Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kaprice bis Kaprubin (Bd. 6, Sp. 603 bis 604)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kaprice (franz. caprice, spr. -prīß'), wunderlicher Einfall, eigensinnige Laune, Grille (vgl. Capriccio); kapriziös, launisch, eigensinnig; sich kaprizieren, eigensinnig und hartnäckig auf etwas bestehen.
 
Artikelverweis 
Kaprifikation (lat.), künstliche Befruchtung der Feigenbäume durch Gallwespen, s. Meyers Ficus, S. 548.
 
Artikelverweis 
Kaprifolĭazeen (Geißblattgewächse, Lonizereen), dikotyle, etwa 270 Arten umfassende, vorzugsweise auf der nördlichen Halbkugel und auf den Anden einheimische Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Rubiinen, meist Holzgewächse, bisweilen mit windendem Stamm, freien oder fehlenden Nebenblättern und regelmäßigen oder symmetrischen Blüten, die fünf gleich lange, in der Blumenkrone angeheftete Staubgefäße, einen fleischigen Diskus und einen unterständigen, aus 25 Fruchtblättern gebildeten, zu einer Beere, Steinfrucht oder Kapsel heranwachsenden Fruchtknoten besitzen. Fossil sind eine Reihe von Arten aus den Gattungen Sambucus (Holunder) und Viburnum (Schneeball) in Tertiärschichten Nordamerikas, Europas, Grönlands und Nordasiens gefunden worden.
 
Artikelverweis 
Kaprifolĭum, s. Lonicera.
 
Artikelverweis 
Kaprīnsäure (Rutinsäure, Dekatylsäure, normale Decȳlsäure) C10H20O2 findet sich als Glyzerid in Butter, im Kokosnußöl und vielen andern Fetten, im Limburger Käse, Fußschweiß des Menschen, in Fuselölen, im Drusenöl etc., teils frei, teils in Form von Estern und Glyzeriden, sie bildet sich bei trockner Destillation der Ölsäure, bei Oxydation der höhern Fettsäuren und des Rautenöls mit Salpetersäure und bei der Fäulnis organischer Stoffe. Sie ist weiß, kristallinisch, spez. Gew. 0,930, riecht besonders beim Erwärmen bockartig, schmeckt sauer brennend, löst sich kaum im Wasser, leicht in Alkohol und Äther, schmilzt bei 31,4°, siedet bei 270°, verflüchtigt sich mit Wasserdämpfen, bildet mit Alkalien leicht, mit Erdalkalien schwer, mit schweren Metallen kaum in kaltem Wasser lösliche Salze. Kaprinsäureäthyläther C10H19O2. C2H5, aus der alkoholischen Lösung der K. durch Behandeln mit Chlorwasserstoff erhalten, riecht angenehm obstartig, siedet bei 243°, bildet den Hauptbestandteil des sogen. Önanthäthers, dem der Wein seinen eigentümlichen Geruch (nicht das Bukett) verdankt. Kaprinsäureamyläther, Hauptbestandteil des Weinfuselöls, siedet nicht unzersetzt bei 275 bis 290°.
 
Artikelverweis 
Kapriōle (ital.), Bockssprung, Luftsprung; in der Reitkunst der höchste und vollkommenste Schulsprung auf der Stelle (s. Tafel Meyers »Reitkunst«, Fig. 12). Das Pferd erhebt sein Vorderteil so hoch als möglich, schnellt darauf das Hinterteil kräftig in die Höhe und schlägt dann in der Luft mit voller Kraft nach hinten aus.
 
Artikelverweis 
Kaprizĭös (franz.), s. Meyers Kaprice.

[Bd. 6, Sp. 604]



 
Artikelverweis 
Kaproncza (spr. kápronza), s. Meyers Kopreinitz.
 
Artikelverweis 
Kaprōnsäuren (Hexȳlsäuren) C6H12O2. Normale Kapronsäure findet sich als Glyzerid in Butter und Kokosnußöl, als Oktyläther im ätherischen Öl von Heracleum Sphondylium und entsteht bei Oxydation von normalem Hexylalkohol, bei Gärung von Zucker mit faulem Käse, bei Gärung von Weizenkleie etc. Sie bildet eine farblose Flüssigkeit vom spez. Gew. 0,945, riecht schweißartig, schmeckt brennend, löst sich schwer in Wasser, leicht in Alkohol und siedet bei 205°. Kapronsäureäthyläther C6H11O2. C2H5 riecht angenehm ätherisch und siedet bei 166°. Die isomere Isobutylessigsäure findet sich als Glyzerid in Butter und Kokosfett, im Fuselöl aus Runkelrübenmelasse, in den Früchten von Gingko biloba etc. und entsteht bei Oxydation von Fetten und Eiweißkörpern; sie ist der vorigen ähnlich, spez. Gew. 0,925, siedet bei 198°.
 
Artikelverweis 
Kaprotīnenkalk, ein Überreste der Muschelgattung Caprotina führender Kalkstein der Kreideformation.
 
Artikelverweis 
Kaprubin, Mineral, s. Granat, S. 221.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer