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Kadapa bis Kadelburg (Bd. 6, Sp. 411 bis 412)
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Artikelverweis Kadapa (Cuddapah), Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts (22,649 qkm mit 1891: 1,272,072 Einw.) in der britisch-ind. Präsidentschaft Madras, unfern des Pennarflusses, an der Bombay-Madras-Eisenbahn, Sitz einer evangelischen und einer katholischen Mission, hat Handel mit Baumwolle, groben Baumwollenzeugen und vortrefflichem Indigo und (1891) 17,379 Einw.
 
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Kadarka, s. Meyers Weinstock.
 
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Kadāver (lat.), toter Körper, Leichnam, besonders von (Haus-) Tieren. Über die technische Verwendung von tierischen Kadavern s. Meyers Abdecker u. Kafilldesinfektor. Kadavergehorsam, s. Jesuiten, S. 240 u. 239.
 
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Kadaveralkaloide, s. Meyers Leichenalkaloide.
 
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Kadaverīn, s. Pentamethylendiamin.
 
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Kadaverös, leichenhaft.
 
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Kaddig, s. Meyers Wacholder.
 
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Kaddigöl (Kadeöl, Kranewettöl, Cadieöl, Oleum juniperi empyreumaticum), aus Wacholderzweigen und -holz, besonders von Juniperus oxycedrus in Südfrankreich, durch einen Schweiprozeß gewonnener Teer, ist dunkelbraun, etwas dickflüssig, riecht mild teerartig, nicht unangenehm, schmeckt aromatisch brennend, bitter, ist leichter als Wasser, in Alkohol unvollständig, in Äther leicht und vollständig löslich und enthält reichlich das Sesquiterpen Kadinen. Man benutzt K. gegen Hautkrankheiten, Gicht, Rheuma und als Wurmmittel auch in der Veterinärpraxis. Hebrasflüssige Teerseife besteht aus 25 Proz. K. u. 25 Proz. schwarzer Seife, gelöst in 50 Proz. Alkohol.
 
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Kaddisch (chald., »heilig«), ein schon im Talmud erwähnter, in der damals allgemein verständlichen chaldäischen Sprache abgefaßter Lobhymnus der südischen Liturgie, der erstens als Halb- (chazi K.) und

[Bd. 6, Sp. 412]


Ganzkaddisch (K. schalem) am Ende der verschiedenen Teile des Gottesdienstes, zweitens als K. der Gelehrten (Rabbonimkaddisch), eine Bitte für das Wohlergehen Israels und seiner Gelehrten enthaltend, am Schluß eines Lehrvertrags oder des Thorastudiums, drittens als Waisenkaddisch (K. jatôm) von den männlichen Waisen während der ersten elf Monate des Trauerjahres und an der Meyers Jahrzeit (s. d.), endlich viertens als K. der Verjüngung (K. d'itchadata) bei Begräbnissen gesprochen wird.
 
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Kade, Otto, Musikhistoriker, geb. 6. Mai 1819 in Dresden, gest. 19. Juli 1900 in Doberan, war Schüler von Jul. Otto in Dresden und Johann Schneider in Dessau, lebte zuerst seit 1848 als Dirigent des von ihm begründeten Cäcilienvereins sowie später als Musikdirektor der Neustädter Kirche in Dresden, bis er 1860 als großherzoglicher Musikdirektor und Dirigent des Schloßchors nach Schwerin berufen wurde. 1884 verlieh ihm die Universität Leipzig den Doktortitel. K. gehört zu den tüchtigsten Arbeitern auf dem Gebiete der ältern Kirchenmusik. Er verfaßte Monographien über Matthäus Le Maistre (Mainz 1862), Heinrich Isaak, den »Lutherkodex vom J. 1530« (Dresd. 1873) u. a., redigierte den 5. Band von Ambros' Musikgeschichte (»Notenbeilagen«, Leipz. 1881; 2. Aufl. 1891), gab unter anderm eine Sammlung älterer Passionsmusiken (Gütersl. 189193,4 Hefte) heraus und steuerte viele Beiträge zu den »Monatsheften für Musikgeschichte« bei. Als Komponist trat er nur mit liturgischen Werken hervor (Kantionale für den evangelischen Gottesdienst nach altgregorianischen Weisen; vierstimmiges Choralbuch für das Mecklenburgische Kirchengesangbuch u. a.).
 
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Kadelburg, Gustav, Schauspieler und Lustspieldichter, geb. 26. Juli 1851 in Budapest, begann seine künstlerische Laufbahn in Leipzig und Halle und kam 1871 an das Wallnertheater in Berlin, wo er etwa zehn Jahre lang im Fache der Naturburschen und der Bonvivants wirkte. Nachdem er dann eine Zeitlang in Wien, Hamburg und Nordamerika tätig gewesen war, ging er an das Deutsche Theater in Berlin, dem er bis 1894 als Bonvivant und Charakterkomiker angehörte. Seitdem gastiert er. Er verfaßte die Lustspiele und Schwänke: »In Zivil« (Berl. 1893), »Der Hungerturm«, »Mauerblümchen«, »Zwei Wappen«, »Zum wohltätigen Zweck«, »Hans Huckebein«; ferner mit H. Wilken den Einakter »Migräne« (Mühlh. 1901), mit O. Blumenthal: »Großstadtluft«, »Orientreise«, »Das Theaterdorf«, das viel gespielte Stück »Im weißen Rössl« (Berl. 1898), dessen schwächere Fortsetzung »Als ich wiederkam« (das. 1902) und das witzig-drastische Stück »Der blinde Passagier«; mit F. v. Schönthan die gleichfalls mit Beifall aufgeführten Lustspiele: »Goldfische«, »Die berühmte Frau«, »Der Herr Senator« und »Zwei glückliche Tage« (zusammen erschienen als »Dramatische Werke«, Bd. 1 bis 4. Berl. 1899); endlich unter Mitwirkung von F. v. Zobeltitz: »Ein Familientag« (1904).

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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