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Horse-guards bis Horsky (Bd. 6, Sp. 566 bis 567)
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Artikelverweis Horse-guards (engl., spr. hórs-gards, »Garde zu Pferde«), das 3. Garde-Kavallerieregiment (Kürassierregiment) der englischen Armee, zu den »householdtroops« gehörend; wird der in England ungewöhnlichen blauen Farbe seiner Röcke wegen gewöhnlich the Blues (»die Blauen«) oder »Royal Blues«, auch nach dem Earl of Oxford, der diese Truppe 1660 errichtete, »Oxford Blues« genannt. H. sind verfassungsmäßig vom Kolonialdienst befreit. Die Häusergruppe in London, in der die Bureaus des Höchstkommandierenden der H. lagen, der Whitehall, wird jetzt noch als H. bezeichnet.
 
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Hörsel, rechter Nebenfluß der Werra in Thüringen, entspringt an der Nordseite des Thüringer Waldes (im Herzogtum Gotha) als Leine, die sich mit dem Schilfwasser aus dem Friedrichroder Grund und bei Hörselgau mit dem aus dem Reinhardsbrunner Tal kommenden Badewasser vereinigt und nun den Namen H. annimmt. Der Fluß begleitet das Gebirge, nimmt aus demselben die Laucha, Emse und den Erbstrom auf, empfängt unterhalb Eisenach rechts die Neffe und mündet nach 60 km langem Lauf oberhalb Kreuzburg. Aus der Leine führt der Leinekanal über Gotha zur Neffe.
 
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Hörselberge, ein Zug kahler, schroffer Muschelkalkberge in Thüringen, der sich östlich von Eisenach längs des rechten Ufers der Hörsel in südöstlicher Richtung wie eine Mauer hinzieht und durch einen Einschnitt in den Großen Hörselberg (486 m) und den westlich gelegenen Kleinen Hörselberg (434 m) zerfällt. Ersterer, der nach N. zu sich sanft verflacht,

[Bd. 6, Sp. 567]


gegen S. aber schroff abgekantet erscheint, trägt ein Wirtshaus, gewährt eine schöne Aussicht und ist interessant, weil sich an ihn die Sagen von der wilden Jagd, vom Tannhäuser und vom Venusberg knüpfen. Den Eingang zu letzterm bildet das Hörselloch, aus dem der Sage nach Gesänge und seltsame Stimmen hervordringen. Es ist eine Felsspalte, die in eine sehr niedrige und schmale Höhle führt; in ihrem Innern vernahm Polack, der sie untersuchte, das chorgesangähnliche Summen von Millionen kleiner Mücken, eine Erscheinung, die zur Entstehung der Sage beigetragen haben dürfte.
 
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Horsens, Stadt im dän. Amt Aarhus (Jütland), am Horsensfjord, wo die Bygholmås einmündet, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Vamdrup-Frederikshavn und der Linien H.-Juelsminde, H.-Törring und H.-Bryrup, hat breite, gerade Straßen mit schönen Privatgebäuden, eine lateinische Schule, ein Zuchthaus, lebhafte Textilindustrie, bedeutenden Handel und (1901) 22,243 Einw. 1903 liefen 1506 Schiffe mit einer Ladung von 73,821 Ton. ein und aus. H. ist Sitz eines deutschen Konsuls. In H. wurde Bering, der Entdecker der Beringstraße, geboren.
 
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Horse-power (engl., spr. hórs-pauer), s. Meyers Pferdekraft.
 
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Horse-sickness (engl.), s. Meyers Pferdesterbe.
 
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Horsf., bei naturwissenschaftl. Namen Abkürzung für Thomas Horsfield, geb. 12. Mai 1773 zu Bethlehem in Pennsylvanien, lebte lange in Java, starb als Arzt 14. Juli 1859 in London; schrieb: »Zoological researches in Java and the neighbouring islands« (182124); »Plantae javanicae rariores« (183852, 3 Bde.).
 
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Horsford, Ebenezer Norton, Chemiker, geb. 27. Juli 1818 in Moscow (New York), gest. 1. Jan. 1893 in Cambridge, war zuerst Eisenbahn- und Zivilingenieur, arbeitete zwei Jahre bei der Geological Survey, lehrte dann vier Jahre Naturwissenschaft an der Albany Female Academy, trat 1844 in Liebigs Laboratorium in Gießen, erhielt 1846 eine Professur am Harvard College in New Cambridge und leitete hier das neuerrichtete chemische Laboratorium, die erste chemische Lehranstalt in Amerika. 1863 wurde er Präsident der Rumford chemical works in Providence (Rhode-Island). H. veröffentlichte 1856 seine Methode der Brotbereitung mit saurem phosphorsaurem Kalk und saurem kohlensaurem Natron (anstatt mit Hefe). Er bestrebte sich, den Verlust an wertvollen Salzen, der beim Mahlprozeß durch Abscheidung der Kleie entsteht, bei der Brotbereitung zu ersetzen, und gab dadurch den Anlaß zu einer Industrie, die 1875 gegen 2 Mill. Pfd. sauren phosphorsauren Kalk verbrauchte. Großes Verdienst erwarb er sich durch seine Erfindung eines leicht ausführbaren und sichern Verfahrens zur Herstellung kondensierter Milch (185153). 1854 gab H. ein Verfahren an, durch schwefligsauren Kalk die Gärung bei der Bereitung von Obstwein, Wein und Bier sicherer zu beherrschen. In der nordamerikanischen Armee fanden während des Sezessionistenkrieges seine Marschrationen aus präpariertem Fleisch und Mehl Anwendung, und vielfach bemühte er sich um Angelegenheiten der öffentlichen Gesundheitspflege. Eine von ihm 1850 angegebene Lampe zum Brennen explosiver Flüssigkeiten hat weite Verbreitung gefunden. Er schrieb: »The discovery of America by Northmen«; (Boston 1887), »The problem of the Northmen« (das. 1890), »Leif's house in Vineland« (1893), über Indianersprachen u. a.
 
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Horsforth (spr. hórsförth), Flecken im Westbezirk von Yorkshire (England), am Aire, 8 km nordwestlich von Leeds, mit Woll- und Seidenwarenfabrikation und (1901) 7784 Einw.
 
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Horsham (spr. hórsäm), Stadt in der engl. Grafschaft Westsussex, am Arun, nördlich von Brighton, mit der gotischen Marienkirche (13. Jahrh.), Lateinschule, Federviehzucht und (1901) 9446 Einw. Östlich davon der 4400 Hektar große St. Leonard ' s Forest, mit schönen Eichen und Buchen.
 
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Horsky, Franz, Ritter von Horskysfeld, Landwirt, geb. 29. Sept. 1801 zu Bilin in Böhmen, gest. 6. April 1877 auf seinem Gut Saar, besuchte 181821 das landwirtschaftliche Institut in Krumau, trat dann in fürstlich Schwarzenbergsche Dienste und ward 1829 Domänenverwalter, 1836 Amts- und Wirtschaftsdirektor der Herrschaft Libiegitz, führte außerdem noch die Direktion von sechs Herrschaften, und von 1846 an administrierte er 23 fremde Domänen als Wirtschaftsrat. 1860 pachtete er Schloß und Meierei Mühlhausen, 1862 kaufte er die Herrschaft Kolin, die er in eine Musterwirtschaft umgestaltete. 1868 erwarb er das Gut Welmschloß und 1871 das Gut Saar. Wesentliche Verdienste erwarb er sich durch Konstruktion mehrerer landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen sowie Einführung eigentümlicher Kulturen und die Reorganisation der bäuerlichen Wirtschaften, die er im Anfang der 1860er Jahre auch durch seine »Feldpredigten« (Prag 186163, 6 Hefte) zu befördern suchte. Er schrieb: »Neues Hackfruchtkulturverfahren« (Prag 1850); »Die vervollkommnete Drillkultur der Feldfrüchte« (das. 1851); »Neues Ackerungssystem« (das. 1852); »Neue Düngerbehandlungsmethode« (das. 1853); »Charakteristik der wichtigsten Ackerkulturgeräte und Drillmaschinen« (das. 1855); »Landwirtschaftliche Produktionsberechnungsweise« (das. 1856); »Mein Streben, Wirken, meine Resultate, nebst praktischen Ratschlägen etc.« (das. 1873).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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