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Kanadatee bis Kanal (Bd. 6, Sp. 535)
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Artikelverweis Kanadatee, s. Gaultheria.
 
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Kanadische Rebe, s. Quinaria.
 
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Kanadische Seen, die fünf großen Süßwasserseen zwischen Kanada und der nordamerikanischen Union; sie liegen terrassenförmig übereinander und sind durch Teilstrecken des St. Meyers Lorenzstroms (s. d.) miteinander verbunden.

Der Obere See steht durch den St. Mary's River mit dem Huron in Verbindung, aus dem die breite Straße von Mackinaw westlich in den Michigan, der Fluß St. Clair aber südlich in den St. Clair Lake und den Eriesee führt. Letzterer hängt durch den Niagarafluß, mit den weltberühmten Wasserfällen, mit dem Ontariosee zusammen, der den St. Lorenzstrom in den Atlantischen Ozean schickt. Die in den verbindenden Flüssen vorkommenden Wasserfälle oder Stromschnellen sind durch Kanäle umgangen, so daß Schiffe vom Obern See bis ins offene Meer gelangen können. Diese Seen haben auch Gezeiten, doch beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut nur 77 mm. S. die Karte »Britisch-Nordamerika« (bei Artikel »Kanada«) und Karte »Vereinigte Staaten«.
 
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Kanadisches Wasserkraut, s. Meyers Hydrastis.
 
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Kanadōl (Canadol), s. Meyers Erdöl, S. 24.
 
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Kanagawa, der 1859 den Europäern eröffnete Hafen auf der japanischen Insel Nippon, an der Bai von Yeddo, jetzt wegen ungenügender Tiefe zugunsten des nahen Meyers Yokohama (s. d.) aufgegeben. Hier wurde 1854 der Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Japan geschlossen, der letzteres nach mehr als 200jähriger Abschließung wiederum dem europäischen Handel öffnete. Als alter Hafen von Yeddo wurde K. auch zum Vertragshafen bestimmt, aber auf Drängen der japanischen Regierung und der fremden Kaufleute wegen seines seichten Fahrwassers mit Yokohama vertauscht.
 
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Kanaille, s. Meyers Canaille.
 
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Kanăkē, Tochter des Äolos und der Enarete, wurde wegen der Liebe zu ihrem Bruder Makareus von ihrem Vater getötet oder legte selbst Hand an sich.
 
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Kanāken (»Menschen«, auf den Markesas Kenata, bei den Maori von Neuseeland Tangata), die eingeborne Bevölkerung der Hawai- Meyers Inseln (s. d., S. 12); auch soviel wie Polynesier überhaupt.
 
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Kanāl, s. Meyers Kanäle.
 
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Kanal (das Mare Britannicum der Alten, bei den Franzosen la Manche [Ärmelmeer], bei den Engländern English Channel oder auch bloß Channel

[Bd. 6, Sp. 536]


genannt), der Teil des Atlantischen Ozeans, der, von Englands Süd- und Frankreichs Nordküste begrenzt, jenes Meer mit der Nordsee verbindet. Seine Länge beträgt 500 km. An seiner schmälsten Stelle, der sogen. Straße von Dover oder dem Pas de Calais (das Fretum Gallicum oder Britannicum der Alten), ist der K. nur 33 km breit, am westlichen Ausgang aber 156 km. Auf der französischen Seite sind drei bemerkenswerte Einbiegungen: die Bassurelle de la Somme, zwischen den Kaps Gris Nez und d'Antifer, mit der Sommemündung; die Seinebai zwischen dem letztgenannten Kap und der Pointe de Barfleur, mit den Mündungen der Seine und Orne, und die große Normännische Bai, zwischen Kap de la Hague und den Klippen Les Héaux, mit ihren Unterabteilungen, den Baien von St.-Michel, Frenay und St.-Brieuc. In ihr liegen die zu England gehörigen Meyers Kanalinseln (s. d.). An der ganzen französischen Küstenstrecke befindet sich kein einziger natürlicher Hafen von Bedeutung, denn die von Cherbourg und Havre sind Werke der Kunst, die übrigen aber Flußmündungen, die nur zur Flutzeit für größere Schiffe zugänglich sind. Am Pas de Calais erheben sich, wie an der gegenüberliegenden britischen Küste, Kreidefelsen mit den Vorgebirgen Griz Nez und Blanc Nez. Auch weiter nach S. hin bildet die Küste steile Felswände (Falaises), in der Seinebai aber verflacht sie sich mit vorgelagerten Sandbänken. Die Bretagne hat meist Steilküste, die von zahlreichen Klippen eingefaßt ist. Die englische Küste ist mannigfaltiger gegliedert als die französische. An größern Einbuchtungen findet man hier die Mountsbai, westlich vom Kap Lizard, die Lymebai zwischen Start Point und dem vorspringenden Bill of Portland, die Poolebai und die durch die Insel Wight geschützte berühmte Reede von Spithead, die zu dem tiefen, Southampton Water genannten Meeresarm führt. Unter den natürlichen Häfen verdienen namentlich die von Plymouth und Portsmouth Erwähnung. Großartige Kunsthäfen hat man bei Weymouth und Dover geschaffen. Im Pas de Calais beträgt die größte Tiefe 57 m, am westlichen Ausgang des Kanals 120 m, an seiner tiefsten Stelle, nicht weit von der Insel Alderney, aber 174 m. Die Flut tritt gleichzeitig vom Atlantischen Ozean und von der Nordsee her in den K. ein, und die Ausfahrt aus demselben ist daher bei starkem Westwind schwierig. Die Meeresströmung ist vorwiegend östlich und häuft Sand- und Schlammmassen an der französischen Küste an, durch welche die Flußmündungen verstopft werden. Zahlreiche Leuchttürme und Leuchtschiffe erleichtern die sehr lebhafte Schiffahrt. Der berühmteste Leuchtturm ist der auf Meyers Eddystone (s. d.), Plymouth gegenüber. Das schon länger angeregte Projekt, England und Frankreich vermittelst eines unterseeischen Eisenbahntunnels (Kanaltunnels) zu verbinden, ist durch 1866 angestellte Bohrungen als ausführbar erwiesen, und man hat den Bau eines 351/4 km langen Tunnels in Angriff genommen; die Arbeiten mußten aber 1884 eingestellt werden, weil sich die englische Regierung aus militärischen Gründen dem Unternehmen widersetzte. Neuerdings wird die Anlage eines Eisenbahntrajekts geplant. Eine Übersicht der Verkehrslinien im K. gibt die »Weltverkehrskarte« bei Artikel »Dampfschiffahrt« und die »Karte des Welttelegraphennetzes« bei Artikel »Telegraph«.

 

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 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
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 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
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