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Kämmerer bis Kammerjäger (Bd. 6, Sp. 518 bis 519)
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Artikelverweis Kämmerer (lat. Camerarius), der Aufseher über eine Meyers Kammer (s. d.) oder sonstige Räumlichkeit, woselbst Kostbarkeiten oder Kunstschätze aufbewahrt werden, daher in fürstlichen Verwaltungen Silber- oder Kunstkämmerer; an manchen Höfen, z. B. in Wien und München, auch soviel wie Kammerherr. Der Oberstkämmerer zählt alsdann zu den obersten Hofchargen (s. Meyers Hof, S. 413). Auch ist K. der Titel des Verwalters der städtischen Finanzen (s. Meyers Kämmerei), und eines Geistlichen, der die Vermögensverwaltung eines Dekanatbezirks zu besorgen hat.
 
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Kämmererīt, Mineral, s. Chlorit.
 
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Kammer für Handelssachen (nicht zu verwechseln mit Handelskammer), s. Meyers Landgericht und Meyers Handelsgerichte.
 
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Kammerfurīer, s. Hoffurier.
 
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Kammergebirge, Berggruppe im östlichen Teil des Dachsteingebirges, mit der Kammspitze (2141 m); s. Karte »Salzburg«.
 
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Kammergericht, das frühere Appellationsgericht für die Stadt Berlin und für den Regbez. Potsdam in Berlin. Durch besondern königlichen Erlaß ist die Bezeichnung K. für das Oberlandesgericht der Provinz Brandenburg in Berlin beibehalten worden. Dasselbe hat in Angelegenheiten der Freiwilligen Meyers Gerichtsbarkeit (s. d.) einschließlich Grundbuchsachen für sämtliche preußische Oberlandesgerichte die Entscheidung über das Rechtsmittel der weitern Beschwerde, außerdem ist es zugleich in Strafsachen als oberstes Landesgericht für den preußischen Staat tätig. Vgl. Franklin, Das königliche K. vor dem Jahr 1495 (Berl. 1871); Holtze, Geschichte des Kammergerichts in Brandenburg-Preußen (das. 18901904, 4 Bde.). K. ist auch die abgekürzte Bezeichnung für Meyers Reichskammergericht (s. d.).
 
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Kammergerichtsordnungen, s. Meyers Gerichtsordnung.
 
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Kammergeschütz, s. Meyers Kammer (militärisch).
 
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Kammergut, s. Meyers Kammer und Meyers Domäne.
 
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Kammerherr und Kammerjunker, Hofbeamte, die den Ehrendienst bei fürstlichen Personen zu versehen haben, und zwar ist der Kammerherr (in Österreich und Bayern Kämmerer genannt) der höher gestellte.

[Bd. 6, Sp. 519]


Sein Abzeichen ist der goldene Kammerherrnschlüssel. Für Österreich vgl. »Kämmerer-Almanach. Historischer Rückblick auf die Entwickelung der Kämmererwürde« (Wien 1903).
 
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Kammerjäger, früher der Leibjäger eines Fürsten; setzt besonders derjenige, der das Fangen und Vertreiben von Ratten, Mäusen und anderm Ungeziefer als Geschäft betreibt.

 

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