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Kalksandstein bis Kalkspat (Bd. 6, Sp. 482)
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Artikelverweis Kalksandstein s. Meyers Mauersteine.
 
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Kalksandziegel s. Meyers Mauersteine.
 
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Kalksburg, Dorf in Niederösterreich, Bezirksh. Hietzing, an der Liesing und der Dampfstraßenbahn Hietzing-Mödling, hat ein Jesuitenkloster mit Gymnasium und (1900) 1105 Einw.
 
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Kalkscheffel, s. Meyers Kalkmaß.
 
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Kalkschiefer, schieferig ausgebildeter Kalkstein verschiedenen Alters. Tertiär ist der K. von Öningen bei Stein a. Rh., die Lagerstätte des Andrias Scheuchzeri, vieler Fische, Insekten und einer reichen Flora; zum Wealden gehören die sogen. Einbeckhäuser Plattenkalke, zum weißen Jura die von Solnhofen. Über die Benutzung s. Meyers Kalkstein.
 
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Kalkschlotten, Höhlen im Kalkstein, besonders im Zechsteingebirge Thüringens u. a. O.; s. Meyers Schlotten.
 
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Kalkschwämme, s. Meyers Schwämme.
 
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Kalkschwefelleber, s. Calciumsulfurete.
 
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Kalksilikāthornfels, Gestein, soviel wie Meyers Kalkhornfels (s. d.).
 
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Kalksinter, körniges oder faseriges Gestein, das aus Kalkspat, seltener aus Aragonit (Antiparos. Karlsbad) besteht und sich in Krusten oder Platten. auch in Form von Stalaktiten und Stalagmiten bildet, indem sich kohlensaurer Kalk aus dem fließenden und sickernden Wasser abscheidet. Häufig zeigt der K. gelbliche und braune Farbentöne, auch in streifiger oder wellenförmiger Anordnung. Oft versteht man unter K. auch den Kalktuff. Vgl. die Artikel »Sinter« und »Sprudelstein« sowie Tafel Meyers »Quellen II«, Fig. 4.
 
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Kalkspat (Calcit), Mineral, die rhomboedrische Modifikation des kohlensauren Kalkes, enthält im reinen Zustande, wie der Aragonit (s. d.), 44 Proz Kohlensäure und 56 Proz. Kalk; doch sind von letzterm häufig geringe Anteile durch Bittererde, Eisen- und Manganoxydul, seltener durch Zinkoxyd vertreten. Die Kristalle des Kalkspates weisen ungemein zahlreiche (mehr als 200) Formen auf, die zu den mannigfachsten Kombinationen zusammentreten. Er ist ausgezeichnet rhomboedrisch spaltbar, selten wird muscheliger Bruch beobachtet. Härte 3, spez. Gew. 2,62,8, durchsichtig bis undurchsichtig, in erster. u Fall mit ausgezeichneter doppelter Strahlenbrechung (Doppelspat), glasglänzend bis matt, auf den Spaltflächen perlmutterglänzend, wasserhell, weiß, häufig auch gelb, rot, braun, schwarz, selten grün oder blau. Zuweilen ist er durchdrungen von Bitumen (bituminöser K. oder Stinkspat und Stinkkalk), minder oft gemengt mit Kohle (Kohlenkalkspat oder Anthrakonit), auch schließt er hier und da (bei Fontainebleau, Wien etc.) Quarzsand in größerer Menge ein (sogen. kristallisierter Sandstein). K. löst sich in Salzsäure unter starkem Aufbrausen, selbst in Essigsäure (Unterschied von Bitterspat und Verwandten), nicht in reinem, wohl aber in kohlensäurehaltigem Wasser. Die sehr mannigfaltigen Varietäten dieses wegen seiner großen Verbreitung äußerst wichtigen Minerals werden unter verschiedenen Namen ausgeführt. Der eigentliche K. begreift die frei auskristallisierten oder doch deutlich individualisierten Varietäten, wie sie besonders schon bei Andreasberg, Freiberg, Auerbach, in Derbyshire, Cumberland vorkommen. Hierher gehört auch der isländische Doppelspat, der zu Polarisationsapparaten benutzt wird, sowie der ähnlich verwendbare K. aus dem körnigen Kalk von Auerbach. Der kristallinische K. ist entweder stängelig und faserig (Faserkalk, faseriger Kalksinter, Kalkalabaster, Atlasstein zum Teil, seidenglänzend, oft farblos, auch gelblichbraun, rot, grün), oder feinschalig (Schieferspat), oder körnig bis dicht (Marmor, Kalkstein, Kalktuff). Diese letztern Varietäten (s. die einzelnen Artikel) treten gesteinsbildend auf und setzen für sich allein mächtige Schichtenkomplexe zusammen. Der erdige K. oder Calcit ist zerreiblich und abfärbend, meist weiß, matt; zu ihm rechnet man

[Bd. 6, Sp. 483]


die Meyers Bergmilch (s. d.), die Meyers Kreide (s. d.) sowie den Wiesenkalk, Wiesenmergel oder Alm (s. Meyers Seekreide). Indem kohlensäurehaltige Wasser durch kalkige Gesteine hindurchsickern, lösen sie kohlensauren Kalk auf, setzen ihn, sobald ihre Kohlensäure ganz oder zum Teil entweicht, an den Wänden von Hohlräumen, so auch in alten Bergbauen, wieder ab und bilden so Kalksinter und Meyers Tropfstein (s. d.). Auch die Kalktuffe und die Bergmilch sind derartige Absätze. Stängeliger und faseriger K. findet sich ungemein häufig als Ausfüllungen und Auskleidungen von Klüften in Kalksteinen, der faserige Atlasstein ausgezeichnet zu Alstonmoor in Cumberland; der körnige und kristallisierte K. kommt ebenso auf Klüften und Drusenräumen in kalkigen Gesteinen vor und ungemein häufig als Begleiter der mannigfachsten Erze, zumal auf Gängen. Den seltenen Schieferspat kennt man nur von wenigen Erzlagerstätten, insbes. von Schwarzenberg in Sachsen, von Cornwall etc. Man benutzt den durchscheinenden weißgelblichen Kalksinter und den Marmor zu Ornamenten und Bildhauerarbeiten, auch die schön gefärbten dichten Kalksteine werden als sogen. Meyers Marmor (s. d.) zu Säulen, Tischplatten u. dgl. verwendet.

 

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