Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kaneelstein bis Käneus (Bd. 6, Sp. 557 bis 558)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kaneelstein, ein Kalktongranat, s. Granat, S. 221.
 
Artikelverweis 
Kanēl (Kaneel), in der Sprache der frühern Vermittler des Gewürzhandels, der Venezianer oder Portugiesen (cannella oder canella), Bezeichnung aromatischer Rinden, jetzt sowohl für ceylanischen als auch (seltener) für chinesischen Zimt gebraucht.
 
Artikelverweis 
Kanēlbaum, s. Winterana.
 
Artikelverweis 
Kanellazeen, dikotyle Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Cistifloren, wenige Holzgewächse des tropischen Amerika und Afrika mit abwechselnden, ganzrandigen Blättern, in Trugdolden stehenden, regelmäßigen Blüten, deren 20 oder mehr Staubgefäße zu einer Röhre vereinigt sind, und Beerenfrüchten. Die auf den Antillen einheimische Canella alba liefert die zimtartig riechende Kanellrinde.
 
Artikelverweis 
Kanem, Landschaft Innerafrikas, im N. und NO. des Tsadsees (s. Karte bei »Guinea«), ehemals ein blühendes, selbständiges Reich, jetzt zum Tsadsee-Territorium des französischen Kongo gehörig, 56,660 qkm groß. Das Land ist im NO. sandige Ebene mit tiefen, dicht bewaldeten Einsenkungen, im SO. sind die Täler von großer Schönheit und mit üppiger Vegetation bedeckt. Die etwa 100,000 Seelen starke Bevölkerung besteht aus Tibbu, Kanembu, Kanuri, Arabern u. a.; im N. nomadisieren die räuberischen Aulad Meyers Soliman (s. d.). Sie verdrängten die von N. eingewanderten Kanembu auf die Inseln des Tsadsees oder nach Bornu oder machten sie hörig. Die Kanembu sind jetzt stark mit Negern vermischt, tragen nur ein Schurzfell, verhüllen aber das Gesicht wie die Tuareg. Hauptort ist Mao (s. d.). Den Wühlereien, die Mitglieder der Senusisekte gegen das erfolgreiche Vorgehen der Franzosen im Westsudân angezettelt hatten, begegnete der Befehlshaber der französischen Truppen am Schari, Oberst Destenave, durch einen Zug nach K., der durch die Besiegung der Senusi und der mit ihnen verbündeten Tuareg und Tubu bei Bir Amani (Bir Alali) im Januar 1902 seinen Zweck völlig erreichte; doch hatte die französische Besatzung (2 Kompanien und eine halbe Eskadron) im Juni und Dezember 1902 Angriffe der Senusi und ihrer Bundesgenossen auszuhalten. Vgl. Nachtigal, Sahara und Sudân,

[Bd. 6, Sp. 558]


Bd. 2 (Berl. 1881); v. Bülow, Bericht über politische Verhältnisse im mittlern Sudân (in den »Mitteilungen des Seminars für orientalische Sprachen zu Berlin«, 1904).
 
Artikelverweis 
Kanembu, Bewohner der Landschaft Meyers Kanem (s. d.).
 
Artikelverweis 
Kanĕon, runder od. ovaler Brot- oder Fruchtkorb der Griechen (s. Abbildung); vgl. Kanephoren.
 
Artikelverweis 
Kanephōren (griech., »Korbträgerinnen«), in Athen erlesene Jungfrauen, die bei Festprozessionen, besonders der Panathenäen, Opfergeräte in Körben auf dem Kopfe trugen. Ihre plastische Darstellung, namentlich als Gebälkträgerinnen, wie am Erechtheion in Athen, war sehr beliebt.
 
Artikelverweis 
Kaneszieren (lat.), grau werden (vor Alter); Kaneszenz, das greisenhafte Ergrauen.
 
Artikelverweis 
Kanetra, s. El Kanetra.
 
Artikelverweis 
Käneus, im griech. Mythus ein Lapithe, ursprünglich eine Jungfrau Känis, die ihr Liebhaber Poseidon in einen Mann verwandelte und mit Unverwundbarkeit begabte, ward in der Kentaurenschlacht von den Feinden so mit Fichtenstämmen bedeckt, daß er in die Erde sank.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer