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Kallikrătes bis Kallirrhoë (Bd. 6, Sp. 485 bis 486)
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Artikelverweis Kallikrătes, griech. Architekt des 5. Jahrh. v. Chr., der in Gemeinschaft mit Iktinos den Parthenon auf der Akropolis in Athen erbaute (s. Meyers Athen, S. 24).
 
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Kallikratĭdas, einer der wenigen spartan. Feldherren, die sich zur See ausgezeichnet haben, folgte 406 v. Chr., noch sehr jung, dem Lysandros, der ihm aus Eifersucht viel Schwierigkeiten verursachte, im Oberbefehl über die Flotte und versuchte die Athener auch aus dem nördlichen Teil der Küste von Kleinasien zu verdrängen. Er eroberte Methymna auf Lesbos und schloß den athenischen Flottenführer Konon mit seiner Flotte bei Mytilene ein. Mutig wagte er auch den Kampf mit der zu Hilfe gesandten überlegenen Flotte der Athener bei den Arginusen (406), fand aber in ihm dadurch, daß er beim Anprallen

[Bd. 6, Sp. 486]


seines Schiffes an ein feindliches über Bord stürzte, seinen Tod, worauf die Seeschlacht, die größte, in der Griechen gegeneinander gestritten haben, für die Spartaner verloren ging.
 
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Kallilogie (griech.), Schönredekunst, Beredsamkeit.
 
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Kallimachos, 1) griech. Bildhauer, in Athen um die 89.84. Olympiade (424404 v. Chr.) tätig. Man nennt von ihm tanzende Spartanerinnen; eine sitzende Hera in Platää; die goldene Lampe, die Tag und Nacht im Erechtheion zu Athen brannte. K. kann zwar nicht, wie berichtet wurde, die Kunst, den Marmor zu bohren, erfunden haben, scheint aber mit starker Anwendung des Bohrers eine große Virtuosität in der Technik erreicht zu haben. Er war nie mit seinen Arbeiten zufrieden, sondern feilte und besserte endlos an ihnen herum, daher er auch den Beinamen Katatexitechnos erhielt. Vitruv schreibt ihm die Erfindung des korinthischen Kapitells und der korinthischen Säulenordnung zu. Nach Plinius war er auch als Maler tätig.
   2) Griech. Dichter und Grammatiker, Sohn des Bakos aus Kyrene, um 310238 v. Chr., hielt nach Vollendung seiner Studien in Athen eine Schule zu Eleusis, einer Vorstadt von Alexandria, bis ihn Ptolemäos Philadelphos an den Hof zog, wahrscheinlich auch zum Vorsteher der Bibliothek ernannte. Er genoß als Gelehrter wie als Dichter das höchste Ansehen; die bedeutendsten Gelehrten und Dichter der Zeit, wie Eratosthenes, Aristophanes von Byzanz, Apollonios von Rhodos, waren seine Schüler. Durch seine nach Fächern und in diesen chronologisch geordneten Verzeichnisse (pinăkes) der alexandrinischen Bücherschätze in 120 Büchern legte er den Grund zu der griechischen Literaturgeschichte. Im ganzen wurden ihm 800 prosaische und poetische Schriften verschiedenartigsten Inhalts beigelegt. Vollständig erhalten haben sich nur 6 Hymnen und 63 Epigramme und in der Übersetzung des Catull die Elegie »Die Locke der Berenike«. In den Elegien (hauptsächlich enthalten in den 4 Büchern »Aitia«, einer Sammlung griechischer Ursprungs- und Gründungslegenden), die namentlich die Römer sehr schätzten und nachahmten, wie Catull, Properz und Ovid, bestand seine Hauptstärke. Viel gefeiert war auch sein kleines idyllisches Epos »Hekale«. Wie die erhaltenen Überreste zeigen, waren die Elemente seiner Poesie Kunst und Gelehrsamkeit, nicht eigentliche poetische Begabung. Ausgabe der gesamten Überreste von O. Schneider (Leipz. 187073, 2 Bde.), der Hymnen und Epigramme von Meineke (Berl. 1861) und v. Wilamowitz (2. Aufl., das. 1897); Übersetzung der Hymnen von Schwenk (Stuttg. 1833).
 
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Kallinīkon, Stadt, s. Meyers Rakka.
 
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Kallinīkos, Beiname des Meyers Herakles (s. d., S. 185, Spalte 2).
 
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Kallīnos, griech. Elegiker, aus Ephesos, lebte um 670 v. Chr., zur Zeit des Einfalls der Kimmerier in Kleinasien. In dem einzigen von ihm erhaltenen Gedicht spornt er seine Landsleute in einfacher männlicher Weise zu tapferm Kampf an (abgedruckt in Bergks »Poetae lyrici graeci«, Bd. 2; übersetzt von E. Geibel im »Klassischen Liederbuch«). Vgl. Geiger, De Callini aetate (Erlang. 1877).
 
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Kalliŏpe (griech., die »Schönstimmige«), die erste und älteste der neun Musen, Vertreterin der epischen Dichtkunst, Mutter des Orpheus, mit Schreibtafel und Griffel als Attributen. Vgl. Musen (mit Abbildung).
 
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Kallipädīe (griech.), die Kunst, Kinder zu schönen Menschen zu erziehen.
 
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Kallipygos (griech., »mit schönem Hintern«), Beiname der Aphrodite, von ihren Statuen gebraucht, die sie nach hinten blickend darstellen. Der Name wird auf folgenden Vorfall zurückgeführt. Zwei sizilische Mädchen stritten, welche am Hinterteil schöner sei. Ein Jüngling entschied als Schiedsrichter für die ältere und heiratete sie, sein Bruder die andre. Beide Frauen errichteten der Aphrodite zu Syrakus einen Tempel mit ihrem Bild in obiger Stellung. Eine Statue dieser Art ist im Nationalmuseum zu Neapel.
 
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Kallirrhoë, Tochter des Okeanos und der Tethys, Mutter des Geryones und der Echidna; außerdem Name von Quellnymphen.

 

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102) Lyra
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