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Kamphīn bis Kamptz (Bd. 6, Sp. 525 bis 526)
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Artikelverweis Kamphīn, ein durch Destillation mit gebranntem Kalk oder Chlorkalk und Wasser gereinigtes und mit gebranntem Gips entwässertes Terpentinöl, riecht zitronenartig und diente früher als Leuchtmaterial, ebenso eine gleichfalls K. genannte Mischung von Terpentinöl mit Alkohol und Äther (Gasäther, Leuchtspiritus).
 
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Kamphor, soviel wie Kampfer.
 
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Kamphu, soviel wie Kongotee, s. Meyers Tee.
 
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Kampieren (franz.), im Freien lagern; vgl. Campement.
 
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Kampīerleine (Stalleine), im Biwak zwischen den in die Erde geschlagenen, etwa 11,4 m hohen Pikettpfählen gezogene Leine, an der die Pferde mit Halfterketten befestigt werden.
 
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Kampine, s. Meyers Tropenwald.
 
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Kampong, malaiisches Wort für Dorf, Ortschaft, auch Stadtviertel.
 
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Kampot, Hauptort einer Provinz und einziger Hafen von Kambodscha, an der Mündung des westlichen Armes des Flusses K. in den Golf von Siam, wegen seiner Barre nur für Küstenfahrer und Dschonken zugänglich, Hauptmarkt für Pfeffer und Gewürze und für die Proviantierung der Küstenfahrer, 4000 meist chines. Einwohner.
 
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Kampschulte, Wilhelm, Geschichtschreiber, geb. 12. Nov. 1831 zu Wickede in Westfalen, gest. 3. Dez. 1372 in Bonn, studierte erst Theologie, seit 1854 Geschichte, habilitierte sich 1857 in Bonn und wurde 1860 ordentlicher Professor; 1870 erklärte er sich entschieden gegen das Unfehlbarkeitsdogma. Seine durch gründliche Forschung und Unparteilichkeit ausgezeichneten

[Bd. 6, Sp. 526]


Schriften sind. »De Georgio Wicelio« (Bonn 1856); »Die Universität Erfurt in ihrem Verhältnis zur Reformation« (Trier 185860, 2 Bde.); »De Joanne Croto Rubiano« (Bonn 1862) und sein Hauptwerk: »Johann Calvin, seine Kirche und sein Staat in Genf« (Leipz. 1869, nur Bd. 1).
 
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Kamptulĭkon (griech.), durch Walzen hergestellte Platten aus einem Gemisch von gepulvertem Kork mit Kautschuk, vollständig verdrängt durch Linoleum (s. d.).
 
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Kamptz, Karl Albert Christoph Heinrich von, preuß. Staatsmann, geb. 16. Sept. 1769 zu Schwerin in Mecklenburg, gest. 3. Nov. 1849 in Berlin, trat 1790 als Assessor der Justizkanzlei in mecklenburg-strelitzsche Dienste und wurde 1804 königlich preußischer Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar. Nach Auflösung des Deutschen Reiches kurze Zeit Vizepräsident des Justizkollegiums in Stuttgart, half er bis 1809 in Wetzlar die noch übriggebliebenen allgemeinen Geschäfte des Reichskammergerichts erledigen und ward 1811 Mitglied des preußischen Kammergerichts, 1812 vortragender Rat im Departement der höhern und Sicherheitspolizei, 1817 Direktor des Polizeiministeriums sowie Mitglied des Staatsrats, 1824 Direktor der Unterrichtsabteilung im Kultusministerium, 1825 Direktor im Justizministerium, 1832 Justizminister. Als solcher war er mit der Fortführung der Gesetzrevision und der obersten Leitung der Justizangelegenheiten in den Rheinprovinzen beauftragt, trat aber im Februar 1842 mit Beibehaltung seiner Stelle im Staatsrat in den Ruhestand. K., eifrig in Verfolgung der demagogischen Umtriebe, verfaßte einen »Kodex der Gendarmerie« (Berl. 1815), der unter anderm bei dem Wartburgfest 1817 den Flammen übergeben wurde. Von seinen übrigen zahlreichen Schriften sind noch heute zu nennen: »Beiträge zum mecklenburgischen Staats- und Privatrecht« (Schwerin 17951805, 6 Bde.); »Zivilrecht der Herzogtümer Mecklenburg« (das. 180524, 2 Bde.); »Handbuch des mecklenburgischen Zivilprozesses« (Berl. 1810; 2. Aufl. von Nettelbladt, das. 1822); »Die Provinzial- und statutarischen Rechte in der preußischen Monarchie« (das. 182628, 3 Bde.); »Aktenmäßige Darstellung der preußischen Gesetzrevision« (das. 1842). Auch gab er die »Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung« (Berl. 181444, 66 Bde.) und »Annalen der preußischen innern Staatsverwaltung« (das. 181739, 25 Bde.) heraus.

 

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 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
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107) Meyer
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110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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