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Horn bis Hornblende (Bd. 6, Sp. 559)
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Artikelverweis Horn. oder Hornem., bei Pflanzennamen Abkürzung für Jens Wilken Hornemann, geb. 6. März 1770 auf Aerve, gest. 30. Juli 1841 in Kopenhagen als Professor der Botanik. Dänische Flora.
 
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Hornaci, s. Meyers Hornyaken.
 
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Hornaffen, s. Meyers Brezel.
 
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Horn-Afvan (Stor-Afvan), Landsee im schwed. Län Westerbotten, bildet ein langgestrecktes Wasserbecken von 820 qkm (4,9 QM.) Größe, 94 km Länge und 19 km Breite und fließt durch die Skelefteå nach dem Bottnischen Meerbusen ab.
 
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Hornauswuchs (Hauthorn, Excrescentia cornea), s. Meyers Hautschwiele.
 
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Hornbaum, s. Meyers Hainbuche.
 
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Hornberg, Stadt und Luftkurort im bad. Kreis Villingen, Amt Triberg, im Schwarzwald, an der Gutach und der Staatsbahnlinie Offenburg-Singen, 361 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Rettungsanstalt, Steingut- und Majolikafabrik, Holzschnitzerei, Buntweberei, Uhrgehäuse-, Pappdeckel-, Holzstoff- und Maschinenfabrikation, Weißgerberei und (1900) 2478 meist evang. Einwohner. Über der Stadt die Ruinen der Burg H., bis ins 15. Jahrh. Sitz eines mächtigen Herrengeschlechts. Oberhalb im Gutachtal befinden sich großartige Bauten der Schwarzwaldbahn, darunter allein 38 Tunnels bis St. Georgen. H. gehörte im Mittelalter den Freiherren von H., fiel im 15. Jahrh. an Württemberg und 1810 an Baden. Vgl. Zeller, Burg H. am Neckar (Leipz. 1903).
 
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Hornberger Schießen. Die oft gebrauchte Redensart »es ging aus wie das H. S.« (d. h., es verlief ergebnislos, im Sande) soll auf einem den Hornbergern angedichteten Schildbürgerstreich beruhen, die einen durch Hornberg kommenden Herzog mit Schießen begrüßen wollten, aber als der Herzog erschien, schon vorher all ihr Pulver »zur Probe« verschossen (nach andern das Pulver vergessen) hatten.
 
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Hornblatt, s. Meyers Ceratophyllazeen.
 
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Hornblei, Mineral, soviel wie Bleihornerz.
 
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Hornblende (Amphibol), Repräsentant einer Gruppe von Mineralien, Silikaten, die in mancherlei Beziehungen zu den Augitmineralien stehen (vgl. Augit, woselbst auch Näheres über die chemische Zusammensetzung und die Kristallisation der H. mitgeteilt ist). Die H. ist in ihren verschiedenen Gliedern charakterisiert durch die überaus gute Spaltbarkeit nach einem Prisma, dessen Winkel 1241/2° beträgt (im Gegensatz zu dem nahezu rechtwinkligen Spaltungsprisma des Augits), und durch die Härte 6. Rhombisch kristallisiert von den Hornblenden nur das dem Bronzit entsprechende Magnesiumeisensilikat (Mg, Fe)Si O3, der Anthophyllit, der derb in breitstängeligen Aggregaten von brauner und bräunlichgrüner Farbe besonders zu Kongsberg und Snarum in Norwegen (Snarumit) vorkommt. Tonerdefreie monokline Hornblenden sind der Tremolit und derAktinolith. Tremolit (Grammatit), weiß, grau, hellgrün, eingewachsen und in stängeligen, strahligen, faserigen und dichten Aggregaten, perlmutter- oder seidenglänzend, halbdurchsichtig bis durchscheinend, spez. Gew. 2,93, findet sich in körnigem Kalkstein und Dolomit (so am Campolongo im Tessin) und im Talkschiefer. Aktinolith (Strahlstein), dunkelgrün, durchscheinend bis kantendurchscheinend, eingewachsen und in strahligen Aggregaten, in Talk-, Chloritschiefer und auf gewissen Erzlagern. Feinstrahlige, faserige und verfilzte Varietäten des Aktinolith bilden den Hornblendeasbest (Amiant, s. Meyers Asbest). Eine dichte Varietät des Aktinoliths ist der Nephrit (s. d.), ein grasgrüner Aktinolith der Smaragdit, der, gewöhnlich aus Diallag hervorgegangen, in Gabbrogesteinen Aggregate kleiner Nadeln bildet und mit Omphacit (s. Augit) verwachsen im Eklogit vorkommt. Die H. im engern Sinn entspricht in ihrer Zusammensetzung,

[Bd. 6, Sp. 560]


zumal im Gehalt an Tonerde und Eisenoxyd, dem gemeinen Augit (s. d.). Nach Farbe und Vorkommen unterscheidet man drei Arten: Pargasit (grüne H.), bläulichgrün bis dunkelgrün, auch braun, in kurzen, stark gerundeten Kristallen und Körnern eingewachsen im körnigen Kalk von Pargas in Finnland u. a. O.; gemeine H., dunkelgrüne und dunkelbraune bis schwarze, kurzsäulige Kristalle, ein- und aufgewachsen, auch in körnigen, stängeligen und faserigen Aggregaten, auf Magneteisenerzlagerstätten (Taberg, Nordmarken in Schweden) und wesentlicher Gemengteil vieler älterer Eruptivgesteine (Syenit, Granit, Diorit etc.) und kristallinischer Schiefer (Hornblendegneis, Hornblendeschiefer); basaltische H., bräunlichschwarz, undurchsichtig, mit stark glänzenden Spaltflächen, sowohl in Kristallen als in grobkristallinischen Körnern sehr verbreitet in jüngern vulkanischen Gesteinen, wie Basalt, Trachyt, Andesit (vgl. Tafel Meyers »Gesteine«, Fig. 4 u. 5) und in Tuffen und Aschen, zumal in der Eifel, in Böhmen, am Ätna etc. In der basaltischen H. wird öfters ein Gehalt an Alkalien (Natron bis 4 Proz., Kali bis 2 Proz.), an Titansäure (bis 5 Proz.) und an Fluor (bis 3 Proz.) beobachtet. Eigentliche Alkali- und zwar natronreiche Hornblenden sind der Riebeckit, Arfvedsonit und Glaukophan. Der dem Akmit (s. Augit) ähnlich zusammengesetzte Riebeckit findet sich in meist mikroskopisch kleinen schwarzen, blau durchscheinenden Prismen in manchen Graniten und Trachyten, auch in Asbestform als sogen. Meyers Krokydolith (s. d.) in indigblauen, parallelfaserigen, seidenglänzenden Massen am Oranje River im Kapland und in dünnen Überzügen auch an andern Orten. Der Arfvedsonit kommt sowohl in Kristallen als in strahlig-blätterigen Aggregaten von tiefschwarzer Farbe, in Spaltbarkeit und Glanz der basaltischen H. gleich, als wesentlicher Gemengteil in den Eläolithsyeniten und manchen Graniten in Grönland, Norwegen und Colorado vor. Der Glaukophan, an seiner graublauen Farbe und dem starken Pleochroismus leicht erkennbar, ist in säuligen Kristallen und in blätterig-stängeligen bis faserigen Aggregaten ein Gemengteil der sogen. Glaukophanschiefer (Insel Syra, Zermatt, Korsika etc.). Den Glaukophan in den Eklogiten in Piemont und speziell einen 21 Proz. Tonerde enthaltenden Glaukophan von St. Marcel in Piemont hat man Gastaldit genannt. Die einzige triklin kristallisierende H. ist der Änigmatit, der in seiner chemischen Zusammensetzung dem Arfvedsonit zwar ähnlich, aber reicher an Tonerde und Eisenoxyd ist, auch 12 Proz. Manganoxydul und 7,5 Proz. Titansäure enthält; er findet sich in samtschwarzen, großen Kristallen und derb, kristallinisch in Eläolithsyeniten der Halbinsel Kola, von Grönland und Arkansas, und in kleinen schwarzen, selten braun durchscheinenden Säulchen (Cossyrit genannt) in natronreichen trachytischen Gesteinen der Insel Pantelleria (früher Cossyra). Die nahe Verwandtschaft der H. zum Augit (s. d.) äußert sich auch noch darin, daß der Augit unter dem Einfluß der Atmosphärilien und geodynamischer Vorgänge sich in H. umwandelt, und zwar sehr häufig unter Beibehaltung seiner Form und derart, daß die grünen Hornblendefasern parallel der Vertikalachse des Augits liegen. Diese als Uralit bezeichnete Paramorphose ist gerade bei dem gemeinen Augit in den sogen. Uralitporphyren im Ural, im südlichen Tirol und in Norwegen etc. sehr verbreitet. Umgekehrt kristallisiert die H., wenn sie geschmolzen wird, bei langsamem Erkalten als Augit aus.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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