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Kapitaltraverse bis Kapitell (Bd. 6, Sp. 592)
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Artikelverweis Kapitaltraverse (Mitteltraverse), in der Kapitale liegende Meyers Traverse (s. d.). Vgl. Festung, S. 476, und Tafel Meyers »Festungsbau II«, Fig. 18, u. III, Fig. 16.
 
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Kapitalverbrechen (Capitale crimen), bei den Römern ein Verbrechen, das die äußerste Minderung der Rechtsfähigkeit (caput) nach sich zog; heutzutage soviel wie ein schweres Verbrechen.
 
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Kapitalverschuldung, bei Immobilien die moderne Form der hypothekarischen Verschuldung im Gegensatz zur alten Rentenverschuldung, bei der das Kapital nicht gekündigt werden konnte.
 
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Kapitalversicherung, eine Form der Lebensversicherung, bei der ein Kapital (im Gegensatz zur Rente) zur Auszahlung kommt. S. Meyers Lebensversicherung und Meyers Kaiser Wilhelms-Spende.
 
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Kapitalzins, die Summe, die ein verliehenes Geldkapital abwirft; s. Kapital und Meyers Zins.
 
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Kapitän (mittellat.Capitaneus, von caput, Haupt), Oberbefehlshaber und überhaupt Feldherr (in diesem Sinne noch jetzt in gehobener Sprache im Französischen gebräuchlich), seit dem 16. Jahrh. in Frankreich und später auch in Deutschland der Führer einer Kompanie, jetzt veraltet, soviel wie Hauptmann. In Spanien ist Generalkapitän der Titel des Militärgouverneurs einer Provinz. In der Handelsflotte der Führer eines Schiffes, der »Schiffer«. In der Kriegsmarine bis zum 17. Jahrh. der militärische Befehlshaber der Schiffe, unter dem der Schiffer oder Pilot die Navigierung ausführte. Jetzt bezeichnet K. bestimmte Rangklassen der Seeoffiziere, in Deutschland z. B. K. zur See, dem Obersten der Armee entsprechend, ferner Fregattenkapitän (Oberstleutnant), Korvettenkapitän (Major), Kapitänleutnant (Hauptmann). Österreich hat Linienschiffs-, Fregatten- und Korvettenkapitäne; England und Nordamerika: Captains u. Commanders; Frankreich: Capitaines de vaisseau und Capitaines de frégate; Italien: Capitani di vascello und Capitani di fregata; Spanien: Capitanes de navio und Capitanes di fregata; Rußland hat Kapitäne erster und zweiter Klasse. In Häfen haben häufig die sogen. Meyers Hafenmeister (s. d.) den Titel Hafenkapitän. Vgl. auch Kommodore.
 
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Kapitation (lat.), s. Meyers Capitatio.
 
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Kapitay (Kapital), Landschaft in Westafrika, s. Meyers Koba.
 
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Kapitel (lat. capitulum, Diminutiv von caput, »Kopf«), die den einzelnen Abschnitten, in die man Schriften behufs bequemern Nachschlagens einteilte, gleichsam als Kopf vorangeschriebene Inhaltsangabe, dann diese Abschnitte oder Abteilungen selbst. Die Einteilung der Bücher in K. ist neuere Einrichtung; die Alten kannten nur die in Bücher. Zuerst ward die Bibel in K. eingeteilt; die jetzige Einteilung geht auf den Kardinal Hugo a St. Caro im 13. Jahrh. zurück. Auf die Profanschriftsteller soll diese Einteilungsart Reuchlins Lehrer Johannes de Lapide zu Ende des 15. Jahrh. übertragen haben. K. nennt man auch die Unterabteilungen für je einen Verwaltungszweig, in welche die Hauptrubriken des Meyers Budgets (s. d.), wie der Domänenetat, der Kultusetat etc., zerfallen.
 
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Kapitel, in Klöstern der Saal, wo den Mönchen früher täglich ein Abschnitt (K.) ihrer Regel vorgelesen, später aber jede wichtigere Klosterangelegenheit, z. B. die Wahl eines Abtes u. dgl., verhandelt ward, weshalb bei Mönchsorden und geistlichen Ritterorden solche Versammlungen selbst K. (Ordenskapitel) heißen (vgl. Chordienst). Es waren entweder Generalkapitel, wobei der ganze Orden durch Deputierte, oder Provinzialkapitel, bei denen die Deputierten der Provinz eines Ordens zur Beratung zusammenkamen, oder endlich Kloster- und Hauskapitel, wozu bloß die Kapitularen oder Konventualen, d. h. die stimmfähigen Mitglieder des Klosters, sich versammelten, um spezielle Angelegenheiten desselben zu erörtern. K. (Domkapitel) heißt das Kollegium der Kanoniker (Kapitularen, Stifts- oder Domherren) an einer bischöflichen oder erzbischöflichen Kirche, das sich in der Regel aus einem Propst, Dechanten (Dekan), Scholastikus, Kantor, Kustos und einer Anzahl Domherren zusammensetzt und dem Bischof beratend zur Seite steht, bei Erledigung oder Sedisvakanz des bischöflichen Stuhls die auf die interimistische Verwaltung der Diözese bezügliche Jurisdiktion ausübt, bez. durch einen binnen achttägiger Frist von ihm zu erwählenden, aber selbständigen Kapitels- oder Kapitularvikar als Bistumsverweser ausüben läßt, den neuen Bischof wählt etc. und das Hoch- oder Domstift (s. Meyers Stift) bildet. K. heißen oder hießen ferner die Logen der höhern Grade der Freimaurerei; früher führten auch Versammlungen bei andern Gesellschaften, die eine Zunft ausmachten, z. B. der Tuchscherer etc., diesen Namen. Vgl. P. Schneider, Die bischöflichen Domkapitel (Mainz 1885).
 
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Kapitell (Kapitäl, Kapital, lat. capitellum, »Köpfchen«), der oberste Teil einer Säule, der Säulenkopf oder Säulenknauf, der etwas über den Säulenschaft vorspringt, den Kopf vom Schafte der Säule scheidet und zugleich die letztere mit dem von der Säule getragenen Gebälk oder Gewölbe in Verbindung bringt. Je nach dem Stil, dem die Säule angehört, ist das K. ausgebildet (s. Meyers Säule, mit Tafel Meyers »Säulenordnungen«, und Baustil).

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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