Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kampong bis Kamtschadālen (Bd. 6, Sp. 525 bis 526)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kampong, malaiisches Wort für Dorf, Ortschaft, auch Stadtviertel.
 
Artikelverweis 
Kampot, Hauptort einer Provinz und einziger Hafen von Kambodscha, an der Mündung des westlichen Armes des Flusses K. in den Golf von Siam, wegen seiner Barre nur für Küstenfahrer und Dschonken zugänglich, Hauptmarkt für Pfeffer und Gewürze und für die Proviantierung der Küstenfahrer, 4000 meist chines. Einwohner.
 
Artikelverweis 
Kampschulte, Wilhelm, Geschichtschreiber, geb. 12. Nov. 1831 zu Wickede in Westfalen, gest. 3. Dez. 1372 in Bonn, studierte erst Theologie, seit 1854 Geschichte, habilitierte sich 1857 in Bonn und wurde 1860 ordentlicher Professor; 1870 erklärte er sich entschieden gegen das Unfehlbarkeitsdogma. Seine durch gründliche Forschung und Unparteilichkeit ausgezeichneten

[Bd. 6, Sp. 526]


Schriften sind. »De Georgio Wicelio« (Bonn 1856); »Die Universität Erfurt in ihrem Verhältnis zur Reformation« (Trier 185860, 2 Bde.); »De Joanne Croto Rubiano« (Bonn 1862) und sein Hauptwerk: »Johann Calvin, seine Kirche und sein Staat in Genf« (Leipz. 1869, nur Bd. 1).
 
Artikelverweis 
Kamptulĭkon (griech.), durch Walzen hergestellte Platten aus einem Gemisch von gepulvertem Kork mit Kautschuk, vollständig verdrängt durch Linoleum (s. d.).
 
Artikelverweis 
Kamptz, Karl Albert Christoph Heinrich von, preuß. Staatsmann, geb. 16. Sept. 1769 zu Schwerin in Mecklenburg, gest. 3. Nov. 1849 in Berlin, trat 1790 als Assessor der Justizkanzlei in mecklenburg-strelitzsche Dienste und wurde 1804 königlich preußischer Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar. Nach Auflösung des Deutschen Reiches kurze Zeit Vizepräsident des Justizkollegiums in Stuttgart, half er bis 1809 in Wetzlar die noch übriggebliebenen allgemeinen Geschäfte des Reichskammergerichts erledigen und ward 1811 Mitglied des preußischen Kammergerichts, 1812 vortragender Rat im Departement der höhern und Sicherheitspolizei, 1817 Direktor des Polizeiministeriums sowie Mitglied des Staatsrats, 1824 Direktor der Unterrichtsabteilung im Kultusministerium, 1825 Direktor im Justizministerium, 1832 Justizminister. Als solcher war er mit der Fortführung der Gesetzrevision und der obersten Leitung der Justizangelegenheiten in den Rheinprovinzen beauftragt, trat aber im Februar 1842 mit Beibehaltung seiner Stelle im Staatsrat in den Ruhestand. K., eifrig in Verfolgung der demagogischen Umtriebe, verfaßte einen »Kodex der Gendarmerie« (Berl. 1815), der unter anderm bei dem Wartburgfest 1817 den Flammen übergeben wurde. Von seinen übrigen zahlreichen Schriften sind noch heute zu nennen: »Beiträge zum mecklenburgischen Staats- und Privatrecht« (Schwerin 17951805, 6 Bde.); »Zivilrecht der Herzogtümer Mecklenburg« (das. 180524, 2 Bde.); »Handbuch des mecklenburgischen Zivilprozesses« (Berl. 1810; 2. Aufl. von Nettelbladt, das. 1822); »Die Provinzial- und statutarischen Rechte in der preußischen Monarchie« (das. 182628, 3 Bde.); »Aktenmäßige Darstellung der preußischen Gesetzrevision« (das. 1842). Auch gab er die »Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung« (Berl. 181444, 66 Bde.) und »Annalen der preußischen innern Staatsverwaltung« (das. 181739, 25 Bde.) heraus.
 
Artikelverweis 
Kampulung, Stadt, s. Meyers Kimpolung.
 
Artikelverweis 
Kamrup, Distrikt der britisch-ind. Provinz Assam, 9479 qkm mit (1901) 589,187 Einw. (407,363 Hindu, 53,701 Mohammedaner, 1479 Christen), durchflossen von dem schiffbaren Brahmaputra, an dessen sumpfigen Ufern Reis vorzüglich gedeiht, im N. zu den Bhutan-, im S. zu den Khasiabergen aufsteigen d, an deren Abhängen Europäer Teegärten angelegt haben. Hauptstadt ist Gauhati mit (1901) 11,661 Einw.
 
Artikelverweis 
Kamsin, s. Meyers Chamsin.
 
Artikelverweis 
Kamsko-Wotkinski, s. Sarapul.
 
Artikelverweis 
Kamthi (Kampti), Stadt im Distrikt Nagpur der britisch-ind. Zentralprovinzen, am Kanhanfluß und der Eisenbahn dicht bei Nagpur, mit 70 Hindutempeln 5 Moscheen, protestantischer und kath. Kirche mit Kloster, starker Garnison, (1901) 38,888 Einw. (1851 Christen) und bedeutendem Handel mit Vieh, Baumwollenstoffen, Salz und Bauholz.
 
Artikelverweis 
Kamtschadālen, die zu den Hyperboreern (s. d.) gehörigen Bewohner des südlichen Kamtschatka und der Insel Schumschu, der nördlichsten der Kurilen, die mehr und mehr durch Trunksucht und eingeführte Krankheiten verschwinden und nur noch etwa 1200 Köpfe zählen. Sie nennen sich selbst »Itelmen«; der Name K. rührt von dem Wort »Kontschak« her, womit die Korjaken (s. d.) sie bezeichnen. Sie sind unermüdliche Fußgänger, aber auch Meister im Führen der Hundeschlitten und Abrichten der Schlittenhunde. Die K. bewohnen im Winter mit Rasen und Erde bedeckte Erdlöcher, im Sommer leichte, auf hohen Gerüsten errichtete Hütten (Balagnanen). Zum Christentum bekennen sich wenige. S. Tafel Meyers »Asiatische Völker I«, Fig. 2.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer