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Kallmorgen bis Kalmar (Bd. 6, Sp. 487)
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Artikelverweis Kallmorgen, Friedrich, Maler, geb. 15. Nov.;856 in Altona, studierte von 187577 auf der Düsseldorfer Kunstakademie und bildete sich dann bei Gude in Karlsruhe weiter, mit dem er 1880 nach Berlin ging, wo er jedoch nur ein halbes Jahr blieb. Nach Karlsruhe zurückgekehrt, setzte er dort seine Studien in der Landschaftsmalerei bei Baisch und Schönleber fort, die besonders auf seine koloristische Ausbildung von Einfluß wurden. Letztere wurde noch erweitert durch eine Reise nach Holland, die ihm eine Reihe von Motiven zu Landschaften und Straßenansichten bot, auf denen der figürlichen Staffage eine bedeutsame Rolle angewiesen ist. In seinen Bildern vereinigt sich plastische Darstellung mit Kraft der Färbung, schlichter Wahrheit der Auffassung und einem Streben nach wirksamer Beleuchtung. Seine Hauptwerke sind: Sommertag in der Heide (1880); Kornfeld und Obstbäume (1881); der Studienplatz; Ostermontag (mit Musikanten); Kanalbau an der Nordsee (1884); Feierabend und der Brief aus Amerika (1886, holländische Motive); der Feuerreiter; der blinde Musikant (1887); Fischerdorf an der schleswigschen Küste; die Strickschule (1889); Nachbarskinder; die Neugierigen; die betenden Kinder (1891); der Dorfbrand; der Erzähler (1893); Markt in Karlsruhe; die Büste des Kaisers (Gipsfigurenhändler im Dorfe); Michaeliskirche in Hamburg; am Landungsplatze des Fährdampfers; Flachsscheuer in Holland und Elbe bei Hamburg. In neuerer Zeit hat er sich mehr der landschaftlichen Stimmungsmalerei im realistischen Sinne zugewandt und auch die Originallithographie gepflegt. 1887 erhielt er die kleine goldene Medaille der Berliner Ausstellung. Anfang 1902 folgte er einem Ruf als Lehrer an der Kunstakademie in Berlin. Er veröffentlichte: »Ins Land der Mitternachtssonne. Tagebuch eines Malers. Schilderungen von der Nordlandreise der Auguste Viktoria« (Leipz. 1899). Seine Gattin ist die Stillebenmalerin Hormuth-K. (s. d.).
 
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Kallnberg (Callnberg), Stadt in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Glauchau, an der Staatsbahnlinie St. Egidien-Stollberg, nur durch die Rödlitz von Meyers Lichtenstein (s. d.) getrennt, 322 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Lehrerinnenseminar, Weberei, Strumpfwirkerei, Fabrikation von Bett- und Tischdecken, Portieren- und Vorhangstoffen und künstlichen Blumen und (1900) 3385 Einw. K. wurde 1716 von Meyers Lichtenstein (s. d.) abgetrennt und zur Stadt erhoben.
 
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Kallon, griech. Bildhauer, s. Meyers Kalon.
 
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Kallŏne (»Schönheit«), mutmaßlicher Name einer Göttin der samothrakischen Mysterien.
 
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Kallosität (lat.), soviel wie Schwiele (callus).
 
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Kalinihanf (Kankhurahanf), s. Ramie.
 
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Kallundborg, Hafenstadt auf der Westküste der dänischen Insel Seeland, Amt Holbäk, Endpunkt der Staatsbahnlinie Kopenhagen-K., mit einer berühmten, von Esbern Snare gebauten, in den letzten Jahrzehnten restaurierten fünftürmigen Kirche und (1901) 4322 Einw. Das um 1170 erbaute, im 16. Jahrh. mehrmals (so 154959 für Christian II.) als Staatsgefängnis benutzte Schloß ward 1659 von den Schweden völlig zerstört. Vgl. M. Lund, Optegnelser om K. Kjöbstad (Kopenh. 1854); F. A. Ussing, Efterretninger om K. (das. 1869).
 
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Kallynterĭen, s. Plynterien und Kallynterien.
 
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Kálmán (latinisiert Kolomanus), ungar. Personenname, s. Meyers Koloman.
 
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Kalmank (Kalamank), älterer Name für Lasting (s. d.).
 
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Kalmar (v. ital. calamaio, »Tintenfaß«; Loligo), Gattung der Tintenschnecken, mit nacktem, zylindrischem, hinten zugespitztem Körper, großen Augen am Kopf, mit Flossen, die dem Hinterende die Gestalt einer Pfeilspitze geben, 10 Armen und mehreren Reihen von Saugnäpfen auf den beiden Fangarmen. Im Rücken liegt eine biegsame hornige Schulpe. Der gemeine K. (L. vulgaris, s. Tafel Meyers »Aquarium I«, Fig. 12 u. 13; der Laich desselben s. Tafel Meyers »Eier von Fischen etc.«, Fig. 8) ein ungemein zartes, zierliches Tier mit zwei großen Augen und halbdurchsichtigem Körper, lebt im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean gewöhnlich scharenweise beisammen; er schwimmt ebenso leicht vor- wie rückwärts und ernährt sich von kleinen Krebsen, wird aber selbst die Beute der größern Fische und ist auch eßbar. In der Tiefsee kommen riesige Exemplare nahe verwandter Gattungen vor (s. Meyers Kraken).

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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