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Kaiserin Augusta-Fluß bis Kaiserling (Bd. 6, Sp. 436 bis 437)
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Artikelverweis Kaiserin Augusta-Fluß, bedeutendster Strom im deutschen Kaiser Wilhelms-Land, entspringt wahrscheinlich an der Grenze von Niederländisch-Neuguinea, fließt ostwärts und hat schon 90 km von der Grenze 200300 m Breite und 3 m Tiefe und mündet unter 5°59' südl. Br. in den Stillen Ozean. Während das rechte, vielfach mit Wald bedeckte Ufer hoch und steil abfällt, ist das linke, nördliche viel niedriger, daher Überschwemmungen und Versumpfung ausgesetzt. Die Wassermasse des Flusses ist, obwohl ihm Zuflüsse für 222 km seines Unterlaufes fehlen, so bedeutend, daß das Meer noch auf große Entfernung von der Mündung durch ihn lehmfarbig erscheint. Seedampfer können den Fluß 180 km aufwärts befahren, kleinere Seedampfer von 3 m Tiefgang gehen noch viel weiter hinaus.
 
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Kaiserin Augusta-Verein, eine zur Unterstützung hilfsbedürftiger Töchter von Offizieren, Militärbeamten oder Trägern des Roten Kreuzes, die im deutsch-französischen Kriege gefallen oder infolgedessen gestorben sind, ins Leben gerufene Stiftung, die jährlich im Durchschnitt etwa 50 Töchter teils unterstützt, teils ganz in Pflege und Erziehung genommen. Da seine Aufgabe nach 27jähriger Wirksamkeit allmählich ihren Abschluß fand, ist der Wirkungskreis des Vereins auch auf die Friedenszeit in der Weise ausgedehnt worden, daß bei tödlich verlaufenden Unfällen im Dienst, namentlich auch im Marine- und Kolonialdienst, Unterstützung gewährt wird. Vgl. H. Meyer, Kaiserin Augusta-Verein etc. (Berl. 1900).
 
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Kaiserjäger, Jägertruppe in Tirol, aus 4 Regimentern bestehend; s. Meyers Österreichisch-Ungarische Monarchie (Heerwesen), und Jäger, S. 144.
 
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Kaiserkanal, 1) (K. von Aragonien, Canal imperial de Aragon) span. Schiffahrtskanal, dem Laufe des Ebro auf seinem rechten Ufer von Tudela bis San Antonio unterhalb Saragossa folgend, wurde unter Kaiser Karl V. begonnen, ist 88 km lang, 18 m breit und 2,5 m tief; er ist neuerdings 40 km weit bis Quinto verlängert, dient aber weniger der Schifffahrt als zur Bewässerung. 2) (Großer Kanal, chines. Yünho) größter Kanal Chinas, wahrscheinlich unter den Mongolenkaisern im 13. Jahrh. fertiggestellt. Er durchzieht die Große Ebene (s. Meyers China, S. 35) fast in ihrer ganzen Ausdehnung von Norden nach Süden, unter Benutzung vieler natürlicher Wasserstraßen im Mündungsgebiet des Hwangho, durch die Provinzen Tschili, Schantung, Kiangsu bis Tschekiang; Endpunkte sind Tiëntsin im N., Hangtschoufu im S., doch reicht er eigentlich nördlich bis Tungtschou, dem Hafen von Peking. Die wichtigsten Plätze am K. sind außerdem in Schantung: Tötschou, Tungtschangfu, Tsiningfu; in Kiangsu: Hwainganfu, Tschönnkiangfu am Yangtsekiang, Sutschoufu. Die Gesamtlänge des Kaiserkanals wird auf 3630 Li (rund 1100 km) angegeben. Er ist sehr vernachlässigt, aber noch für den Binnenhandel wichtig. Vgl. Stenz, Der K. (in den »Beiträgen zur Kolonialpolitik«, Bd. 5, Berl. 190304).
 
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Kaiserkrone, römisch-deutsche, neue deutsche und österreichische, s. Meyers Krone, auch die Textbeilage zur Tafel Meyers »Deutscher Reichsadler und Kaiserwappen« (im 4. Bd.).
 
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Kaiserkrone, Pflanzengattung, s. Fritillaria.
 
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Kaiserkultus. Die Vergötterung der Herrscher kam zu den Griechen wie zu den Römern aus dem Orient. Schon Alexander d. Gr. wurde bei Lebzeiten und nach seinem Tode göttlich verehrt, unter seinen Nachfolgern besonders die Ptolemäer und die Seleukiden. In Rom wurde zuerst Cäsar nach seinem Tode durch Senatsbeschluß als Gott (divus Julius) erklärt. Divus war seitdem technischer Ausdruck für die auf Senatsbeschluß nach ihrem Ableben konsekrierten Kaiser, denen z. T. auch ihre Gattinnen (divae) und Angehörigen zugesellt wurden. Erfolgte die Konsekration gleich nach dem Tode, so war Symbol der Apotheose ein vom Scheiterhaufen auffliegender Adler; auf Münzen ist Abzeichen der divi die Strahlenkrone. Während von den ersten elf Kaisern nur vier konsekriert wurden (Augustus, Claudius, Vespasian, Titus), erscheinen seit Nero die Kaiser fast sämtlich in der Reihe der divi imperatores, die im staatlichen Kult neben den alten Staatsgöttern einen hervorragenden Platz bis Konstantin d. Gr. einnahmen, nach dem der Titel divus zwar fortbesteht, aber ohne alle sakrale Bedeutung. Göttliche Verehrung des lebenden Kaisers fand vielfach in den Provinzen,

[Bd. 6, Sp. 437]


Munizipien und durch Private statt; im Staatskult zwar direkt nur die des Genius Augusti, doch indirekt auch durch Verbindung seiner Person mit andern Kulten, durch Verehrung der Personifikationen seiner Tugenden (z. B. Virtus, Clementia, Justitia, Pietas Augusta) u. a. Den staatlichen Kaiserkult versahen vier Kollegien (sodalitates). Über den Munizipalkult s. Meyers Augustales. Vgl. Beurlier, Le culte impérial, son histoire et son organisation (Par. 1891).
 
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Kaiserliche Hoheit, s. Meyers Hoheit.
 
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Kaiserlicher Rat, Behörde im Reichsland Elsaß-Lothringen. Er besteht aus zehn durch kaiserliche Verordnung ernannten Mitgliedern des Ministeriums unter Vorsitz eines besondern Präsidenten. Er entscheidet über Beschwerden gegen Entscheidungen der Bezirksräte in streitigen Sachen und in einer Anzahl andrer einzelner Fälle. Eine Erweiterung seiner Zuständigkeit kann durch den Kaiser erfolgen (Elsaß-Lothringisches Landesgesetz vom 13. Juni 1898). An der Entscheidung müssen mindestens fünf Mitglieder, einschließlich des Vorsitzenden, Anteil nehmen. Der Titel k. R. wurde auch im alten Deutschen Reich und wird in Österreich als Auszeichnung verliehen.
 
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Kaiserliche Städte, soviel wie Reichsstädte.
 
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Kaiserling (Kaiserschwamm), s. Meyers Agaricus, S. 162.

 

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