Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kaltenborn-Stachau bis Kalter Berg (Bd. 6, Sp. 497 bis 498)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kaltenborn-Stachau, Hans Karl Georg von, preuß. General und Kriegsminister, geb. 23. März 1836 in Magdeburg, gest. 16. Febr. 1898 in Braunschweig, wurde im Kadettenkorps erzogen, 1854 Leutnant, besuchte 185760 die Kriegsakademie, kam dann zur topographischen Abteilung des Grof;en Generalstabes und war während des Krieges gegen Dänemark Mitglied der Eisenbahnlinienkommission in Altona und wohnte dem Übergang nach Alsen bei. 1864 dem Generalstab zugeteilt und 1865 zum Hauptmann ernannt, nahm er beim 4. Korps am Feldzug von 1866 in Böhmen teil, ward 1868 Kompaniechef und kam 1869 in den Großen Generalstab. 1870 zum Major befördert, machte er im Generalstab des 7. Armeekorps den Krieg gegen Frankreich mit, ward 1874 Bataillonskommandeur, 1878 Oberst und Kommandeur des 53. Infanterieregiments, 1881 des Kaiser Alexander-Gardegrenadierregiments, 1884 Generalmajor und Chef des Generalstabs des Gardekorps, 1885 Kommandeur der 2. Gardeinfanteriebrigade. 1888 mit der Führung der 3. Division beauftragt, erhielt er 4. Aug. d. J. unter Beförderung zum Generalleutnant das Kommando der 2. Gardeinfanteriedivision und war 6. Okt. 1890 bis 19. Okt. 1893 Kriegsminister.
 
Artikelverweis 
Kaltenborn von Stachau, Karl, Freiherr von, Staatsrechtslehrer, geb. 21. Juli 1817 in Halle a. S., ward 1853 außerordentlicher, 1861 ordentlicher Professor in Königsberg und 1864 in das kurhessische Ministerium berufen; starb 19. April 1866 in Kassel. Er schrieb: »Kritik des Völkerrechts« (Leipz. 1847); »Die Vorläufer des Hugo Grotius« (das. 1848,2 Abtlgn.); »Staat, Gemeinde, Kirche und Schule, insbes. Universitäten und ihre Reform« (Halle 1848); »Grundsätze des praktischen europäischen Seerechts« (Berl. 1851, 2 Bde.), sein Hauptwerk: »Geschichte der deutschen Bundesverhältnisse u. Einheitsbestrebungen von 18061856« (das. 1857, 2 Bde.); »Einleitung in das konstitutionelle Verfassungsrecht« (Leipz. 1863); »Die Volksvertretung und die Besetzung der Gerichte, besonders des Staatsgerichtshofs« (das. 1864).
 
Artikelverweis 
Kaltenbrunn, s. Meyers Tegernsee.
 
Artikelverweis 
Kaltenbrunner, Karl Adam, österreich. Dichter, geb. 30. Dez. 1804 in Enns, gest. 6. Jan. 1867 in Wien, besuchte das Gymnasium in Kremsmünster und Linz und betrat die Beamtenlaufbahn, in der er es bis zum Vizedirektor der Staatsdruckerei brachte, der er seit 1842 angehörte. 1829 veröffentlichte er seine ersten Dialektdichtungen in Firmenichs »Völkerstimmen« mit allseitigem Beifall; darauf folgten: »Vaterländische Dichtungen« (Linz 1838) und »Lyrische und epische Dichtungen« (Wien 1836); »Oberösterreichische Lieder« (Linz 1845); »Alm und Zither« (Wien 1846); »Österreichische Feldlerchen« (Nürnb. 1857); »Aus dem Traungau«, Dorf- und Volksgeschichten (Wien 1863). 1845 brachte er das Schauspiel »Ulrike« auf die Hofbühne, und sein Volksstück »Die drei Tannen« errang 1862 einen schönen Erfolg. Kaltenbrunners Eigentümlichkeit und Kraft liegt in seinen Gedichten im oberösterreichischen Dialekt; in ihnen ist er gleich weit von »dörpischer« Schwere wie von idyllischer Süßlichkeit entfernt. Vgl. Wihan, Karl Adam K. als mundartlicher Dichter (Linz 1904).
 
Artikelverweis 
Kaltenhausen, Stadt, s. Meyers Bitsch.
 
Artikelverweis 
Kaltenleutgeben, Dorf in Niederösterreich, Bezirksh. Mödling, 347 m ü. M., an der Liesing und der Linie Liesing-K. der Südbahn gelegen, beliebte Sommerfrische, mit schöner Umgebung, hat 2 Kaltwasserheilanstalten (1903: 2316 Kurgäste), Kalkbrennerei, Zementfabrikation und (1900) 2119 Einw. Südlich erhebt sich der Höllenstein (646 m) mit der Aussichtswarte Julienturm. Vgl. Winternitz, K. und die Wasserheilanstalt (Wien 1890).
 
Artikelverweis 
Kaltenmoser, Kaspar, Maler, geb. 25. Dez. 1806 in Horb (Württemberg), gest. 7. März 1867 in München, war erst als Lithograph tätig und kam 1830 in die Münchener Akademie. Vier Jahre später war K. schon ein beliebter Künstler, dessen Wirtshausszene 1834 als Vereinsblatt lithographiert wurde. Eine 1843 nach Istrien unternommene Studienreise gab ihm vielfache Anregung und schloß mit der Rückreise über Oberitalien. Von seinen mit größter Sorgfalt

[Bd. 6, Sp. 498]


ausgeführten, lebendig komponierten Bildern, deren Stoffe er meist dem Leben der Landleute des Schwarzwaldes, der Schweiz und Istriens entnahm, sind die hervorragendsten: der Ehekontrakt (1839), Zither- und Maultrommelspieler (1840), das Brautpaar beim Pfarrer (1849), das Holundermus (1851), die verschmähte Liebesgabe (1858), ein istrisches Mädchen (1858), schwäbische Familienszene (1866).
 
Artikelverweis 
Kaltennordheim, Flecken im sachsen-weimar. Kreis Eisenach, an der Felda und der Staatsbahnlinie Dorndorf-K., 432 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, Schloß, Gewerbeschule, Amtsgericht, Holzwarenfabrikation, Holzschnitzerei und (1900) 1736 Einw.
 
Artikelverweis 
Kalte Pisse, s. Meyers Harnzwang.
 
Artikelverweis 
Kältepol, s. Meyers Isothermen und Meyers Klima.
 
Artikelverweis 
Kalter Berg, s. Meyers Silvretta.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer