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Kaliberwalzen bis Kalifeldspat (Bd. 6, Sp. 462 bis 463)
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Artikelverweis Kaliberwalzen, s. Meyers Walzwerk.
 
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Kaliblau, s. Meyers Berlinerblau.
 
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Kalibleiglas (schweres Kristallglas), s. Meyers Glas, S. 886.
 
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Kalibrieren, s. Kaliber und Meyers Graduieren.
 
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Kalibriermaschine, s. Kaliber.
 
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Kâlidâsa, der berühmteste ind. Dichter. Seine Lebenszeit ist nicht genau bekannt; die früher gangbare Annahme, er habe in der Mitte des 1. Jahrh. v. Chr. am Hofe des Königs Bikramâditja gelebt, ist unhaltbar. Neuerdings setzt man seine Zeit wie überhaupt die Blütezeit der indischen Kunstdichtung ins 6. Jahrh. n. Chr. (M. Müller, »Indien in seiner weltgeschichtlichen Bedeutung«, Leipz. 1884, S. 245 ff.; L. v. Schröder, »Indiens Literatur u. Kultur«, das. 1887, S. 607 ff.; Huth, »Über die Zeit des K.«, Berl. 1890), wogegen Kielhorn (»Nachrichten der Göttingischen Gesellschaft der Wissenschaften«, 1890, S. 251 ff.) und Bühler (»Die indischen Inschriften und das Alter der indischen Kunstpoesie«, Wien 1890, besonders S. 67 ff.) K. vor das Jahr 472 n. Chr. hinaufrücken möchten; vgl. auch Oldenberg, »Die Literatur des alten Indien«, S. 215 ff. (Stuttg. 1903). Von Dramen gehören ihm zu: 1) »Çakuntalâ«, das bekannteste indische Drama. Inhalt: König Duhschanta vermählt sich mit Çakuntalâ, der Pflegetochter des frommen Einsiedlers Kanva, erkennt sie aber, als sie an seinen Hof kommt, infolge eines Fluches nicht wieder. Die Verzweifelnde wird ins Reich der Genien entrückt, das Auffinden eines verlornen Erkennungsringes aber führt die Vereinigung der Gatten herbei. Das Stück ist in mehreren Rezensionen überliefert, am wichtigsten die sogen. Dêvanâgarî- und die etwas breitere Bengali-Rezension; die letztere ist nach Pischel (»De Kâlidâsae Çâkuntali recensionibus«, Bresl. 1870) die ältere. Ausgabe der erstern von Böhtlingk mit Prosaübersetzung (Bonn 184142), der bengalischen von Pischel (2. Aufl., Kiel 1886). Übersetzungen von E. Meier (Stuttg. 1852, Hildburghausen 1867), Fr. Rückert (»Aus Fr. Rückerts Nachlaß«, Leipz. 1867, besonders 1885), E. Lobedanz (8. Aufl., das. 1891), L. Fritze (Chemn. 1877) u. a. Bearbeitungen für die deutsche Bühne, lieferten A. v. Wolzogen (Schwer. 1869) u. a. 2) »Vikramorvaçî« behandelt die Liebesschicksale des Königs Purûravas und der Nymphe Urvaçî in etwas opernhafter Weise; herausgegeben von Lenz (mit lat. Übersetzung, Berl. 1833) und Shankar Pandit (2. Aufl., Bombay 1889), in einer südindischen, gekürzten Rezension von Pischel (Oktoberbericht der Berliner Akademie, 1875); übersetzt von Lobedanz (3. Aufl., Leipz. 1884), Fritze (das. 1881) u. a. 3) »Mâlavikâgnimitra«, ein höfisches Liebesintrigenstück, an poetischem Wert den beiden vorhergehenden bedeutend nach stehend; herausgegeben von Tullberg (Bonn 1840), Shankar Pandit (2. Aufl., Bombay 1889); übersetzt von A. Weber (Berl. 1856) und L. Fritze (Leipz. 1882). Außerdem rühren von K. her die epischen Gedichte: »Kumârasambhava« (»Die Geburt des Kriegsgottes«), doch sind nur die ersten sieben oder acht (von 17) Büchern echt (hrsg. und übersetzt von Stenzler, Berlin-Lond. 1838; auch Bombay 1871 u. ö.; engl. von Griffith, 2. Aufl., Lond. 1879), und »Ragnuvaṃça« (hrsg. und übersetzt von Stenzler, Lond. 1832, hrsg. von Shankar Pandit, Bombay 186974, 3 Bde., mit engl. Übersetzung von Nandargikar, 3. Ausg., Puna 1897; deutsch von Schack in »Orient und Occident«, Bd. 3, Stuttg. 1890). Vgl. H. Jacobi, Die Epen Kâlidâsas (in den »Verhandlungen des fünften Orientalistenkongresses«,

[Bd. 6, Sp. 463]


Berl. 1882). Ferner das lyrische Gedicht »Meghadûta« (»Wolkenbote«), eine Botschaft, die ein verbannter Else seiner fernen Geliebten durch eine Wolke zuschickt, und die Beschreibung des Weges, den die Wolke zu nehmen hat; herausgegeben von Gildemeister (Bonn 1841), Stenzler (Bresl. 1874) u. a.; deutsch von M. Müller (Königsb. 1847), L. Fritze (Chemn. 1879) u. a., italienisch in schöner Ausstattung von Flechia (Flor. 1897). Endlich ist dem K. mit Wahrscheinlichkeit zuzuschreiben der »itusaṃhâra«, d. h. »Kreis der Jahreszeiten«, eine höchst poetische Schilderung der sechs indischen Jahreszeiten, herausgegeben von Jones (Kalkutta 1792) und mit Übersetzung von Bohlen (Leipz. 1840).
 
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Kalide, Theodor, Bildhauer, geb. 8. Febr. 1801 in Königshütte, gest. 26. Aug. 1863 in Gleiwitz, bildete sich in Berlin bei Schadow und Rauch und schuf unter des letztern Leitung den Löwen auf dem Grabmonument des General Scharnhorst auf dem Invalidenkirchhof in Berlin. Sein erstes selbständiges Werk, der Knabe mit dem Schwan, im Auftrag Friedrich Wilhelms III. in Bronze für den Charlottenburger Schloßgarten ausgeführt, dann in Zinkguß häufig als Brunnenfigur wiederholt, hatte bereits großen Erfolg. Von einer Reise nach Italien 1846 nach Berlin zurückgekehrt, modellierte er für Königshütte die 1853 dort aufgestellte Statue des Ministers v. Reden in Bergmannstracht. Sein Hauptwerk ist eine berauschte Bacchantin auf dem Panther, ein Werk von kühner Bewegung und lebensvollem Schwung, das auch durch vortreffliche Marmortechnik ausgezeichnet ist (Berliner Nationalgalerie). Seiner spätern Zeit gehören an die Gruppe eines Knaben mit dem Bock und eine Madonna mit dem Kind.
 
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Kalidünger, s. Meyers Dünger und Düngung, S. 279.
 
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Kalieren (ital. calare, auch Dekalieren), senken, niederlassen; die Segel streichen; sinken (auch vom Preis etc.); das erforderliche Gewicht nicht haben (vgl. Calo).
 
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Kalifāt (Chalifat, arab. chilāfa), das Amt des Kalifen, d. h. des nachfolgenden Stellvertreters Mohammeds in der äußern Leitung der Gemeinde. Der Kalif hat die Religion zu schützen und die Welt zu regieren. In Fragen des Dogmas und Gesetzes hat er keine Stimme. Nach dem als Gesetzesquelle geltenden Hadîs (s. Islam, S. 48) muß der Kalif dem arabischen Stamme Korâisch angehören; doch ließ sich der osmanische Sultan Selîm I. von dem letzten abbasidischen Kalifen Mutawakkil, der im ägyptischen Mameluckenreiche die Kalifenwürde vertrat, im J. 1517 diese zedieren. S. Meyers Kalifen.
 
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Kalifeldspat, Mineral, s. Orthoklas.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
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109) Mysterĭen
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110) Narrenfest
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