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Kaltluftmaschinen bis Kalumnĭant (Bd. 6, Sp. 498 bis 499)
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Artikelverweis Kaltluftmaschinen, eine Gruppe der Eismaschinen; s. Meyers Kälteerzeugungsmaschinen, besonders S. 495.
 
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Kaltmeißel (Bank-, Hartmeißel), Meißel zur kalten Bearbeitung der Metalle.
 
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Kaltschüren, s. Meyers Glas, S. 889.
 
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Kaltwasserkur, s. Meyers Wasserkur.
 
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Kaltwasserpumpe, s. Meyers Kondensation.
 
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Kaluga, Gouvernement in Großrußland (s. Karte »Mittleres Rußland«), grenzt im N. und NO. an das Gouv. Moskau, im O. an Tula, im S. an Orel, im W. an Smolensk und hat ein Areal von 30,929 qkm (561,6 QM.). Das Land bildet eine einförmige, waldreiche (die Wälder bedecken ein Drittel des gesamten Areals) und wenig fruchtbare Ebene, die nur hier und da hügelig wird. Unter den zahlreichen Flüssen und Bächen ist die schiffbare Oka mit Shisdra und Ugra der bedeutendste. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 5°. Die Bevölkerung belief sich 1897 auf 1,175,726 Seelen, ca. 38 auf 1 qkm. Die arbeitsamen Bewohner sind meist Großrussen; alle übrigen Nationalitäten betragen zusammen nicht mehr als 1/4 Proz. der Bevölkerung. Der Konfession nach befinden sich darunter etwa 96

[Bd. 6, Sp. 499]


Proz. Griechisch-Katholische, 3,7 Proz. Raskolniken, 0,2 Proz. Römisch-Katholische, 0,1 Proz. Juden. Von Getreidearten werden hauptsächlich Roggen und Hafer gebaut, doch nicht genug für den eignen Bedarf. Die Ernte war 1902: 218,700 Ton. Roggen, 133,100 T. Hafer, 33,900 T. Gerste, 278,900 T. Kartoffeln. Außerdem gedeihen Hanf, Zwiebeln, Kohl, Äpfel und Kirschen. Die Viehzucht wird nicht mit gehöriger Sorgfalt betrieben; man zählte 1902: 328,000 Stück Rindvieh, 278,000 Pferde, 445,000 Schafe, 252,000 Schweine. Die Bienenzucht ist nicht unbedeutend, auch beginnt sich die Käsebereitung zu entwickeln. Der Bergbau lieferte 1897: 48,114 Ton. Eisen und 21,640 Ton. Steinkohlen, daneben 32,400 kg Schwefelmetalle. Industrie wird eifrig betrieben, es gibt 348 gewerbliche Etablissements mit 13,595 Arbeitern und einem Produktionswert von etwa 7 Mill. Rubel. Die Industrie erstreckt sich besonders auf Fabrikation von Papier, Leder, Spiritus, Ol, Zündhölzern, Gußeisen und Maschinen. Der Handel ist bedeutend und wird besonders durch die Oka befördert. Das Gouvernement K. wird in elf Kreise eingeteilt: Borowsk, K., Koselsk, Lichwin, Malo-Jaroslawetz, Medyn, Meschtschowsk, Mossalsk, Peremyschl, Shisdra und Tarussa. K. bildet eine eigne Evarchie und hat einen eignen Bischof dritter Klasse mit dem Titel »Bischof von K. und Borowsk«. K. war früher eine Provinz des Großfürstentums Moskau und wurde 1796 ein Gouvernement.
 
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Kaluga, Hauptstadt des gleichnamigen russ. Gouvernements (s. oben), am linken Ufer der Oka und an der Jatschenka gelegen, Knotenpunkt der Eisenbahnen Sysran-Wjasma und Moskau-Brjansk-Kiew, hat 37 griechisch-orthodoxe, 2 römisch-kath. Kirchen, 3 Klöster, viele industrielle Etablissements, besonders für Leder, Bastmatten, Öl, Talg und Wachslichte und Kalugaer Kuchen, eine Stadtbank, ein Theater, 2 Gymnasien, ein Seminar, eine Realschule und mit den beiden Sloboden Jamskaja und Podsawalja (1897) 49,728 Einw. K. wird schon 1389 erwähnt.
 
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Kalugyer (Kaluger) heißen die rumänischen (walachischen) Mönche und Nonnen in der griechischen Kirche. Ihre Klöster blühten vom 15.17. Jahrh. 1864 nahm die rumänische Regierung Klöster und Kirchengut in Besitz. In Ungarn, Kroatien und Slawonien gibt es zurzeit noch 30 solche Klöster, darunter 13 in der Fruska Gora (im kroatisch-slawon. Komitat Syrmien). Die Mönche befassen sich meist mit Viehzucht und Ackerbau, die Nonnen mit Handarbeiten. S. Meyers Kalogeros.
 
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Kalugyér (spr. káludsēr, Kaluger), Dorf im ungar. Komitat Bihar, unweit des Bergwerksortes Vaskóh, mit (1901) 989 rumänischen (griechisch-orient.) Einwohnern, bekannt durch die in der Nähe befindliche Schwefelquelle Izbuk (magyar. Dagadó Forras, »schwellende Quelle«), die während der Monate Dezember bis Juli alle 6 Stunden unter heftigem Brausen aus einer tiefen Felsenkluft 12 Minuten lang hervorquillt, zuerst ein inneres, dann ein äußeres Becken füllt und, nachdem sie einen Wasserfall gebildet, im Felsen wieder verschwindet.
 
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Kalumbīn, Kalumbowurzel, s. Meyers Jatrorrhiza.
 
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Kalumnĭant (lat.), Verleumder.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
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 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
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110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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