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Kanōnisches Alter bis Kanōpus (Bd. 6, Sp. 567 bis 568)
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Artikelverweis Kanōnisches Alter, bestimmte Anzahl von Lebensjahren, die zur Erlangung eines hohen Kirchenamtes nötig sind, z. B. zum Episkopat vollendetes 30. Lebensjahr.
 
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Kanōnisches Recht (Jus canonicum, benannt nach den Rechtssatzungen [canones] der Kirche), das in Deutschland rezipierte Recht, welches sich innerhalb der christlichen Kirche ausbildete. Dasselbe entstand unter kirchlicher Autorität, namentlich durch die Beschlüsse der Konzile und durch die Dekretalen der Päpste. Das kanonische Recht enthält nicht bloß Satzungen über rein kirchliche Angelegenheiten, es umfaßt vielmehr auch eine bedeutende Summe strafrechtlicher, zivilrechtlicher und prozessualischer Vorschriften, was sich aus der Machtstellung der Kirche im Mittelalter erklärt. Außerdem enthält es auch Rechtsvorschriften über Gebiete, die heute ausschließlich der bürgerlichen Ordnung unterliegen. Bei uns in Deutschland ist das kanonische Recht rezipiert, wie es sich in dem Kodex des Jus canonicum, dem Corpus juris canonici (s. Meyers Corpus juris), vorfindet. Nicht gleichbedeutend mit kanonischem Recht ist übrigens der Ausdruck Kirchenrecht, d. h. der Inbegriff der auf die Kirche bezüglichen Rechtsnormen. Von besonderer Bedeutung für die katholische Kirche ist heute noch das kanonische Strafrecht. Vgl. Schulte, Geschichte der Quellen und Literatur des kanonischen Rechts (Stuttg. 187580, 3 Bde.).
 
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Kanōnische Stunden, s. Horae canonicae.
 
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Kanonisieren, heilig sprechen, s. Meyers Kanonisation.
 
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Kanonissen (Canonicae, Chorfrauen, franz. Chanoinesses), Frauen und Mädchen (Canonicae virgines), die bei einem Stift eine Pfründe genossen

[Bd. 6, Sp. 568]


und gemeinschaftliche Wohnung und Klausur hatten. Sie folgten in allem den Chorherren und ordneten sich den verschiedenen Kongregationen unter oder bildeten selbständige Vereine unter den Ordinarien, gehörten beinahe ganz dem Adel an, überboten die Domherren an Freiheit des Lebenswandels und machten ihre Anstalten beinahe durchgängig zu weltlichen Stiftern, so daß selbst nach dem Übertritt zum Protestantismus mehrere solcher Stifter, z. B. die von Gandersheim, Herford, Quedlinburg, Gernrode etc., als Pfründenanstalten für adlige Fräulein bestehen blieben. Auch die Teilhaberinnen an den in neuerer Zeit für diesen Zweck gestifteten Anstalten heißen K.
 
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Kanonist, ein Kenner oder Lehrer des Kanonischen Meyers Rechts (s. d.).
 
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Kanonizität (neulat.), zusammenfassender Name für den Komplex der Eigenschaften, vermöge deren ein Buch zu den Kanonischen Meyers Büchern (s. d.) gehört.
 
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Kanōpen, meist steinerne, mit Deckeln, die einen Kopf darstellten, versehene Gefäße, die im alten Ägypten die Eingeweide der einbalsamierten Leichen aufnahmen. Der Kopf trägt häufig menschliche Züge, aber auch die Gestalt von Säugetieren, Vögeln etc. Gefäße ähnlicher Gestalt, aber zur Aufnahme der Asche des verbrannten Leichnams dienend, sind in Etrurien, am Mittel- und Unterrhein und in verschiedenen Teilen Westpreußens gefunden worden (Gesichtsurnen; s. Meyers Gefäße, vorgeschichtliche).
 
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Kanōpos, Stadt, s. Kanobos.
 
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Kanōpos (Kanobos), im griechischen Mythus Steuermann des Menelaos, starb auf der Heimreise von Troja durch Schlangenbiß auf der wie die Stadt angeblich nach ihm benannten Insel an der kanopischen Nilmündung und wurde unter die Sterne versetzt (s. Canopus).
 
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Kanōpus (Kanobus), Stern, s. Canopus.

 

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103) Mannhardt
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