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Kandieren bis Kandt (Bd. 6, Sp. 557)
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Artikelverweis Kandieren (franz.), Verzuckern von Gewürzen, eingemachten Wurzeln, Früchten u. dgl., geschieht auf die Weise, daß man die zu kandierenden Gegenstände zwischen Drahtgittern in ein passendes Gefäß legt und eine blutwarme Lösung von reinem Zucker in Wasser, die an der Zuckerwage 34° zeigt, darüber gießt und einige Tage stehen läßt. Die Gegenstände bedecken sich in dieser Zeit mit Kristallen und werden nachher getrocknet (Kanditen). Eingemachte Sachen kann man auch immer wieder mit Zuckerpulver bepudern und an einen warmen Ort legen, bis sie endlich trocken geworden sind. Vgl. Hausner, Die Fabrikation der Konserven und Kanditen (3. Aufl., Wien 1898). K. von Samen, s. Meyers Saat.
 
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Kandĭltagh, Bergkette in Russisch-Turkistan, zum Tiënschan gehörig, erstreckt sich vom Alatau in nordwestlicher Richtung, bildet die Wasserscheide zwischen Ili und Tschu und erreicht im Snoktube 3050, im Bischmainak 2960 m, überschreitet aber die Schneegrenze nicht. Unter den leicht überschreitbaren Pässen werden der Kastek und Kurdai am meisten begangen.
 
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Kandiōl, s. Ceratonia.
 
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Kandiōten, Bewohner der Insel Meyers Kreta (s. d.).
 
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Kandis (Kandiszucker), s. Meyers Zucker.
 
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Kandīten, kandierte Früchte etc. (s. Meyers Kandieren); dann auch Bonbons, Fruchtbonbons, Pralinés, Dragés etc.
 
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Kandolleazeen, s. Meyers Candolleazeen.
 
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Kandrzin-Pogorzelletz, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Kreis Kosel, an der Klodnitz und am Klodnitzkanal, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Brieg-Oderberg, K.-Deutschwette, K.-Kosel und K.-Oswieçim, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, eine Spiritusfabrik, Zinkraffinerie, eine Dampfziegelei und (1900) 2302 Einw.
 
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Kandschar (Khandschar), s. Meyers Handschar.
 
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Kandschur (auch Kahgyur, genauer b Kahhgyur), die tibetische Übersetzung der heiligen Schriften der Buddhisten, umfaßt 1083 Werke, die in 100108 Bänden vereinigt sind. Die Sammlung wurde wiederholt in Holz geschnitten und gedruckt. Sie ist um 1310 n. Chr. ins Mongolische übersetzt worden. Vgl. das von der Petersburger Akademie herausgegebene Werk »Kandjur oder Index des K.« (Petersb. 1845, mit Vorwort von J. J. Schmidt); Csoma de Körös, Analyse du Kandjour et du Tandjour (franz. von Feer, in »Annales du Musée Guimet«, Bd. 2, Par. 1881); Feer, Textes tirés du Kandjour (das. 186471); Waddell, Buddhism of Tibet, S. 157 ff. (Lond. 1895).
 
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Kandt, Richard, Afrikareisender, geb. im Dezember 1867 in Posen, studierte Medizin, war dann Assistent an einer Irrenanstalt in Bayreuth, lebte später als Arzt in München und bereitete sich darauf in Berlin für eine Reise nach Deutsch-Ostafrika vor, die er 1897 antrat. Er zog über Tabora in die Grenzgebiete zwischen dem deutschen Schutzgebiet und dem Kongostaat, wo er am Südufer des Kiwusees 1899 die zoologische Station »Bergfrieden« gründete. 1901 schloß er sich der deutschen Grenzkommission unter Hauptmann Herrmann an, 1902 kehrte er nach fünfjähriger Abwesenheit nach Deutschland zurück. Er gab eine Karte des Kiwusees (Berl. 1902) und eine Schilderung der Expedition u. d. T. »Caput Nili. Eine empfindsame Reise zu den Quellen des Nils« (das. 1904) heraus.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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