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Kabelar bis Kabeltau (Bd. 6, Sp. 407 bis 408)
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Artikelverweis Kabelar (Kabelaring), Kette, die früher auf Kriegsschiffen zum Ankerlichten diente.
 
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Kabelbahnen, Straßenbahnen mit Betrieb durch ein unter der Straßenoberfläche liegendes, stetig umlaufendes Drahtseil ohne Ende. Das Seil ist an beiden Endpunkten der Bahn um Seilscheiben geschlungen, im übrigen durch kleine Leitrollen (von denen es sich abheben kann) unterstützt und geführt und wird von irgend einer Kraftmaschine in Umlauf gesetzt. Das Mitnehmen der Wagen geschieht durch Greifervorrichtungen, die vom Wagen aus durch einen schmalen, eisenumsäumten Schlitz des Straßenpflasters in die Höhlung zu dem Seil hinunterreichen und durch den Wagenführer jederzeit an das Seil festgeklemmt

[Bd. 6, Sp. 408]


oder davon gelöst werden können. K. sind zuerst in Nordamerika (San Francisco) ausgeführt und dann dort sehr verbreitet worden, insbes. vor Ausdehnung des elektrischen Straßenbahnbetriebes. Auch in England und Schottland (Edinburg) hat man sie an einzelnen Stellen angewendet, wo besonders starke Steigungen zu überwinden sind. Gegenwärtig sind sie durch den elektrischen Betrieb überholt.
 
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Kabelgarn, s. Meyers Tauwerk.
 
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Kabelgatt, Schiffsraum für Tauwerk.
 
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Kabeljau (Kabliau, auch Bakeljau, holländ. und niederdeutsch), s. Meyers Schellfisch. Das Wort K. scheint ebenso wie Labberdan der Sprache der Basken entlehnt, die zuerst Kabeljaufang trieben.
 
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Kabeljausche, politische Partei, s. Meyers Hoeksche.
 
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Kabellänge, vor allgemeiner Einführung der Dampfschiffahrt die Länge der Ankertaue, zugleich ein Maß der Geschwindigkeit auf See, früher meistens = 120 Faden. Jetzt in Deutschland und Österreich der zehnte Teil einer Seemeile = 185,5, rund 185 m; in England (cable length) nicht amtlich 1/8 Sea mile = 231,87 und in Nordamerika 120 Fathems = 219,46 m; in Frankreich (encâblure) neue = 200 m, alte = 195 m (100 Toises); in Dänemark 100 Favne = 188,312 m; in den Niederlanden (kabellengte) = 225 und alte 235,5 m; in Portugal (estadio) = 258 m; in Spanien (medida oder cable) = 200 m (120 Brazas).
 
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Kabelplateau, s. Meyers Atlantischer Ozean (Tiefenverhältnisse), S. 45.
 
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Kabelschlag, s. Meyers Tauwerk.
 
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Kabelschutzkonvention, internationaler Vertrag, abgeschlossen in Paris 14. März 1884, um die Unterseekabel mit Rücksicht auf ihre eigenartige Natur (Kostspieligkeit der Herstellung, Schwierigkeit der Instandsetzungsarbeiten, Gefährdung öffentlicher und privater Interessen bei Betriebsstörungen) gegen absichtliche oder fahrlässige Beschädigungen sowie die mit der Legung oder Ausbesserung von Kabeln beschäftigten Kabelschiffe gegen Behinderung oder Störung ihrer Arbeiten zu sichern. Zur Durchführung der Vertragsbestimmungen sind in den beteiligten Ländern die erforderlichen Gesetze erlassen worden. Das in Deutschland mit dem 1. Mai 1888 in Kraft getretene Gesetz vom 21. Nov. 1887 bedroht mit Strafe nicht nur diejenigen Beschädigungen der Kabel, welche die Benutzung derselben verhindern oder stören, sondern auch diejenigen Handlungen, die an sich geeignet sind, eine derartige Störung zu bewirken. Nur im Falle des sogen. Notstandes, d. h. wenn es sich um die Rettung des Lebens oder des Schiffes handelt, ist die Bestrafung ausgeschlossen. Die Bestrafung erfolgt durch die Gerichte desjenigen Landes, dem das Fahrzeug angehört, an dessen Bord die Zuwiderhandlung begangen ist. Weitere Bestimmungen regeln das Verhalten bei Legung neuer Kabel, bei Reparaturarbeiten etc. und wie weit andre Fahrzeuge und Fischerboote sich von den Kabelschiffen entfernt zu halten haben. Die Eigentümer von Kabeln müssen Aufopferungen ersetzen, die Schiffer oder Fischer behufs Vermeidung der Beschädigung eines Kabels gemacht haben. Dem Vertrag sind beigetreten: Argentinien, Belgien, Brasilien, Costarica, Dänemark, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Griechenland, Großbritannien nebst den meisten seiner Kolonien, Guatemala, Italien, Japan, Mexiko, Nicaragua, die Niederlande, Österreich-Ungarn, Portugal, Rumänien, Rußland, San Salvador, Schweden und Norwegen, Serbien, Spanien, Türkei, Uruguay und Vereinigte Staaten von Amerika. Leider ist durch das Gesetz die Freiheit des Handelns kriegführender Mächte nicht beschränkt worden. Vgl. Kraemer, Die unterseeischen Telegraphenkabel in Kriegszeiten (Leipz. 1903); Scholz, Krieg und Seekabel (Berl. 1904); Jouhannaud, Les câbles sousmarins, leur protectionen temps de paix eten temps de guerre (Par. 1904).
 
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Kabeltau, s. Meyers Tauwerk.

 

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