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Kanten bis Kantharidenkampfer (Bd. 6, Sp. 577)
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Artikelverweis Kanten, s. Meyers Spitzen.
 
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Kantendurchscheinend, s. Meyers Durchsichtigkeit.
 
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Kantengeschiebe (Pyramidalgeschiebe, Dreikanter), s. Meyers Abrasion, Meyers Eiszeit, S. 577, und Löß.
 
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Kantenschrägmaschine, s. Meyers Buchbinden, S. 526.
 
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Kantenstecher, s. Meyers Gartengeräte.
 
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Kanter, s. Meyers Canter. Daher kantern, kurz galoppieren (s. Meyers Aufkantern).
 
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Kanth (Canth), Stadt im preuß. Regbez. Breslau, Kreis Neumarkt, an der Weistritz und der Staatsbahnlinie Breslau-Halbstadt, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, ein Waisenhaus des Deutschen Kriegerbundes, Amtsgericht, Kardenbau, Handelsgärtnerei, Weißgerberei und (1900) 2898 meist kath. Einwohner. Hier 14. Jan. 1807 siegreiches Gefecht der Preußen unter dem Grafen Götzen gegen die Bayern unter Lefebvre.
 
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Kanthaken, ein Werkzeug der Zimmerleute und Holzfäller zum Umwenden schwerer Hölzer, an einem Ende mit einem Haken zum Fassen des Holzes, am andern Ende mit einem Ring (Kantring) zum Einstecken eines starken hölzernen Hebels (Hebebaum). K. heißt auch ein Bootshaken.
 
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Kantharelle, s. Meyers Cantharellus.
 
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Kantharīde (Cantharis Geoffr., Lytta Fabr.), Käfergattung aus der Familie der Blasenkäfer (Vesicantia), Käfer mit breiterm Kopf als der Vorderrand des Thorax, langen, fadenförmigen, elfgliederigen Fühlern, nierenförmigen, fast quer stehenden Augen und langgestreckten, den Körper ganz bedeckenden, einzeln abgerundeten Flügeldecken. Von den mehr als 250 mannigfach gefärbten, besonders in Afrika und Amerika vertretenen Arten ist die Spanische Fliege (C. vesicatoria L., s. Tafel Meyers »Käfer I«, Fig. 45) 1,75 bis 2 cm lang und besitzt dicht gerunzelte, smaragdgrüne Flügeldecken mit zwei seinen Längsrippen. Sie riecht stark, widerwärtig, lebt auf Eschen, Syringen, Liguster und erscheint bisweilen stellenweise in großen Mengen im Mai und Juni. Das Weibchen legt seine zahlreichen Eier in die Erde. Die bis auf die letzten beiden weißen Thoraxringe und den ersten Hinterleibsring schwarze Larve sucht die Nester erdbewohnender Bienen auf, ernährt sich unter mehrmaliger Häutung von dem Inhalt einer Zelle und verwandelt sich außerhalb derselben in eine Pseudochrysalide. Aus letzterer kriecht eine gelbliche, dicke Larve hervor, die sich verpuppt. Man sammelt die K. besonders in Sizilien, Spanien, Rußland, Polen. Sie werden am Morgen von den Sträuchern. abgeschüttelt, in einer Flasche mit wenigen Gramm Äther getötet und dann in Papierbeuteln in dünner Schicht bei etwa 30° getrocknet. Sie enthalten als wirksamen Bestandteil Kantharidin und dienen in der Form von Pflastern, Salben, Tinktur und Kantharidenkollodium als blasenziehendes und reizendes Mittel. Innerlich wurden Kanthariden schon zu Zeiten des Hyppokrates angewendet. Sie wirken besonders auf den Harn- und Geschlechtsapparat und erzeugen heftige und gefährliche Entzündungen, größere Dosen können den Tod herbeiführen. Auch gegen Lungenschwindsucht und Lupus sind Kanthariden empfohlen worden (vgl. Kantharidin). In höchst verwerflicher Weise werden sie als Aphrodisiakum benutzt. Sie spielten seit jeher unter den Liebestränken eine wichtige Rolle und bildeten den wesentlichsten Bestandteil der »italienischen Elixiere« und der berüchtigten »Diavolini« und Pastilles galantes. Auch der äußerliche Gebrauch der Kanthariden war schon den arabischen und andern ältern Ärzten nicht fremd, allgemeiner bekannt wurden sie jedoch erst im 17. Jahrh. Mehrere nordamerikanische Arten, wie C. (Epicauta) cinerea und vittata, und die südeuropäische C. (E.) verticalis fressen bisweilen die Kartoffelfelder kahl.
 
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Kantharidenkampfer, soviel wie Kantharidin.

 

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102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
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