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Kamaldŭlenser-Einsiedler bis Kambieren (Bd. 6, Sp. 500 bis 501)
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Artikelverweis Kamaldŭlenser-Einsiedler (Kamaldulisten oder Romualdiner), ein vom heil. Romuald (s. d.) 1012 gestifteter geistlicher Orden mit der Regel des heil. Benedikt (daher weiße Benediktiner), der nach seinem ersten Sitz, Camaldoli (Campo Maldoli bei Arezzo in den Apenninen), benannt und 1072 von Papst Alexander

[Bd. 6, Sp. 501]


II. bestätigt wurde. Die K. tragen einen weißen langen Rock, ein Skapulier, eine runde Kapuze und Schuhe. Der Genuß von Fleisch war untersagt. Während der großen Fasten pflegten viele, dem Beispiel des Stifters nacheifernd, ein 40tägiges Schweigen zu beobachten. Gegen die Benediktinische Regel führte Romuald das beschauliche, aller Einwirkung nach außen fremde Einsiedlerleben ein, was dem Orden im Verlauf der Zeit sehr nachteilig ward. Denn kaum hatte sich 1300 die Kamaldulenser-Einsiedelei San Michele di Murano bei Venedig zu einem förmlichen Kloster erhoben (Kamaldulenser-Cönobiten), als sich demselben sogleich die Kamaldulenser-Observanten, d. h. die der ursprünglichen Regel treu Gebliebenen, feindlich gegenüberstellten, und seitdem zerspaltete sich der Orden in langjährigen Zwistigkeiten in mehrere Kongregationen, jede mit eigenem General (Major) und eigenen Satzungen. Der Orden, der nie sehr zahlreich war, hat jetzt nur noch etwa 200 Mitglieder in sechs Niederlassungen, davon fünf in Italien, eine in Bielang in der Diözese Krakau. Papst Gregor XVI. war ein Kamaldulenser. Vgl. Heimbucher, Die Orden und Kongregationen der katholischen Kirche, Bd. 1 (Paderb. 1896).
 
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Kamant, Volksstamm in Abessinien, s. Meyers Falascha.
 
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Kamaon, ind. Landschaft, s. Meyers Kumaon.
 
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Kamaran, kleine Inselgruppe im Roten Meer, an der arabischen Küste, 130 qkm groß, unter britischer Hoheit. Die ärmliche Fischerbevölkerung (100 Einw.) lebt in sieben kleinen, elenden Dörfern. Albuquerque besetzte K. 1513 nach seinem unglücklichen Angriff auf Aden zeitweilig; als 1858 das Kabel nach Bombay gelegt wurde, nahm England von der Insel Besitz.
 
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Kamaschen, s. Meyers Gamaschen.
 
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Kamassinzen, s. Samojeden.
 
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Kamazīt, soviel wie Balkeneisen, s. Meyers Meteorsteine.
 
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Kambangan, Insel, s. Meyers Banjumas.
 
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Kamberg (Camberg), Stadt im preuß. Regbez. Wiesbaden, Kreis Limburg, im sogen. goldenen Grund, am Emsbach und an der Staatsbahnlinie Frankfurt a. M.-Limburg, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Denkmal des Freiherrn v. Schütz, Schloß, Taubstummenanstalt, Amtsgericht, Ziegelbrennerei, Bürstenfabrik und (1900) 2419 meist kath. Einwohner. K. gehörte bis 1388 zur Grafschaft Diez und kam dann an Nassau-Dillenburg.
 
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Kambiāl, was auf Wechsel (ital. cambio) Bezug hat; Kämblatrecht, soviel wie Wechselrecht.
 
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Kambieren (ital.), Wechselgeschäfte treiben.

 

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