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Kaltenbrunner bis Kälterückfall (Bd. 6, Sp. 497 bis 498)
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Artikelverweis Kaltenbrunner, Karl Adam, österreich. Dichter, geb. 30. Dez. 1804 in Enns, gest. 6. Jan. 1867 in Wien, besuchte das Gymnasium in Kremsmünster und Linz und betrat die Beamtenlaufbahn, in der er es bis zum Vizedirektor der Staatsdruckerei brachte, der er seit 1842 angehörte. 1829 veröffentlichte er seine ersten Dialektdichtungen in Firmenichs »Völkerstimmen« mit allseitigem Beifall; darauf folgten: »Vaterländische Dichtungen« (Linz 1838) und »Lyrische und epische Dichtungen« (Wien 1836); »Oberösterreichische Lieder« (Linz 1845); »Alm und Zither« (Wien 1846); »Österreichische Feldlerchen« (Nürnb. 1857); »Aus dem Traungau«, Dorf- und Volksgeschichten (Wien 1863). 1845 brachte er das Schauspiel »Ulrike« auf die Hofbühne, und sein Volksstück »Die drei Tannen« errang 1862 einen schönen Erfolg. Kaltenbrunners Eigentümlichkeit und Kraft liegt in seinen Gedichten im oberösterreichischen Dialekt; in ihnen ist er gleich weit von »dörpischer« Schwere wie von idyllischer Süßlichkeit entfernt. Vgl. Wihan, Karl Adam K. als mundartlicher Dichter (Linz 1904).
 
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Kaltenhausen, Stadt, s. Meyers Bitsch.
 
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Kaltenleutgeben, Dorf in Niederösterreich, Bezirksh. Mödling, 347 m ü. M., an der Liesing und der Linie Liesing-K. der Südbahn gelegen, beliebte Sommerfrische, mit schöner Umgebung, hat 2 Kaltwasserheilanstalten (1903: 2316 Kurgäste), Kalkbrennerei, Zementfabrikation und (1900) 2119 Einw. Südlich erhebt sich der Höllenstein (646 m) mit der Aussichtswarte Julienturm. Vgl. Winternitz, K. und die Wasserheilanstalt (Wien 1890).
 
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Kaltenmoser, Kaspar, Maler, geb. 25. Dez. 1806 in Horb (Württemberg), gest. 7. März 1867 in München, war erst als Lithograph tätig und kam 1830 in die Münchener Akademie. Vier Jahre später war K. schon ein beliebter Künstler, dessen Wirtshausszene 1834 als Vereinsblatt lithographiert wurde. Eine 1843 nach Istrien unternommene Studienreise gab ihm vielfache Anregung und schloß mit der Rückreise über Oberitalien. Von seinen mit größter Sorgfalt

[Bd. 6, Sp. 498]


ausgeführten, lebendig komponierten Bildern, deren Stoffe er meist dem Leben der Landleute des Schwarzwaldes, der Schweiz und Istriens entnahm, sind die hervorragendsten: der Ehekontrakt (1839), Zither- und Maultrommelspieler (1840), das Brautpaar beim Pfarrer (1849), das Holundermus (1851), die verschmähte Liebesgabe (1858), ein istrisches Mädchen (1858), schwäbische Familienszene (1866).
 
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Kaltennordheim, Flecken im sachsen-weimar. Kreis Eisenach, an der Felda und der Staatsbahnlinie Dorndorf-K., 432 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, Schloß, Gewerbeschule, Amtsgericht, Holzwarenfabrikation, Holzschnitzerei und (1900) 1736 Einw.
 
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Kalte Pisse, s. Meyers Harnzwang.
 
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Kältepol, s. Meyers Isothermen und Meyers Klima.
 
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Kalter Berg, s. Meyers Silvretta.
 
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Kaltern, Marktflecken in Tirol, Bezirksh. Bozen, 424 m ü. M., Hauptort von Überetsch, durch den Mittelberg vom Etschtal geschieden, am Fuße des Meyers Mendelgebirges (s. d.), an der Überetscher- und Mendelbahn (Bozen-K. und K.-Mendel), Sitz eines Bezirksgerichts, hat eine Dechanteikirche, ein Franziskanerkloster, vorzüglichen Weinbau (Kalterer Seewein), Weinhandel, Elektrizitätswerk und (1900) 1586 (als Gemeinde 4539) Einw. 3 km südlich liegt der Kalterer See (208 m ü. M., 140 Hektar groß). In der Nähe befinden sich mehrere Schlösser.
 
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Kalter Schlag, s. Meyers Gewitter, S. 807.
 
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Kälterückfall. Die Lufttemperatur ändert sich im Laufe des Jahres in Europa nicht stetig, sondern in Schwankungen um einen der Jahreszeit entsprechenden Mittelwert. Tritt im Frühjahr nach einer Reihe warmer Tage wieder kühlere Witterung ein, so nennt man diese Temperaturerniedrigung einen K. Er wird meist nur dann beachtet, wenn die Temperatur bis auf oder unter den Gefrierpunkt herabgeht und die Vegetation Schaden erleidet. Deshalb erscheinen die Meyers Maifröste (s. d.) viel beträchtlicher als z. B. die noch regelmäßiger wiederkehrenden und noch energischern Kälterückfälle im Juni, bei denen wegen der in diesem Monat herrschenden höhern Temperaturen ein Sinken unter den Frostpunkt ausgeschlossen ist. Den Kälterückfällen geht ein rasches Steigen der Temperatur voraus, so daß namentlich im SO. Europas hohe Temperaturen liegen, die wieder eine für das Eintreffen eines Kälterückfalles charakteristische Verteilung des Luftdruckes hervorrufen: hohen Luftdruck im W., niedrigen im O., demzufolge in Mitteleuropa kühle Winde aus N. und NW. wehen. Daher schreitet die Abkühlung von NW. nach SO. fort. Für andre Erdteile sind Untersuchungen über Kälterückfälle noch nicht angestellt. Vgl. Marten, Über die Kälterückfälle im Juni (Berl. 1902).

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
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 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
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 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
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109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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