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Kapok bis Káposztás-Megyer (Bd. 6, Sp. 600 bis 601)
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Artikelverweis Kapok (Ceibawolle), das seine seidige Haar, das in der Frucht von Ceiba pentandra (Eriodendron anfractuosum) die Samen umgibt, aber nicht wie die Baumwolle von diesen ausgeht, sondern den Geweben der Frucht zuzuzählen ist. Der Baum wächst in Indien und auf dem Archipel, aber auch im tropischen Afrika, in Mexiko und auf den Antillen, und das Haar gelangt als Pflanzendune, unter welchem Namen indes auch das Haar einiger Bombax-Arten verstanden wird, in den deutschen Handel. Man benutzt K. als Polstermaterial und zur Füllung von Schwimm- und Rettungsgürteln. Es übertrifft in bezug auf Tragkraft alle andern bisher verwendeten Materialien (gepreßter K., 1 g auf 40 ccm, trägt das 3637fache des eignen Gewichts, trocknet leicht nach der Benetzung und gewinnt seine ursprünglichen Eigenschaften vollständig wieder). Auch in der Chirurgie wird K. benutzt.
 
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Kápolna (spr. kā-), Großgemeinde im ungar. Komitat Heves, Knotenpunkt (als Station Kaál-K.) der Bahnlinien Hatvan-Miskolcz und Kis Ujszállás-Kis Terenne, mit (1901) 1704 magyarischen (römisch-kath.) Einwohnern; hier 26. und 27. Febr. 1849 eine blutige und lange unentschiedene Schlacht zwischen den Österreichern unter Windisch-Grätz und Schlick und den Ungarn unter Dembinski, Görgei und Klapka. Nach der Schlacht zogen sich die Ungarn zurück. Zum Andenken an die Gefallenen wurde hier ein Denkmal errichtet.
 
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Kápolnás-Oláhfalu (spr. kāpolnāsch-), s. Meyers Oláhfalu.
 
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Kaponnière (franz.), in der Befestigungskunst bombensicher eingedeckter Raum zur niedern Grabenverteidigung durch Gewehrfeuer, Revolverkanonen, Maschinengewehre etc. beim polygonalen Grundriß (neue preußische Befestigung). Die Grabenbestreichung erfolgt jetzt aus Reverskaponnieren (an der Außenböschung des Grabens [Kontereskarpe] gelegen), ganzen, wenn sie nach beiden Seiten, halben, wenn sie nur nach einer Seite feuern können oder, bei nassen Gräben und in der Kehle der Forts, aus Eskarpenkaponnieren (an der Eskarpe [Innenböschung] des Grabens gelegen). Nach der Lage der K. spricht man auch von Saillant-, Kehl-, Mittel-, Schulterkaponnieren etc. Kaponnierendeckwerke sind für den besondern Schutz der K. bestimmt. Jede K. muß gedeckten Zugang haben. Vgl. Tafel Meyers »Festungsbau III«, Fig. 16.

[Bd. 6, Sp. 601]



 
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Kapōres (jüd.-deutsch, vielleicht vom neuhebr. kappâroth, »Sühnopfer«), in der Verbindung »k. gehen, k. sein« soviel wie zugrunde gehen; vgl. Kaputt gehen.
 
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Kapornsche Heide, s. Meyers Fischhausen.
 
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Kapos (spr. káposch), Fluß in Ungarn, der südlich vom Plattensee, im Somogyer Komitat bei Kis-Korpád entspringt, dann, in nordöstlicher Richtung das Komitat Tolna durchschneidend, in den 1820 zur Entsumpfung der Gegend errichteten Kapos- oder Zichykanal mündet und nach Aufnahme des westlich entspringenden Koppány von Simontornya gegen Süden fließt, bis er bei Agárd sich mit dem Siófluß vereinigt und durch den Siókanal in den Sárviz- oder Palatinalkanal (zur Donau) mündet.
 
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Kaposi (spr. káposchi), Moritz, Mediziner, geb. 23. Okt. 1837 zu Kaposvár in Ungarn, gest. 6. März 1902 in Wien, studierte 185661 in Wien, habilitierte sich daselbst 1866 als Privatdozent für Dermatologie und Syphilis, war 186671 Sekundärarzt und Assistent an der Hebraschen Klinik, wurde 1875 außerordentlicher Professor und 1879 Vorsteher der Klinik für Hautkrankheiten. K. lieferte Untersuchungen über einzelne Hautkrankheiten, namentlich über den Lupus, über Frambösie, das Rhinosklerom, das Keloïd und Xanthoma, über Zoster etc., und schrieb: »Die Syphilis der Schleimhaut der Mund-, Nasen- und Rachenhöhle« (Stuttg. 1866); »Die Syphilis der Haut und der angrenzenden Schleimhäute« (Wien 187275); »Lehrbuch der Hautkrankheiten«, Bd. 2 (in Virchows »Handbuch der speziellen Pathologie und Therapie«, Stuttg. 1876, der 1. Band ist von Hebra), »Pathologie und Therapie der Hautkrankheiten« (Wien 1880, 5. Aufl. 1899); »Pathologie und Therapie der Syphilis« (Stuttg. 1891) und gab einen »Handatlas der Hautkrankheiten« (Wien 18981900, 3 Tle.) heraus.
 
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Kaposvár (spr. káposchwār), Stadt mit geordnetem Magistrat und Sitz des ungar. Komitats Somogy, am Kapos, Knotenpunkt an der Bahnlinie Budapest-Agram-Fiume, mit Schloßruine, Kathedrale im romanischen Stil, Nonnenkloster, großer Infanteriekaserne, bedeutenden Pferdemärkten, Dampfmühlen, Zuckerfabrik, Ziegeleien, Wein- und Tabakbau, Gerichtshof, Finanzdirektion, Obergymnasium, Taubstummeninstitut und 18,218 magyarischen (meist römisch-kath.) Einwohnern.
 
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Káposztafalu, s. Meyers Kapsdorf.
 
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Káposztás-Megyer (spr. kāpoßtāsch-médjer), Pußta mit Villenkolonie im ungar. Komitat Pest, nordöstlich von Budapest; hier befinden sich königliche Stallungen und die Meute für die Hofjagden, ferner das große Wasserwerk für Budapest.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
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 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
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 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
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110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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