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Kämtz bis Kanăan (Bd. 6, Sp. 527)
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Artikelverweis Kämtz, Ludwig Friedrich, Physiker und Meteorolog, geb. 11. Jan. 1801 in Treptow an der Rega, gest. 20. Dez. 1867 in Petersburg, studierte seit 1819 in Halle zuerst die Rechte, dann Philologie, Mathematik und Physik, habilitierte sich daselbst als Privatdozent und wurde 1827 außerordentlicher, 1834 ordentlicher Professor. 1841 ging er als Professor der Physik nach Dorpat und 1865 als Direktor des physikalischen Zentralobservatoriums nach Petersburg. Zur Anstellung meteorologischer Beobachtungen machte K. Reisen nach Finnland (1847 u. 1849). nach Norwegen (1849), nach der Insel Osel (1865), nach Livland (1857) und nach der Schweiz (1855). Er schrieb: »Lehrbuch der Meteorologie« (Halle 183136, 3 Tle.), auch gab er das »Repertorium für Meteorologie« heraus (Dorpat 185964, 3 Bde.).
 
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KamuskiSteinchen«), bei den Spreewaldwenden als Glücksbringer betrachtete kleine weiße Kieselsteine, die man im Geldbeutel oder in der Tasche trägt oder zu Hause aufbewahrt. Auch in vorslawischen Urnen sind solche gefunden worden. Vgl. Schulenburg, Die Steine im Volksglauben des Spreewaldes (in der »Zeitschrift für Ethnologie«, 1880).
 
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Kamyschbucht, kleiner Meerbusen an der Südwestspitze der Halbinsel Krim, 3,2 km lang, bei der Einfahrt 850 m breit und bis 21 m tief, diente bei der Belagerung von Sebastapol 1854 und 1855 als Hafenplatz für die französische Flotte.
 
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Kamyschin, Kreisstadt im russ. Gouv. Saratow. an der Mündung der Kamyschenkam die Wolga und an dem Zweig Tambow-K. der Rjasan-Uralskbahn, mit einer Stadtbank, regem Handel, besonders in Salz und Korn, und (1897) 16,834 Einw. Der Kreis ist berühmt durch seinen fruchtbaren Boden und seine wohlschmeckenden Arbusen, die einen nicht unbedeutenden Ausfuhrartikel bilden. Unter den Bewohnern finden sich über 80,000 Deutsche, die, zu Ende des 18. Jahrh. angesiedelt, gegenwärtig 50 Kolonien mit 30 protestantischen und 10 kath. Kirchen bilden.
 
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Kamyschlow, Kreisstadt im russ. Gouv. Perm, bei der Mündung der Kamyschlowka in die Pyschma, einen Nebenfluß der Tura, an der Eisenbahn Jekaterinburg-Tjumen, mit (1897) 8064 Einw. Der Kreis liegt in Asien, d. h. östlich vom Uralgebirge, hat guten Ackerboden und ist reich an Mineralschätzen. Es gibt daher viel Mühlen und Bergwerke. Das bedeutendste Bergwerk ist das Kamenskische mit 2 Steinkohlen- und 5 Eisengruben und einer schon 1703 errichteten Kanonengießerei.
 
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Kan (chines.) heißen die japanischen Kriegsschiffe, und zwar wird das Wort dem Namen des Schiffes angehängt, also Tenryn-K., Yamato-K. etc.
 
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Kan (»Kanne«), niederl. Flüssigkeitsmaß zu 10 Maatjes = 1 Lit.; in Niederländisch-Indien = 1,515 L. Das Amsterdamer Steekkan hatte für Wein 8 Stoopen zu 2 Mengelen = 19,403 L. und für Branntwein 2,5 Vierden oder Firtels zu 6 Mengelen = 18,75 L.
 
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Kān, anamit. Gewichtseinheit zu 1/10 Jehn, = 16 Lüong von 10 Dong = 624,8 g.
 
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Kan., Abkürzung für Kansas.
 
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Kana, Flecken in Galiläa, bekannt durch die »Hochzeit von K.« (Joh. 2); wahrscheinlich das heutige Kana el Dschelil in der Ebene Battauf.
 
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Kanăan (»Tiefland«), alter Name des Küstenstriches von Palästina (s. Karte »Palästina«), ehe die Israeliten Besitz davon ergriffen, mit Einschluß von Phönikien und Philistäa, erst später auch über das höher gelegene Land bis zum Jordan erweitert. Als Kanaaniter erscheinen in der Völkertafel (1. Mos. 10) folgende Stämme: Sidonier (Bewohner von Sidon), Hettiter, Jebusiter, Amoriter, Girgasiter, Heviter, Arkiter, Siniter, Arvaditer, Zemariter und Hamathiter (am Orontes in Syrien). Mitunter erscheinen aber im Alten Testament nur 57 dieser Stämme als Kanaaniter, oft auch nur ein einziger. Diese Kanaaniter sind sprachlich (ob ethnisch?) den Juden verwandt, wenn diese spätern Ankömmlinge auch die Verwandtschaft nicht anerkannten. Sie standen unter kleinen Königen und hatten eine gewisse

[Bd. 6, Sp. 528]


Stufe des Wohlstandes und der Kultur erreicht, als sie von den Israeliten unter Josua bekriegt wurden. Sie leisteten diesen hartnäckigen Widerstand und mußten in nicht geringer Menge auch noch später im Lande geduldet werden, wo sie den Israeliten viel zu schaffen machten.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
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110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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