Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Horse-sickness bis Horst (Bd. 6, Sp. 567 bis 568)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Horse-sickness (engl.), s. Meyers Pferdesterbe.
 
Artikelverweis 
Horsf., bei naturwissenschaftl. Namen Abkürzung für Thomas Horsfield, geb. 12. Mai 1773 zu Bethlehem in Pennsylvanien, lebte lange in Java, starb als Arzt 14. Juli 1859 in London; schrieb: »Zoological researches in Java and the neighbouring islands« (182124); »Plantae javanicae rariores« (183852, 3 Bde.).
 
Artikelverweis 
Horsford, Ebenezer Norton, Chemiker, geb. 27. Juli 1818 in Moscow (New York), gest. 1. Jan. 1893 in Cambridge, war zuerst Eisenbahn- und Zivilingenieur, arbeitete zwei Jahre bei der Geological Survey, lehrte dann vier Jahre Naturwissenschaft an der Albany Female Academy, trat 1844 in Liebigs Laboratorium in Gießen, erhielt 1846 eine Professur am Harvard College in New Cambridge und leitete hier das neuerrichtete chemische Laboratorium, die erste chemische Lehranstalt in Amerika. 1863 wurde er Präsident der Rumford chemical works in Providence (Rhode-Island). H. veröffentlichte 1856 seine Methode der Brotbereitung mit saurem phosphorsaurem Kalk und saurem kohlensaurem Natron (anstatt mit Hefe). Er bestrebte sich, den Verlust an wertvollen Salzen, der beim Mahlprozeß durch Abscheidung der Kleie entsteht, bei der Brotbereitung zu ersetzen, und gab dadurch den Anlaß zu einer Industrie, die 1875 gegen 2 Mill. Pfd. sauren phosphorsauren Kalk verbrauchte. Großes Verdienst erwarb er sich durch seine Erfindung eines leicht ausführbaren und sichern Verfahrens zur Herstellung kondensierter Milch (185153). 1854 gab H. ein Verfahren an, durch schwefligsauren Kalk die Gärung bei der Bereitung von Obstwein, Wein und Bier sicherer zu beherrschen. In der nordamerikanischen Armee fanden während des Sezessionistenkrieges seine Marschrationen aus präpariertem Fleisch und Mehl Anwendung, und vielfach bemühte er sich um Angelegenheiten der öffentlichen Gesundheitspflege. Eine von ihm 1850 angegebene Lampe zum Brennen explosiver Flüssigkeiten hat weite Verbreitung gefunden. Er schrieb: »The discovery of America by Northmen«; (Boston 1887), »The problem of the Northmen« (das. 1890), »Leif's house in Vineland« (1893), über Indianersprachen u. a.
 
Artikelverweis 
Horsforth (spr. hórsförth), Flecken im Westbezirk von Yorkshire (England), am Aire, 8 km nordwestlich von Leeds, mit Woll- und Seidenwarenfabrikation und (1901) 7784 Einw.
 
Artikelverweis 
Horsham (spr. hórsäm), Stadt in der engl. Grafschaft Westsussex, am Arun, nördlich von Brighton, mit der gotischen Marienkirche (13. Jahrh.), Lateinschule, Federviehzucht und (1901) 9446 Einw. Östlich davon der 4400 Hektar große St. Leonard ' s Forest, mit schönen Eichen und Buchen.
 
Artikelverweis 
Horsky, Franz, Ritter von Horskysfeld, Landwirt, geb. 29. Sept. 1801 zu Bilin in Böhmen, gest. 6. April 1877 auf seinem Gut Saar, besuchte 181821 das landwirtschaftliche Institut in Krumau, trat dann in fürstlich Schwarzenbergsche Dienste und ward 1829 Domänenverwalter, 1836 Amts- und Wirtschaftsdirektor der Herrschaft Libiegitz, führte außerdem noch die Direktion von sechs Herrschaften, und von 1846 an administrierte er 23 fremde Domänen als Wirtschaftsrat. 1860 pachtete er Schloß und Meierei Mühlhausen, 1862 kaufte er die Herrschaft Kolin, die er in eine Musterwirtschaft umgestaltete. 1868 erwarb er das Gut Welmschloß und 1871 das Gut Saar. Wesentliche Verdienste erwarb er sich durch Konstruktion mehrerer landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen sowie Einführung eigentümlicher Kulturen und die Reorganisation der bäuerlichen Wirtschaften, die er im Anfang der 1860er Jahre auch durch seine »Feldpredigten« (Prag 186163, 6 Hefte) zu befördern suchte. Er schrieb: »Neues Hackfruchtkulturverfahren« (Prag 1850); »Die vervollkommnete Drillkultur der Feldfrüchte« (das. 1851); »Neues Ackerungssystem« (das. 1852); »Neue Düngerbehandlungsmethode« (das. 1853); »Charakteristik der wichtigsten Ackerkulturgeräte und Drillmaschinen« (das. 1855); »Landwirtschaftliche Produktionsberechnungsweise« (das. 1856); »Mein Streben, Wirken, meine Resultate, nebst praktischen Ratschlägen etc.« (das. 1873).
 
Artikelverweis 
Horsley (spr. -lì), John Callcott, engl. Maler, geb. 29. Jan. 1817 in Brompton, machte seit 1831 seine Studien auf der Londoner Akademie und malte vornehmlich zahlreiche, im Motiv oft sehr gesuchte, in der Farbe aber gefällige Genrebilder, von denen sich: der Stolz des Dorfes in der Nationalgalerie, Jugend und Alter, Auf Antwort warten, der Virtuose und sein Nebenbuhler im South Kensington-Museum in London befinden. 1845 führte er im Hause der Lords ein Fresko: der Geist der Religion, und 1847 in der Dichterhalle des Parlamentsgebäudes ein Wandgemälde nach Milton: Satan wird durch Ithuriels Lanze verwundet, aus. Von seinen übrigen Werken sind zu nennen: Malvolio in der Sonne, l'Allegro und il Penseroso, die Tochter des Kerkermeisters, der Tag der Toten und die Barmherzigkeit Christi (Altarbild in der Kapelle des Thomashospitals zu London). Vgl. seine »Recollections of a Royal Academician« (hrsg. von Mrs. E. Helps, Lond. 1903).
 
Artikelverweis 
Horsleydynamit, ein Sprengmittel, das aus Nitroglyzerin, chlorsaurem Kali und Galläpfeln besteht.
 
Artikelverweis 
Horsman, Edward, brit. Politiker, geb. 8. Febr. 1807, gest. 30. Nov. 1876, studierte in Cambridge, trat 1832 in den schottischen Advokatenstand und wurde 1836 für die liberale Partei ins Unterhaus gewählt. Der Regierung gehörte er nur 185557 als Obersekretär für Irland an. Bei den Beratungen über die von Gladstone eingebrachte Reformbill 1866, deren liberale Konzessionen ihm zu weit gingen, trennte er sich von der Whigpartei und stiftete mit Robert Lowe, später Lord Sherbrook, die Fraktion der nach einem Witzwort Brights sogen. Adullamiten; auch später übte er als einer der sogen. unabhängigen Liberalen

[Bd. 6, Sp. 568]


durch seine rednerische Begabung und seinen kaustischen Witz Einfluß im Parlament aus.
 
Artikelverweis 
Hörsphäre, s. Meyers Gehirn, S. 476.
 
Artikelverweis 
Horst, ein althochdeutsches Wort von verschiedener Bedeutung: ein dicht zusammengewachsener Büschel Rohr, Gras, Getreide etc., dann (forstlich) eine größere Anzahl in sich gleichartiger Stämme, die sich von dem umgebenden Hauptbestande durch Besonderheiten abheben, z. B. durch Holzart, Alter, Schluß, Wuchs; auch ein Gebüsch oder Dickicht überhaupt, vorzüglich in Niedersachsen ein Gehölz auf freiem Feld (auch Hörst und Höft); ein vom Wasser zusammengeführter Hause Sand oder Erde, ein im Moorland liegender Platz oder Hügel, der auch in nassen Jahren trocken bleibt. In der Jägersprache heißt H. das zwischen den Ästen der höchsten Bäume oder auf hohen Felsen aus Reisern, Erde, Grashalmen etc. gebaute und frei stehende Nest der Raubvögel (s. Tafel Meyers »Nester II«, Fig. 2); daher horsten, soviel wie nisten. H. in der Geologie der zwischen zwei Senkungsfeldern stehen gebliebene Rücken; s. Meyers Dislokation.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer