenken werde. Derartige Bestimmungen sind nach jetzigem Recht nichtig, wenn sie gegen die »gute Sitte« (s. d.) verstoßen.
 
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Kaptäubchen, s. Meyers Tauben.
 
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Kaptaube, s. Sturmvögel.
 
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Kapteyn, Johannes Cornelis, Astronom, geb. 19. Jan. 1851 in Barneveld (Holland), wurde 1875 Astronom an der Sternwarte in Leiden, 1878 Professor der Astronomie an der Universität in Groningen. Mit Gill zusammen führte er die große photographische Durchmusterung des südlichen Himmels aus, und zwar nahm er die Ausmessung und Reduktion der am Kap aufgenommenen photographischen Platten vor. Das Ergebnis ist die »Cape Photographic-Durchmusterung« (Kapstadt 1896, 3 Bde.). Er veröffentlichte ferner. »Bestimmung von Parallaxen durch Registrierbeobachtungen am Meridiankreise« (Haag 1897).
 
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Kaptiōn (lat. captio), das Fangen, verfängliche Art zu fragen, verfänglicher Trugschluß; kaptiös (lat. captiōsus), verfänglich; kaptiöse Fragen sind solche, die in der Weise gestellt sind, daß der Befragte, indem er darauf antwortet, mittelbar eine Tatsache bestätigt, die er bei direkter Befragung wahrscheinlich bestreiten würde.
 
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Kaptivieren (lat.), gefangen nehmen; jemand durch Kunst oder List für sich gewinnen; Kaptivation, Gefangennehmung; Kaptivität, Gefangenschaft.

[Bd. 6, Sp. 606]



 
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Kaptor (neulat.), der Schiffer oder sonstige Befehlshaber eines Schiffes, der ein andres im Seekrieg wegnimmt (s. Meyers Prise).
 
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Kaptschak, s. Meyers Kiptschak.
 
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Kaptūr (lat.), Wegnahme eines feindlichen Schiffes (s. Meyers Prise); Verhaftung; daher Kapturbefehl, ein von der Obrigkeit erlassener Befehl, jemand gegebenen Falls zu verhaften.
 
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Kapu (Kapi, türk., »Tür, Pforte«), in der Türkei Bezeichnung für Amtsgebäude, weil nach alter Sitte die Herrscher die Bittsteller am Eingang ihres Hauses empfingen und anhörten. Die »Hohe Pforte« (Bâb-i âlî), das Amtslokal des Großwesirs in Konstantinopel, heißt im Volksmund Pascha-Kapusi, d. h. Pforte des Paschas. Das heute unter letzterm Namen bekannte Gebäude umfaßt außer den Bureaus des Großwesirats noch diejenigen der Ministerien des Äußern und des Innern sowie des Staatsrats (Schûrâi-devlet). Scheich ul Islâm-Kapusi ist das Amtsgebäude des Scheich ul- Meyers Islâm (s. d.). Serasker Kapusi ist das Kriegsministerium in Konstantinopel.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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