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Kahlwild bis Kahnlippe (Bd. 6, Sp. 429)
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Artikelverweis Kahlwild, das weibliche Elch-, Rot- und Damwild und Kälber, weil sie kein Geweih tragen (vgl. Geweiht).
 
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Kahm, auf Essiggut, Wein, Bier, Pflanzensäften sich bildende dünne Haut, besteht aus Pilzen, welche die Oxydation des Alkohols veranlassen. Näheres in den Artikeln »Essig« und »Wein«.
 
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Kahmpilz, s. Mycoderma.
 
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Kahn, kleines, niedriges Binnenfahrzeug mit flachem Boden, wird meist mit Rudern, seltener durch Segel fortbewegt. Größere Kähne dienen auf Strömen zum Warentransport, haben 12 Masten mit Rah-, Spriet- und Gaffelsegeln, ein Verdeck und werden bei gutem Winde durch Segel, sonst mit Stangen, die man in den Grund stößt, fortbewegt. Schleppkähne auf den Strömen sind bis 100 m lang und 10 m breit, fassen bis 800 Ton. und dienen zu 4 und 5 im Tau eines Dampfers dem Warenverkehr. Es gibt neuerdings auch gut gedeckte Schleppkähne, die größere Seereisen, z. B. von Bremen bis Stockholm, i in Tau machen.
 
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Kahn, Gustave, franz. Dichter und Romanschriftsteller, geb. 1859 in Paris, besuchte daselbst das Lyzeum, gelangte aber, da ihn nur seine dichterischen Versuche beschäftigten, nicht zum Bakkalaureat und mußte daher von 188085 in Tunis Militärdienst tun. Nach Paris zurückgekehrt, setzte er im Bunde mit P. Adam, J. Laforgue und Moréas der Schule der Décadents die der Symbolistes entgegen, indem er den wegen seiner Unverständlichkeit mißachteten Parnassier Mallarmé als Muster auf den Schild hob. Der von ihm gegründete »Symboliste« brachte es zwar 1885 nur auf vier Nummern, aber »La Vogue« hielt sich bis 1889. Sein Symbolismus war vor allem eine Opposition gegen den damals herrschenden Naturalismus. Zugleich war K. aber auch der erste Dichter, der den reimlosen oder bloß assonierenden freien Vers konsequent anwandte. In den Gedichten »Les palais nomades« (1887) ahmte er noch zu absichtlich die Unklarheit Mallarmés nach, aber »Chansons d'amant« (1891) und »Domaine de fée« (1895) zeigten natürliches Gefühl in zartestem Ausdruck. Die drei Werke erschienen 1898 vereinigt als »Premiers poèmes« mit einer Vorrede über den vers libre. Kahns erstes Prosawerk: »Le roi fou« (1896), war eine wenig glückliche Phantasie über die Geschichte Ludwigs II. von Bayern. Voll romantischer Poesie war dagegen der böhmische Seiltänzerroman »Le cirque solaire« (1899). Vornehmlich ironisch gehalten war »L'adultère sentimental« (1902), ein Sittenroman aus der Beamtenwelt. Als Theoretiker und Kritiker lieferte K. in dem gehaltreichen Buche »Symbolistes et décadents« (1902) einen der wichtigsten Bausteine zur Geschichte der neuern französischen Dichtkunst.
 
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Kahnbein, s. Meyers Fuß, S. 227.
 
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Kahnfibeln, s. Meyers Fibel.
 
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Kahnfüßer, s. Meyers Schnecken.
 
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Kahni (engl. Cawney), Flächenmaß der ind. Präsidentschaft Madras, zu 24 Graunds = 53,51 Ar, im Jaghiregebiet zu 100 Quadratkjuli = 40,657 Ar.
 
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Kahnis, Karl Friedrich August, luther. Theolog, geb. 22. Dez. 1814 in Greiz, gest. 20. Juni 1888 in Leipzig, habilitierte sich 1842 in Berlin und wurde 1844 außerordentlicher Professor in Breslau. 1848 schloß er sich den sogen. Altlutheranern an, ward darauf von der altlutherischen Gemeinde in Breslau zum zweiten Prediger gewählt, aber von der obersten Behörde nicht bestätigt. Seit 1850 Professor der Theologie an der Universität Leipzig, seit 1860 Kapitular des Hochstifts Meißen, wurde er 1885 in den Ruhestand versetzt. Von seinen Schriften nennen wir außer drei Sammlungen Predigten (Leipz. 186677): »Die Lehre vom Heiligen Geist« (Halle 1847); »Die Lehre vom Abendmahl« (Leipz. 1851); »Die moderne Unionsdoktrin« (das. 1853); »Der innere Gang des deutschen Protestantismus seit Mitte des vorigen Jahrhunderts« (das. 1854; 3. Aufl. 1874, 2 Tle; engl., Edinb. 1856); »Zeugnis von den Grundwahrheiten des Protestantismus gegen Hengstenberg« (Leipz. 1862); »Christentum und Luthertum« (das. 1871); »Die deutsche Reformation« (das. 1872); »Die lutherische Dogmatik« (das. 186168, 3 Bde.; 2. Aufl. 1874 bis 1875, 2 Bde.); »Der Gang der Kirche in Lebensbildern« (das. 1881). Vgl. Winter, Dr. Karl Friedr. Aug. K. (Leipz. 1896).
 
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Kahnlippe, Pflanze, s. Meyers Cymbidĭum.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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