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Kapazitanz bis Kapellenprobe (Bd. 6, Sp. 584 bis 585)
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Artikelverweis Kapazitanz, s. Meyers Elektrische Induktion, S. 625.
 
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Kapazität (lat.), Fähigkeit, etwas in sich aufzunehmen, z. B. Wärmekapazität (s. Meyers Wärme), elektrische K. eines Leiters (s. Meyers Elektrische Kapazität). Vitale K., K. der Lungen, die Luftmenge, die nach einer möglichst tiefen Einatmung bei stärkster Anstrengung ausgeatmet werden kann, s. Meyers Atmung, S. 54; dann besonders Bezeichnung für das geistige Fassungsvermögen, die Begabung eines Menschen; daher auch für jemand, der namentlich in einem bestimmten Fach etwas Hervorragendes leistet.
 
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Kap Barren-Insel, s. Meyers Furneauxinseln.
 
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Kap Breton, kanad. Insel, s. Meyers Cape Breton.
 
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Kapchrysolith, s. Meyers Chrysolith.
 
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Kapelagebirge, an den kroatischen Karst sich anschließende Gebirgskette in Kroatien-Slawonien (s. Karte »Krain-Küstenland«), deren Kamm sich südlich von der Kulpa in südöstlicher Richtung bis zu den 13 Plitvicaseen hinzieht. Der nördliche Teil des Kapelagebirges, das bewaldet ist, heißt die Große Kapela (Velika Kapela). Sie erstreckt sich mit einer mittlern Höhe von 948 m bis zum Sattel bei Modrus und erreicht im Meyers Klek (s. d. 2) 1182, in der Biela Lašica 1533 m Höhe. Der südliche Teil bildet die Kleine Kapela (Mala Kapela) mit 632 m mittlerer Höhe. Ihre höchste Spitze ist die Seliški Vrh (1260 m).

[Bd. 6, Sp. 585]



 
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Kapelan (Capelin, Lodden, Mallotus villosus Müller), ein dem Stint nahe verwandter Lachsfisch, 1418 cm lang, gestreckt gebaut, mit sehr großen runden Brustflossen und weit nach hinten stehenden Rückenflossen, ist oberseits dunkelgrün, bräunlich schimmernd, an den Seiten und unterseits weiß, schwarz getüpfelt; die Flossen sind grau mit schwarzer Einfassung. Der K. lebt in der Tiefe nordischer Meere vom 64.75.° nördl. Br. und erscheint im Frühjahr, um zu laichen, in Zügen von 50 Seemeilen Länge und Breite an den Küsten, wo die gelben Eier dann das Meer färben. Man ißt ihn auf Island und Grönland und trocknet ihn auch für den Winter. In größter Menge dient er auf der Bank von Neufundland als Köder zum Fange des Kabeljaus.
 
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Kapelle (mittellat. Capella, franz. Chapelle, v. lat. capa, »den Kopf mitbedeckender Mantel, Kappe«), ursprünglich ein kleines, zur Aufbewahrung einer Reliquie etc. bestimmtes kirchliches Gebäude; später im Gegensatz zur Pfarrkirche jede kleinere Kirche, die entweder für sich abgesondert, z. B. auf Kirchhöfen, außerhalb der Städte, an Landstraßen etc., oder in Privatgebäuden angebracht und zur Vollziehung gewisser gottesdienstlicher Handlungen bestimmt ist. Besonders waren innerhalb der Burgen und königlichen Paläste dergleichen Kapellen zur Privatandacht der Burgherren und fürstlichen Familien eingerichtet. Außer diesen für sich stehenden Kapellen gibt es solche, die mit einer Hauptkirche verbunden und neben, in oder unter ihr, bez. dem Chor gelegen sind. Dies sind die sogen. Meyers Krypten (s. d.). Der Chorumgang gotischer Kirchen ist oft mit einem Kapellenkranz umgeben. Im spätgotischen Stil, als man die Strebepfeiler nicht mehr nach dem Äußern, sondern nach dem Innern des Gotteshauses vorspringen ließ, bildeten sich naturgemäß an den Seiten der Nebenschiffe Kapellenreihen. Auch die Kirchenbaukunst der Renaissance liebte diese Nebenschiffkapellen, die gewöhnlich ihren besondern Altar haben und je einem besondern Heiligen gewidmet sind. Der Aufseher einer K. oder der in ihr fungierende Geistliche hieß Kapellan (s. Kaplan). K. wird auch ein ständiger besoldeter Kirchenchor oder ein Orchester genannt. Die ältesten derartigen Kapellen sind die Vokalkapellen, besonders die päpstliche K. in Rom (ähnliche Institute sind Chapel royal in London, die Hofkapellen in Wien und München, der Domchor in Berlin, die Hofsängerkapelle in Petersburg etc.); da die ältern Kirchenkompositionen (bis gegen das 17. Jahrh.) nur für Singstimmen ohne jede Instrumentalbegleitung geschrieben waren, so erhielt in der Folge die Benennung a cappella (Kapellstil) den Sinn von Vokalmusik ohne Begleitung. Doch wurden die zur Verstärkung der Singchöre an den Kirchen angestellten Instrumentalmusiker auch zur K. gerechnet, und als allmählich an den Höfen die Singchöre eingeschränkt wurden und die Orchester zur Ausführung der schnell aufblühenden Instrumentalmusik in den Vordergrund traten, verblieb diesen der Name K. An der Spitze einer K. steht der Kapellmeister.
 
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Kapelle (v. lat. cupella, »kleines Gefäß«), ein gußeiserner Kessel mit halbkugelförmigem Boden, oben mit horizontal auswärts gebogenem Rand und mit einem seitlichen Ausschnitt, wird in einem Ofen (Kapellenofen) eingesetzt und dient zur Aufnahme von Schalen, Kolben, Retorten (für den Hals der letztern ist der Ausschnitt bestimmt), die, in trocknen Sand gebettet, andauernd und gleichmäßig erhitzt werden sollen. K. heißt auch ein aus Knochenasche oder ausgelaugter Asche (Kapellenasche) geschlagenes tiegelförmiges Schmelzgefäß der Probierer, auf dem silberhaltiges Blei unter Luftzutritt in Schmelzhitze erhalten (abgetrieben, kapelliert, kupelliert) wird. Bei dieser Kapellenprobe oxydiert sich das Blei, und das geschmolzene Bleioxyd wird von der porösen Kapellenmasse eingesogen, während das nicht oxydierte Silber auf dem Boden des Gefäßes als Kügelchen (Korn) zurückbleibt. Eine geringe Menge Silber geht mit dem Bleioxyd in die K. (Kapellenzug). Beim Silberfeinbrennen heißen die mit Mergel, Äscher, Knochenasche ausgeschlagenen Eisenschalen Teste, auch wohl Kapellen.
 
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Kapellenberg, höchster Berg des Elstergebirges, im südlichsten Zipfel des Königreichs Sachsen, nördlich von Franzensbad, ist 757 m hoch.
 
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Kapellenprobe, die Untersuchung einer Silberlegierung durch Abtreiben, s. Meyers Kapelle.

 

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