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Kalycifloren bis Kalzīt (Bd. 6, Sp. 499 bis 500)
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Artikelverweis Kalycifloren (Kelchblütler), eine größere Abteilung im natürlichen Pflanzensystem, zuerst von De Candolle aufgestellt, begreift alle diejenigen Dikotylen mit freien Blumenblättern, bei denen die Krone perigyn oder epigyn ist.
 
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Kalydon, antike Stadt in Ätolien, unweit der Mündung des Euenos, im Lande der Kureten, von Äolos gegründet; in historischer Zeit selten erwähnt und zu Strabons Zeit ganz heruntergekommen. Reste beim heutigen Kurtaga. Danach benannt war die von Dichtern oft behandelte kalydonische Jagd. Öneus, König von K., hatte einst der Artemis zu opfern vergessen,

[Bd. 6, Sp. 500]


weshalb diese den gewaltigen kalydonischen Eber zur Verwüstung des königlichen Gebiets sandte. Meleagros, Öneus' Sohn, rief zur Erlegung der Bestie die berühmtesten hellenischen Heroen zusammen. Zuerst verwundete Atalante den Eber, dann traf ihn Meleagros tödlich, die übrigen erlegten ihn völlig. Über Kopf und Haut des Tieres entbrannte dann ein Streit unter den Helden, der dem Meleagros (s. d.) das Leben kostete.
 
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Kalykádnos, Fluß in Kilikien, in dem Kaiser Friedrich Barbarossa ertrank; jetzt Göksu.
 
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Kalykanthazeen, dikotyle, nur etwa vier Arten umfassende Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Polycarpicae, Sträucher mit gegenständigen Blättern und perigynen Blüten (s. Abbildung), welche durch die spiralige Anordnung ihrer zahlreichen Glieder ausgezeichnet sind. Diese Familie besteht aus den Gattungen Calycanthus, die mit wenigen Arten in Nordamerika, und Chimonanthus, die in Japan einheimisch ist. Die K. enthalten zimtähnliche aromatische Bestandteile und werden in ihrem Vaterland arzneilich angewendet.
 
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Kalymna, eine der Sporaden, an der kleinasiatischen Küste, nördlich von Kos, 109 qkm groß, kahl, bis 685 m hoch, von Doriern bewohnt. Jetzt Kalymnos, ein Kaza des Sandschak Rhodos des türkischen Inselwilajets bildend, mit gleichnamiger Hauptstadt im SW., Schwammfischerei und 12,000 Einw.
 
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Kalymnos, türk. Insel, s. Meyers Kalymna.
 
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Kalypso, bei Homer eine Nymphe auf der Insel Ogygia, Tochter des Atlas, nahm den schiffbrüchigen Odysseus freundlich auf und behielt ihn sieben Jahre bei sich. Nach späterer Sage starb sie aus Gram, als sie ihn auf Geheiß der Götter entlassen mußte.
 
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Kalyptrogēn (griech.), s. Meyers Vegetationspunkt.
 
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Kalzeolarĭen, s. Calceolaria.
 
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Kalzination (v. lat. calx, Kalk, »Verkalkung«), ursprünglich das Glühen im offenen Feuer, wobei Metalle Sauerstoff aufnehmen, nach der frühern Auffassung verkalken. Gegenwärtig versteht man unter K. auch ein Glühen von Substanzen zum Austreiben flüchtiger Stoffe (Wasser, Kohlensäure, Organisches), wobei entweder gleichzeitig eine Oxydation bezweckt wird, also Luft zutreten muß (K. von Eisenvitriol zur Austreibung von Wasser und Oxydation des Eisenoxyduls zu Oxyd, K. der Pottasche zur Entfernung von Wasser und zum Verbrennen organischer Substanzen), oder nicht (K. von Borax zur Entfernung von Wasser, des Galmeis zur Verflüchtigung von Kohlensäure). Zuweilen bezweckt man mit der K. lediglich eine Oxydation, z. B. Umwandlung von Kupfer in Kupferoxyd behufs der Kupfervitriolbereitung. Zum Kalzinieren benutzt man Kalzinieröfen, Kalzinierherde und gewöhnliche Flammöfen.
 
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Kalzīt (Calcit), s. Meyers Kalkspat.

 

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102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
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 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
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