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Horngeräte, vorgeschichtliche bis Hornhecht (Bd. 6, Sp. 562 bis 563)
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Artikelverweis Horngeräte, vorgeschichtliche, s. Meyers Horn, S. 556.
 
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Horngewebe, s. Epithelium und Meyers Horn, S. 556.
 
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Hornglas, dünn geschliffene Hornplatten, die im Mittelalter in Laternen eingesetzt wurden.
 
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Horngroschen, vom Ende des 14. bis zum Anfang des 16. Jahrh. geprägte sächsische Groschen, die auf der Vorderseite den behelmten herzoglich sächsischen Schild, auf der Rückseite den behelmten thüringischen Schild mit den Büffelhörnern tragen.
 
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Hornhausen, Dorf im preuß. Regbez. Magdeburg, Kreis Oschersleben, an der Eisenbahn Oschersleben-Schöningen, hat eine evang. Kirche, Braunkohlengruben, Ziegelbrennerei und (1900) 3589 Einw.
 
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Hornhaut, s. Text zu Tafel Meyers »Auge II«.
 
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Hornhautabszeß, s. Meyers Hornhautentzündung.
 
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Hornhautentzündung (Keratitis), eine mit Trübung der sonst glasklaren Hornhaut einhergehende Erkrankung, die regelmäßig von Entzündungserscheinungen des ganzen vordern Augenabschnittes begleitet ist, dadurch zu Lichtscheu, Tränenträufeln und Schmerzen führend. Die Trübung in der Hornhaut ist veranlaßt durch Eiterzellen (eiteriges Infiltrat), die sich in den oberflächlichen oder in den tiefen Hornhautschichten ansammeln können. Die oberflächlichen Infiltrate reizen meist zu Zerfall und geben so Anlaß zur Bildung von Geschwüren (auch Abszeß genannt). Oft geht die H. mit Wucherung von Blutgefäßen in die sonst gefäßfreie Hornhaut einher (Pannus). Man unterscheidet folgende Formen: 1) Keratitis phlyctaenulosa (phlyktänuläre H.) findet sich hauptsächlich bei Kindern als Folge von Skrofulose, oder in Begleitung von Gesichtsausschlag (Ekzem), Ohreiterung. Man kann bei ihr alle Stadien der H. beobachten: Infiltrate, Geschwüre, Pannus. Sie ist eine der allerhäufigsten Augenerkrankungen, die aber unter ärztlicher Behandlung und sorgfältiger Pflege der Kinder relativ schnell zur Abheilung gebracht werden kann. 2) Keratitis herpetica (vesiculosa) und verwandte Formen, charakterisiert durch das Auftreten von oberflächlichen Bläschen, die schnell zerfallen und sich in oberflächliche Geschwürchen umwandeln, tritt auf namentlich nach Erkältungskrankheiten (Schnupfen u. dgl.), oft in Begleitung von Bläschenausschlag im Gesicht (Herpes). 3) Keratitis purulenta (eiterige H.) entsteht, wenn infektiöses Material (Bakterien) in eine, wenn auch noch so oberflächliche Wunde der Hornhaut gelangt, z. B. in Kratzwunden der Hornhaut, oder in Wunden, die durch Hineinschnippen eines Zweiges, Hineinspießen eines Getreidehalmes etc. verursacht sind. Das infektiöse Material stammt zumeist aus dem eiterig erkrankten Tränensack (s. Meyers Tränensackeiterung) oder dem Konjunktivalsack (Konjunktivitis). Von der infizierten Stelle aus dringen die Bakterien schnell in der Hornhaut weiter und veranlassen dadurch eine eiterige Einschmelzung großer Hornhautstrecken (kriechendes Hornhautgeschwür, Ulcus corneae serpens). Dabei kommt es infolge der meist starken Mitentzündung der Regenbogenhaut (Iritis purulenta) zur Ansammlung von Eiter in der vordern Augenkammer (Hypopyon). Die Keratitis purulenta, namentlich das kriechende Hornhautgeschwür sind stets als sehr ernste Augenerkrankungen aufzufassen, weil sie bei der Dünnheit der Hornhaut zu einer vollkommenen Einschmelzung derselben und dadurch zum Platzen und Auslaufen oder zu einer vollkommenen Vereiterung des Auges führen können. Die Behandlung erfordert meist spezialärztliche Kenntnisse. 4) K. parenchymatosa (tiefe H.), führt zur eiterigen Infiltration der mittlern und tiefen Hornhautschichten. Sie beruht immer auf einer Allgemeinerkrankung

[Bd. 6, Sp. 563]


des Körpers, besonders Syphilis, Tuberkulose, Rheumatismus u. a. Die Behandlung hat darauf großen Wert zu legen. K. findet sich schließlich als Folge von schweren Konjunktivalerkrankungen, namentlich von der ägyptischen Augenerkrankung, dem Augentripper und der Diphtherie des Auges. Jede H. führt nach ihrer Abheilung zu einer mehr oder weniger deutlichen Hornhautnarbe (Macula corneae) s. Meyers Hornhautflecke.
 
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Hornhautflecke (Hornhauttrübung, Maculae corneae, Obscurationes corneae), grauweiße oder reinweiße Flecke (Leukoma) der durchsichtigen Hornhaut, sind die Folgen abgelaufener Hornhautentzündungen (s. d.). Bei oberflächlicher Lage der Flecke und jugendlichem Alter des Kranken kann man in frischern Fällen durch geeignete Behandlung (Massage, Dampfbäder, reizende Salben) eine mehr oder weniger vollständige Aufhellung der Trübungen erzielen. Das Sehvermögen wird durch bleibende H. beträchtlich gestört, wenn dieselben die Pupillen ganz oder teilweise verdecken, weil die Flecke für die Lichtstrahlen undurchdringlich sind. In Fällen, in denen noch genügende klare Hornhaut vorhanden ist, kann man durch Ausschneiden eines Stückchens der Regenbogenhaut (Iridektomie) im Bereich der klaren Hornhaut eine neue künstliche Pupille schaffen, durch die dann die Kranken an der Trübung vorbei zu sehen vermögen.
 
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Hornhautgeschwür und Hornhauttrübung, s. Meyers Hornhautentzündung und Meyers Hornhautflecke.
 
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Hornhecht (Belone Cuv.), Gattung der Knochenfische aus der Familie der Horn- oder Makrelenhechte (Scomberesocidae), Fische mit sehr gestrecktem, aalartigem Leib, kleinen Schuppen, in einen langen Schnabel ausgezogenen Kiefern mit einer Reihe langer, konischer Zähne, gegenständiger, weit nach hinten gerückter und fast gleicher Rücken- und Afterflosse und hinter der Körpermitte stehenden Bauchflossen. Der H. (Grünknochen, Grünkarpfen, Windfisch, Nadelfisch, B. vulgaris Flem., s. Tafel Meyers »Fische II«, Fig. 6), bis 80 cm lang, auf der Oberseite dunkel olivgrün, auf der Unterseite silberweiß, findet sich im Mittelmeer, im Atlantischen Ozean, in der Nord- und Ostsee, erscheint an den Küsten gewöhnlich mit den Makrelen, oft in großen Scharen, und nährt sich von allem, was er zu bewältigen vermag, hauptsächlich von kleinen Fischen. Seine 3 mm großen, mit 1 cm langen haarfeinen Fäden besetzten Eier legt er klumpenweise an Seegras und andre Wasserpflanzen ab. Sein Fleisch ist mager, doch wird er in großer Menge gefangen und frisch, eingemacht und geräuchert gegessen. Seine Knochen werden beim Kochen und Räuchern grün.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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