Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kaiser Wilhelms-Spende bis Kajeli (Bd. 6, Sp. 441 bis 442)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kaiser Wilhelms-Spende, allgemeine deutsche Stiftung für Altersrenten- und Kapitalversicherung. Dieselbe verdankt ihre Entstehung einer Sammlung, die aus Veranlassung der glücklichen Errettung des Kaisers Wilhelm I. aus drohender Lebensgefahr infolge der beiden Attentate vom 11. Mai und vom 2. Juni 1878 im Deutschen Reich veranstaltet ward, und welche die Summe von 1,740,000 Mk. ergab. Nach einer Bestimmung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, welchem die Summe zur Verwendung zu einem allgemeinen wohltätigen Zweck übergeben wurde, bildet die K. die Grundlage einer Altersrenten- und Kapitalversicherung für die gering bemittelten Klassen, insbes. für die arbeitende Klasse, aber auch für Handwerker, kleinere Beamte etc., indem sie als Garantiekapital zur Bestreitung der Verwaltungskosten dient. Die Versicherung erfolgt in der Form der Lebensversicherung mittels Einmaleinlagen zu je 5 Mk. auf Rente oder auf Kapital mit oder ohne »Rückgewähr«. Frühestens im 56. Lebensjahre kann Rente oder Kapital, deren Höhe sich nach dem Beitrittsalter richtet, in Anspruch genommen werden. Sie gewährt z. B. für je 5 Mk. Einlage bei Beitritt im 1. und Fälligkeit im 56. Lebensjahre 4,30 Mk. Rente oder 44,07 Mk. Kapital, bei Fälligkeit im (letztzulässigen) 71. Lebensjahr 22,74 Mk. Rente oder 185,87 Mk. Kapital. Die K. erfreut sich einer von Jahr zu Jahr wachsenden Beteiligung. Sie zählte 1903: 13,757 Mitglieder. Bis 15. Jan. 1905 waren 24,288 Mitglieder eingetreten, davon 14,216 geblieben. Im März 1903 betrug der Garantiefonds ca. 2 Mill. Mk., das Deckungskapital 14,5 Mill. Mk., der Sicherheitsfonds 639,955 Mk. Die Einzahlungen betrugen 1902/03: 1,74 Mill. Mk., die Zinsen 1,701,738, die ausbezahlten Renten 527,417, die Kapitalien 103,210 Mk. Durch Beschluß des Aufsichtsrats wurde aus den Überschüssen 1884: 11,071,1891: 31,282,1895: 134,342 Mk. als Dividende unter die Mitglieder verteilt. Weitere Überschüsse können gemeinnützigen, der Arbeiterbevölkerung dienenden Unternehmungen zugeführt werden (190003 je 10,000 Mk.). Nebenbei hat die Anstalt auch den Zweck. genossenschaftliche

[Bd. 6, Sp. 442]


Altersversorgungsanstalten für einzelne Berufskreise durch Beschaffung der notwendigen statistischen und Rechnungsgrundlagen sowie durch Beirat bei Einrichtung der Verwaltung etc. zu unterstützen. Vgl. Stämmler, Die K. (Berl. 1880), und die Jahresberichte der K.
 
Artikelverweis 
Kaiser Wilhelm-Stiftung, deutsche Invalidenstiftung, die den im Kampf gegen Frankreich oder infolge desselben durch Verwundung oder Krankheit ganz oder teilweise erwerbsunfähig gewordenen Kriegern, Ärzten und Beamten der deutschen Land- und Seemacht, aber auch den Angehörigen von solchen nach Bedürfnis und Kräften Hilfe und Unterstützung zu gewähren bestimmt ist.
 
Artikelverweis 
Kaiserwurzel, s. Peucedanum.
 
Artikelverweis 
Kaiserzahl, soviel wie Römerzinszahl, s. Meyers Indiktionenzirkel.
 
Artikelverweis 
Kaisha, japan. Name für Handelsgesellschaft.
 
Artikelverweis 
Kaisheim, Dorf im bayr. Regbez. Schwaben, Bezirksamt Donauwörth, hat eine kath. Kirche, Oberförsterei, Strafanstalt in der ehemaligen Cistercienserabtei (1133 gegründet, 1803 aufgehoben) und (1900) 1300 Einw. Dazu gehören die königlichen Hofgestüte Neuhof und Bergstetten.
 
Artikelverweis 
Kaiwurm, die Larve des Apfelblütenstechers (s. Meyers Blütenstecher).
 
Artikelverweis 
Kaizl, Joseph, tschech. Nationalökonom und Politiker, geb. 10. Juni 1854 zu Wolin in Böhmen, gest. 19. Aug. 1901 in Myskowitz, studierte in Prag die Rechte, dann in Straßburg bei Schmoller und Knapp Nationalökonomie und verfaßte die von der Universität Straßburg preisgekrönte Schrift: »Der Kampf um Gewerbereform und Gewerbefreiheit in Bayern 17991868« (in Schmollers »Staatswissenschaftlichen Forschungen«, Leipz. 1879). 1879 ward er Privatdozent der Nationalökonomie in Prag, 1883 Professor an der böhmischen Universität und an der böhmischen Technischen Hochschule, war 188588 und wieder seit 1890 Mitglied des Abgeordnetenhauses und gehörte zu den gemäßigtern Jungtschechen. Im März 1898 trat er als Finanzminister in das Ministerium Thun, dessen geistig bedeutendstes Mitglied er war. Er leitete hauptsächlich die Verhandlungen über den neuen Ausgleich mit Ungarn und wußte Thun von jedem Zugeständnis an die Deutschen fern- und bei dem Bündnis mit den Tschechen festzuhalten. Mit Thun trat er 2. Okt. 1899 vom Ministerium zurück und wurde wieder einer der Führer der Jungtschechen. Er schrieb noch: »Die Lehre von der Überwälzung der Steuern« (Leipz. 1882); »Die Verstaatlichung der Eisenbahnen in Österreich« (das. 1885); »Passive Eisenbahnen« (Wien 1895); ferner ein Lehrbuch der Nationalökonomie in tschechischer Sprache und eine von A. Körner ins Deutsche übersetzte »Finanzwissenschaft« (Wien 190001, 2 Tle.).
 
Artikelverweis 
Kājak, grönländ. Männerboot mit nur einer Öffnung im Deck, die der darin Sitzende mit seinem Oberleib gerade ausfüllt (»Grönländer«); s. Tafel Meyers »Schiffsfahrzeuge der Naturvölker I«, Fig. 7.
 
Artikelverweis 
Kajedeich, niedriger Erddeich, der vorübergehend benutzt wird, um in seinem Schutz den eigentlichen Deich auszuführen. Die Kajedeiche werden roh aufgeworfen, mit Stroh bestickt und reichen etwa 1 m über die gewöhnliche Flut. Das durch den K. geschützte Watt wird ausgeschachtet und der gewonnene Kleiboden zur Herstellung des Hauptdeiches verwendet.
 
Artikelverweis 
Kajeli (Katjeli), Hauptort der niederländisch-ostind. Insel Meyers Buro (s. d.).

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer