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Hornwald bis Horos (Bd. 6, Sp. 565)
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Artikelverweis Hornwald, s. Meyers Karst.
 
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Hornwand, s. Meyers Hus.
 
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Hornwarze, s. Kastanie.
 
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Hornwerk, ein äußeres Werk bei alten Festungen, besteht aus zwei Halbbastionen, verbunden durch Kurtine (mitunter davor ein Ravelin) und zwei rückwärts führenden Anschlußlinien.
 
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Hornyaken (spr. hor-njaken, slaw. Hornaci), slowak. Bewohner der nordwestlichen Gebirgsgegenden Oberungarns, die als Kesselflicker, Drahtbinder etc. umherwandern.
 
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Hornziehen, s. Meyers Rind.
 
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Horodenka, Marktflecken in Galizien, an der Lokalbahn Delatyn-Zaleszczyki, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, mit einer Landesackerbauschule, Dampfmühle, Branntweinbrennerei, Essig- und Kaffeesurrogatfabrik, Hausweberei, Handel und (1900) 11,783 polnischen und ruthen. Einwohnern.
 
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Horolŏg (Horologion, griech.), Stundenzeiger, Uhr; in der griechisch-kath. Kirche ein Buch mit den Stundengebeten (Horen), wurde zuerst 1535 in Venedig gedruckt; vgl. Czasoslow. Horologiographie, die Kunde, Uhren, besonders Wasser- und Sonnenuhren, zu verfertigen und richtig anzubringen; horologisch, Uhren betreffend.
 
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Horomēter (griech.), Stundenmesser.
 
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Horópter (griech., »Sehziel«), der Inbegriff aller derjenigen Punkte im Raum, die bei einer bestimmten Augenstellung einfach (nicht doppelt) gesehen werden (s. Meyers Gesicht, S. 731 [Einfachsehen]).
 
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Horos (ägypt. Hor), ägypt. Gott, der ursprünglich im Delta heimisch war und seine Hauptkultusstätte in der Stadt Behtet (heute Damanhûr) hatte. Nach der Gründung des ägyptischen Nordstaates wurde H. zum Schutzgott dieses Reiches, während im Südstaate Set zum Hauptgott wurde. Die unterägyptischen Könige hielten sich für die irdischen Vertreter des H. und nannten sich geradezu H. Das Tier, in dem sich H. verkörperte, war der Sperber. Als Ägypten zu einem Staate (mit der Hauptstadt Heliopolis) vereinigt worden war, wurden H. und Set die gemeinsamen Schutzgottheiten des Reiches, dessen Könige sich nunmehr als »H. und Set« bezeichneten. Doch trat bei dem politischen Übergewicht der nördlichen Reichshälfte über die südliche auch der nördliche Hauptgott H. in den Vordergrund. Sein Kultus verbreitete sich weithin und fand in verschiedenen Städten des Landes Ausnahme. Bei der von der Priesterschaft von Heliopolis in vorgeschichtlicher Zeit vorgenommenen Ausgestaltung der ägyptischen Religion wurde H. als »der im Horizont Befindliche« zum Sonnengott gemacht und als dieselbe Person wie Atum, der Stadtgott von Heliopolis, erklärt. Zahlreich waren die Mythen, die sich an H. knüpften. Ursprünglich hielt man ihn und Set für Söhne des Sonnengottes, die lange miteinander um den Besitz Ägyptens gestritten hätten, bis sie sich das Land teilten, so daß H. die eine, Set die andre Hälfte erhielt. Durch die Priesterschaft von Heliopolis wurden H. und Set mit Osiris und dessen großem Mythenkreis zusammengebracht. H. wurde zu einem Sohne des Osiris und der Isis, Set zu einem Bruder des Osiris gemacht. Als Osiris von Set ermordet worden war, flüchtete Isis in die Sümpfe des Delta und gebar hier den H.; herangewachsen zog H. aus, um den Tod seines Vaters zu rächen. Er besiegte den Set und wurde König der Menschen, während Osiris unter dem Schutze seines Sohnes als Herr der Ewigkeit die Herrschaft über die Toten antrat (s. Meyers Osiris). Die in den verschiedenen Städten als Lokalgötter verehrten H. wurden durch Beinamen voneinander geschieden; so wurde Haroëris »H. der Große« in den oberägyptischen Städten Kûs und Kom Ombo, Harsomtus »H. der Vereiniger beider Länder (d. h. Ägyptens)« in Dendera und Edfu als Sohn der mit Isis identifizierten Hathor, »H. der im Horizont Befindliche«, in Heliopolis verehrt etc. Auch Harsiesis »H. Sohn der Isis« war eine besondere Kultform des H. Als »Beschützer seines Vaters« Osiris wurde H. Harnetjot (griech. Harendotes) genannt. Dementsprechend waren auch die Kultbilder der einzelnen H. verschieden; so wurde z. B. »H. der im Horizont Befindliche« als Mensch mit Sperberkopf, die Sonne auf dem Haupte tragend, dargestellt, während Harsomtus mit Sperberkopf und Doppelkrone abgebildet wurde (s. Fig. 1 und Tafel Meyers »Bildhauerkunst I«, Fig. 8). Als Stadtgott von Edfu stellte man sich H. als Sonne mit Flügeln vor, ein Bild, das vielfach auf Türen Platz fand, um die Feinde abzuwehren. Der jugendliche, noch in der Pflege seiner Mutter Meyers Isis (s. d.) befindliche H. heißt Harpechrot, »H. das Kind« (griech. Harpokrates); wie jedes ägyptische Kind, wird er nackend dargestellt, eine Locke an der rechten Schläfe tragend und am Finger lutschend (Fig. 2; vgl. auch die Abbildung bei dem Artikel »Isis«). Dies mißverstehend, haben die Griechen aus Harpokrates einen Gott des Schweigens gemacht.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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