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Kaprifolĭum bis Kaps (Bd. 6, Sp. 603 bis 604)
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Artikelverweis Kaprifolĭum, s. Lonicera.
 
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Kaprīnsäure (Rutinsäure, Dekatylsäure, normale Decȳlsäure) C10H20O2 findet sich als Glyzerid in Butter, im Kokosnußöl und vielen andern Fetten, im Limburger Käse, Fußschweiß des Menschen, in Fuselölen, im Drusenöl etc., teils frei, teils in Form von Estern und Glyzeriden, sie bildet sich bei trockner Destillation der Ölsäure, bei Oxydation der höhern Fettsäuren und des Rautenöls mit Salpetersäure und bei der Fäulnis organischer Stoffe. Sie ist weiß, kristallinisch, spez. Gew. 0,930, riecht besonders beim Erwärmen bockartig, schmeckt sauer brennend, löst sich kaum im Wasser, leicht in Alkohol und Äther, schmilzt bei 31,4°, siedet bei 270°, verflüchtigt sich mit Wasserdämpfen, bildet mit Alkalien leicht, mit Erdalkalien schwer, mit schweren Metallen kaum in kaltem Wasser lösliche Salze. Kaprinsäureäthyläther C10H19O2. C2H5, aus der alkoholischen Lösung der K. durch Behandeln mit Chlorwasserstoff erhalten, riecht angenehm obstartig, siedet bei 243°, bildet den Hauptbestandteil des sogen. Önanthäthers, dem der Wein seinen eigentümlichen Geruch (nicht das Bukett) verdankt. Kaprinsäureamyläther, Hauptbestandteil des Weinfuselöls, siedet nicht unzersetzt bei 275 bis 290°.
 
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Kapriōle (ital.), Bockssprung, Luftsprung; in der Reitkunst der höchste und vollkommenste Schulsprung auf der Stelle (s. Tafel Meyers »Reitkunst«, Fig. 12). Das Pferd erhebt sein Vorderteil so hoch als möglich, schnellt darauf das Hinterteil kräftig in die Höhe und schlägt dann in der Luft mit voller Kraft nach hinten aus.
 
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Kaprizĭös (franz.), s. Meyers Kaprice.

[Bd. 6, Sp. 604]



 
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Kaproncza (spr. kápronza), s. Meyers Kopreinitz.
 
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Kaprōnsäuren (Hexȳlsäuren) C6H12O2. Normale Kapronsäure findet sich als Glyzerid in Butter und Kokosnußöl, als Oktyläther im ätherischen Öl von Heracleum Sphondylium und entsteht bei Oxydation von normalem Hexylalkohol, bei Gärung von Zucker mit faulem Käse, bei Gärung von Weizenkleie etc. Sie bildet eine farblose Flüssigkeit vom spez. Gew. 0,945, riecht schweißartig, schmeckt brennend, löst sich schwer in Wasser, leicht in Alkohol und siedet bei 205°. Kapronsäureäthyläther C6H11O2. C2H5 riecht angenehm ätherisch und siedet bei 166°. Die isomere Isobutylessigsäure findet sich als Glyzerid in Butter und Kokosfett, im Fuselöl aus Runkelrübenmelasse, in den Früchten von Gingko biloba etc. und entsteht bei Oxydation von Fetten und Eiweißkörpern; sie ist der vorigen ähnlich, spez. Gew. 0,925, siedet bei 198°.
 
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Kaprotīnenkalk, ein Überreste der Muschelgattung Caprotina führender Kalkstein der Kreideformation.
 
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Kaprubin, Mineral, s. Granat, S. 221.
 
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Kapruner Tal, Seitental des Salzachtals in Salzburg, eins der schönsten Tauerntäler, etwa 20 km lang, von der Kapruner Ache durchströmt, die den 40 m hohen Kesselfall und die Sigmund-Thun-Klamm bildet, westlich von der Gruppe des Hocheiser (3206 m) und des Kitzsteinhorns (3204 m), östlich von der des Großen Wiesbachhorns (3570 m) und des Hohen Tenn (3371 m) begrenzt, mündet südwestlich vom Zeller See bei Kaprun, einem Dorf (772 m) mit Schloßruine und (1900) 598 Einw. Eine Fahrstraße führt durch das vielbesuchte Tal am Kesselfallalpenhaus (schönes Berghotel, 1033 m) vorüber zum Wasserfallboden (1621 m), mit der Orgler- und Rainerhütte, und zum großartigen, von Gletschern umringten Mooserboden (1968 m, mit Hotel). Durch die Scharte des Kapruner Törls (2635 m), oberhalb des Karlinger Gletschers, gelangt man in das westlich gelegene Stubachtal.
 
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Kaprylsäure (normale Oktylsäure) C6H16O2 findet sich als Glyzerid in Butter, im Kokosnußöl, im Limburger Käse, im Menschenfett, wahrscheinlich auch im Schweiß, in gefaulter Hefe, in Fuselölen, im Önanthäther, teils frei, teils in Form von Estern und Glyzeriden, sie entsteht bei trockner Destillation der Fette, bei Oxydation der Ölsäure, des Rautenöls etc. mit Salpetersäure. Sie bildet farblose Kristalle vom spez. Gew. 0,927, riecht besonders beim Erwärmen unangenehm nach Schweiß, schmilzt bei 16,5°, siedet bei 237°, löst sich wenig in Wasser, leicht in Alkohol und Äther; von ihren Salzen sind nur die der Alkalien und Erdalkalien in Wasser löslich. Kaprylsäureäthyläther C8H15O2. C2H5 riecht angenehm ananasartig, siedet bei 207208°.
 
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Kaps, Ernst, Pianofortefabrikant, geb. 9. Dez. 1826 in Döbeln, gest. 11. Febr. 1887 in Dresden, machte sich, nachdem er in den ersten Etablissements seines Faches gearbeitet, 1860 in Dresden selbständig und wurde bald darauf zum königlich sächsischen Hofpianofortefabrikanten ernannt. K. baute Stutzflügel besonders kleinen Formats und nahm Patente für besondere Mensuren der Saiten und eine eigenartige Konstruktion des Resonanzbodens (Resonator).

 

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 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
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110) Narrenfest
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