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Jute von Madras bis Juvantĭa (Bd. 6, Sp. 399 bis 400)
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Artikelverweis Jute von Madras, s. Meyers Gambohanf.
 
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Jüten, die alten Bewohner Jütlands, beteiligten sich mit den Meyers Angeln (s. d.) und Meyers Sachsen (s. d.) an dem großen Seezug, der um 450 die Unterwerfung Englands zur Folge hatte. Der Name J. ist gleichbedeutend mit »Goten«; vgl. A. Erdmann in der »Antiqvarisk Tidskrift for Sverige«, 1891.
 
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Jüterbog (Jüterbogk), Hauptstadt des Kreises J.-Luckenwalde im preuß. Regbez. Potsdam, in einem Tale des Fläming, an der Nuthe, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Berlin-Weißenfels, J.-Röderau

[Bd. 6, Sp. 400]


u. a., noch von einer Ringmauer mit drei Toren umgeben, hat 2 evang. Kirchen (darunter die Nikolaikirche, eine dreischiffige Hallenkirche aus dem 14. und 15. Jahrh., mit einem 6 m hohen Sakramentshäuschen aus Sandstein von 1507 und Tezels Ablaßkasten), eine kath. Kirche, ein altes Rathaus, eine Realschule, ein Mädchenrettungshaus, Amtsgericht, Tuch-, Wollwaren- und Zigarrenfabrikation, Weinbau, besuchte Viehmärkte und (1900) mit der Garnison (Mannschaften der Artillerieschießschulen) 7407 Einw., darunter 282 Katholiken und 12 Juden. Dicht dabei die beiden Dörfer Damm und Neumarkt und in der Nähe ein großer Artillerieschießplatz. Die Gegend von J. kam um 1160 in den Besitz des Erzstifts Magdeburg; der Ort J. erhielt 1174 Magdeburger Stadtrecht. Im Vertrag von J. (21. März 1611) verzichtete Sachsen auf die Jülichschen Erbansprüche. 1648 fiel J. an Kursachsen, gehörte 16481746 der Nebenlinie Sachsen-Weißenfels und fiel 1815 an Preußen. Am 23. Nov. (3. Dez.) 1644 bei J. Sieg der Schweden unter Torstensson über die Kaiserlichen unter Gallas. In der Nähe das Schlachtfeld von Meyers Dennewitz (s. d.).
 
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Juthĭa, hinterind. Stadt, s. Meyers Ajuthja.
 
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Juthungen, german. Volksstamm, zu den Alemannen gehörig.
 
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Jütland (dän. Jylland), dän. Provinz (s. Karte »Dänemark«), nach Größe und natürlicher Beschaffenheit das Hauptland der Monarchie, umfaßt den nördlichen Teil der Cimbrischen oder Dänischen Halbinsel von der Königsau und dem Koldingfjord bis zur Nordspitze Skagen nebst den Inseln Läsö, Anholt und Endelave im Kattegat und hat ein Areal von 25,291 qkm (459,31 QM.). Auf der Westseite von der Nordsee (Westsee), auf der Ostseite von der Ostsee umflossen, wird J. gegen O. durch das Kattegat von Schweden und gegen NW. durch das Skagerrak von Norwegen getrennt; im S. stößt es an Schleswig. Über die Beschaffenheit des Bodens, der Küsten, Fjorde, Flüsse und Kanäle, Seen, Klima, Produkte, Eisenbahnen etc. s. Meyers Dänemark. Nur verdient bemerkt zu werden, daß in J. der Geschiebesand nicht allein Hügel, sondern auch ebene Heideflächen bildet, die man nach ihrem meist aus rötlichbraunem, eisenhaltigem Sandstein (Ahl) bestehenden Boden Ahlheide nennt. Die Zahl der Einwohner ist (1901) 1,063,792 (42 auf 1 qkm). Ein Hauptplatz des Verkehrs auf der Ostsee und Ausgangspunkt mehrerer Eisenbahnen ist Aarhus; Hafenorte sind außerdem Aalborg, Frederikshavn, Randers, Veile und an der Nordsee Esbjerg. Fast im Mittelpunkte des Landes liegt die Stadt Viborg, die den Knotenpunkt der Straßen Jütlands bildet. Die Provinz zerfällt in neun Ämter: Aalborg, Aarhus, Hjörring, Randers, Ribe, Ringkjöbing, Thisted, Veile und Viborg. In ältester Zeit angeblich von den Meyers Cimbern (s. d.) bewohnt (daher die Bezeichnung Chersonesus cimbrica, Cimbrische Halbinsel), später von den Meyers Jüten (s. d.) besetzt, ist J. seit etwa 900 ein Bestandteil Dänemarks. Vgl. E. v. Wittken, Studien über J. (Berl. 1865); »Samlinger til jydsk Historie og Topografi« (Aalborg 1866 ff.); Ed. Erslev, Jylland. Studier og Skildringer (Kopenh. 1886); L. Mylius-Erichsen, Den jydske Hede för og nu (das. 1901 ff.).
 
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Jutroschin, Stadt im preuß. Regbez. Posen, Kreis Rawitsch, an der Orla und der Eisenbahn Liegnitz-Kobylin, hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Amtsgericht und (1900) 1906 meist kath. Einwohner. J. erhielt 1642 Stadtrecht.
 
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Jutte, Frau, s. Meyers Johanna (Päpstin), S. 280.
 
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Jütte, im Schiffbau: gekrümmter Balken mit Scheibegatt.
 
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Juturna (Diuturna), altlatinische Quellgöttin, der in Rom eine Quelle am Forum und ein Tempel auf dem Marsfeld geweiht war. Hier wurde ihr 11. Jan. das Fest der Juturnalien gefeiert, namentlich von den Handwerkern, die zu ihrem Beruf Quellwasser benötigten, und an den Volkanalien (23. Aug.) feierlich als Helferin in Feuersgefahr geopfert.
 
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Juvantĭa (sc. remedia, lat.), Verstärkungsmittel, gewisse Arzneien, die andern ähnlich wirkenden zur Verstärkung der Wirkung zugesetzt werden.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
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 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
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110) Narrenfest
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