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Horn bis Hornauswuchs (Bd. 6, Sp. 557 bis 559)
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Artikelverweis Horn (ital. Corno, franz. Cor, engl. Horn), das bekannte, durch Weichheit des Tones vor allen andern ausgezeichnete Blechblasinstrument, entweder als Naturinstrument (Naturhorn, Waldhorn, Corno di caccia, Cor de chasse, French horn) oder (in neuerer Zeit fast ausnahmslos) mit Ventilen, Zylindern, Pistons, d. h. einem Mechanismus, der die Schallröhre durch Einschaltung kleiner Extrawindungen verlängert und dadurch die Naturskala verschiebt (Ventilhorn). Auf dem Wald- oder Naturhorn (s. Tafel Meyers »Musikinstrumente III«, Fig. 1 la) werden Töne verschiedener Höhe nur durch verschieden starkes Überblasen hervorgebracht. Es ist ein sogen. Halbinstrument, d. h. so eng mensuriert, daß der tiefste Eigenton nicht anspricht, sondern sogleich in die Oktave überschlägt; obgleich die Schallröhre mehr als 16 Fuß lang ist (im Kreis gewunden), so ist doch der tiefste Ton des C-Horns das große und nicht Kontra-C. Man schreibt seltsamerweise diejenigen Töne des Horns, die man im Baßschlüssel notiert, eine Oktave tiefer, als man sie im Violinschlüssel notieren würde. Das Waldhorn existiert in den Stimmungen von hoch B bis tief A (eine Septime höher bis eine kleine Terz tiefer als die C-Stimmung). Während in der Tiefe der Umfang stets durch denselben Ton der Naturskala begrenzt wird (dem zweiten Ton der Reihe, vgl. Klang), bestimmt in der Höhe die wirkliche Tonhöhe die Grenze für den Orchestergebrauch (c´´ cis´´ d´´). Die nach der Tiefe hin immer größern Lücken der Naturskala werden z. T. ausgefüllt durch gestopfte Töne, da jeder Naturton um einen halben, zur Not auch um einen ganzen Ton dadurch vertieft werden kann, daß der Bläser die Hand in die Stürze schiebt. Stopftöne haben aber im Vergleich mit den natürlichen, weich und voll tönenden einen gepreßten, dumpfen Klang. Die Einführung der Ventile beseitigt die Notwendigkeit, gestopfte Töne zu gebrauchen, beläßt aber die Möglichkeit ihrer Anwendung für charakteristische Effekte. Man unterscheidet im Orchester erstes und zweites H., bei stärkerer Besetzung Gruppen zu je zwei Hörnern, von denen eins als erstes, das andre als zweites H. behandelt wird. Das erste H. gebietet über die höchsten, das zweite über die tiefsten Töne, jenes hat ein engeres Mundstück als dieses. Ein Mittelding, dem die höchsten wie die tiefsten Töne schwer werden, aber ein großer mittlerer Umfang zu Gebote steht, ist das von französischen Hornvirtuosen in Aufnahme gebrachte Cor mixte. Das Instrument wird zuerst 1637 von Mersenne beschrieben; seine älteste Stimmung ist die in hoch D (7 Fuß lang). Zuerst wurde es wohl, wie auch der Name Waldhorn andeutet, bei Jagden zum Signalgeben gebraucht (Prätorius [16201 nennt ein Instrument »Jägertrompete«). 1664 taucht es zuerst in einer Opernpartitur auf (in Lullys »Princesse d'Elide« als Trompe de chasse). Neben der ursprünglichen Stimmung in hoch D kamen allmählich tiefere auf, deren Zahl durch Einschaltung besonderer Bogen dicht unterm Mundstück (die sogen. Stimmbogen) um 1760 durch Hampel (»Inventionshorn«) derart vermehrt wurde, daß nun für alle Töne der chromatischen Skala besondere Hornstimmungen herstellbar wurden. Derselbe Hampel ist auch der Erfinder der Stopftöne. 1765 ersteht bereits in Rodolphe in Paris der erste bedeutende Hornvirtuos. Das um 1770 auftauchende Klappenhorn war nicht ein H., sondern ein Meyers Bügelhorn (s. d.). Seine Vollendung in bezug auf Spielgeläufigkeit erhielt aber das H. erst durch die von Blühmel und Stölzel in Breslau 1814 erfundenen und in der Folge von Dauprat (Paris, 1818), C. A. Müller (Mainz, 1830) und Sattler in Leipzig verbesserten Ventile (vgl. Piston). Stölzel selbst brachte zwei Ventile an, deren eins den Ton um einen halben, das andre um einen ganzen Ton, beide zugleich angewendet um eine kleine Terz erniedrigten; Müller fügte ein drittes Ventil hinzu, das, allein angewendet, den Ton um anderthalb, mit den beiden andern zugleich gebraucht, um eine übermäßige Quarte erniedrigt. Dem Ventilhorn (corno cromatico, s. Tafel Meyers »Musikinstrumente III«, Fig. 1 lb) steht eine chromatische Skala durch ca. drei Oktaven zu Gebote. Der Hornist Meifred in Paris erfand 1826 die »Auszüge« zur Regelung der Ventilröhrenstücke bei Einschaltung eines andern Stimmbogens (die Ventilhörner werden gewöhnlich in F gebaut). Andre unwesentliche Verbesserungen rühren von Cerveny in Königgrätz her (Tonwechselmaschine, vermittelst der man ohne Aufsetzen von Bogen nur durch Drehen eines Zeigers auf einem mit den chromatischen Tonstufen bezeichneten Zifferblatt die Stimmung des Instruments sofort beliebig verändern kann). Ein ganz neues System der Ventile (pistons indépendants) erfand in neuerer Zeit Ad. Sax in Paris. Danach wird durch die Ventile die Schallröhre nicht verlängert, sondern verkürzt, und statt dreier Ventile sind sechs angebracht. Notiert wird auch für das Ventilhorn stets die Naturstimmung der Instrumente als C dur. Aus der nicht gerade reichen Literatur für H. sei Schumanns Quadrupelkonzert für vier Hörner (Op. 86) hervorgehoben. Ausgezeichnete Hornschulen schrieben Domnich, Duvernoy, Dauprat, Gumbert und Kling. Das Posthorn ist keineswegs eine kleinere Hornart, hat vielmehr wie das Bügelhorn weitere Mensur, daher gemeinern Klang und die Möglichkeit der Benutzung

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seines tiefsten Naturtons; aus ihm entwickelte sich durch Anbringung des Ventilmechanismus das Cornet á pistons (s. Meyers Kornett). Vgl. Gumbert, Posthornschule (Leipz. 1904); Niemann, Das Posthorn (im »Daheim«, 1904, Nr. 34). Das Meyers Englisch Horn (s. d.) hat mit dem Waldhorn nichts gemein.
 
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Horn (großer H.), alter Name des Meyers Januars (s. d.).
 
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Horn, Kap, s. Meyers Hoorn.
 
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Horn, 1) Stadt im Fürstentum Lippe, am Teutoburger Wald und an der Staatsbahnlinie Herford-Altenbeken, hat eine alte gotische evang. Kirche, eine kath. Kirche, Synagoge, eine alte Burg, Amtsgericht, Sandsteinbrüche, Dampfmolkerei, 2 Dampfsägewerke und (1900) 2063 meist evang. Einwohner. Dabei die Meyers Externsteine (s. d.). H. erscheint schon 1248 als Stadt. 2) Stadt in Niederösterreich, an der Staatsbahnlinie Sigmundsherberg-Hadersdorf, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine alte Pfarrkirche, ein Piaristenkollegium, ein gräflich Hoyos-Sprinzensteinsches Schloß mit Park, ein Landes-Real- und Obergymnasium mit Konvikt, eine Sparkasse, Krankenanstalt und (1900) 2727 Einw. Südwestlich im Kamptal liegt die Rosenburg, ein wohlerhaltenes Schloß aus dem 16. Jahrh. mit schöner spätgotischer Kapelle, und westlich das 1144 gegründete Benediktinerstift Altenburg. 3) Früher Vorort im Osten von Hamburg, mit dem bekannten Rauhen Meyers Hause (s. d.), seit 1894 in Hamburg einverleibt. 4) Gemeinde im bremischen Gebiet, östlich von Bremen, an der Bremisch-Hannoverschen Kleinbahn und einer Straßenbahn nach Bremen, hat eine evang. Kirche, Idiotenanstalt, Kistenfabrik, Silberwarenfabrik u. (1900) 2968 Einw. 5) Stadt in Nordholland, s. Meyers Hoorn.
 
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Horn, 1) Georg, deutscher Historiker, geb. 1620 zu Kemnat in der Oberpfalz, gest. 10. Nov. 1670 in Leiden, studierte nach einer durch die Stürme des Dreißigjährigen Krieges bedrängten Kindheit 16371638 in Altorf und 164445 in Leiden, wurde Anfang 1648 dort zum Doctor theologiae promoviert, erhielt unmittelbar danach die Professur für Geschichte, Politik und Geographie an der neugegründeten geldrischen Universität Harderwijk und bekleidete seit 1653 als Nachfolger des Historikers Marcus Zuerius Boxhorn in Leiden dieselbe Professur, die vor ihm Scaliger, Voß und Saumaise innegehabt hatten. Groß ist die Zahl seiner Werke, die sich auf die Gebiete der Theologie, Geschichte, Medizin, Chemie und Orientalistik erstrecken, obwohl er seit 1665 zeitweise geisteskrank war. Epochemachend wurde er dadurch, daß er, entgegen der bis dahin gültigen Bierweltreichstheorie, mit der um 300 n. Chr. einsetzenden großen »skythischen« (d. h. teutonisch-hunnisch-slawischen) Völkerwanderung die alte Geschichte endigt (»Arca Noae«, 1666), und in seinem »Orbis politicus« (1667) scheidet er das »Medium aevum« (Mittelalter), das bis 1500 reiche, bereits deutlich von der Neuen Zeit. Vgl. v. Schmitz-Aurbach, Georg H. (Karlsr. 1880).
   2) Heinrich Wilhelm von, preuß. General, geb. 31. Okt. 1762 in Warmbrunn, gest. 31. Okt. 1829, verließ 1778 das Kadettenkorps, machte den Bayrischen Erbfolgekrieg und als Adjutant des Generals v. Grawert den Feldzug am Rhein 1793 mit, zeichnete sich bei der Belagerung von Danzig durch die Verteidigung des Hagelsbergs aus, erhielt 1808 das Kommando des Leibregiments, führte 1812 im russischen Krieg eine Brigade und im Befreiungskrieg 1813 eine Brigade des Yorckschen Korps; aber 1815 kam seine Brigade nicht vor den Feind. Einer der vorzüglichsten Truppenführer im Befreiungskrieg, wegen seiner eisernen Energie, seiner volkstümlichen Derbheit, seiner Herzensgüte und edlen Gesinnung als »der alte Herr« im Volk wie im Heer beliebt, zeichnete er sich besonders durch die Erstürmung von Wartenburg aus (3. Okt. 1813), wofür ihn Yorck besonders ehrte. 1817 wurde er Generalleutnant u. Kommandant von Magdeburg und 1820 kommandierender General des 7. Armeekorps. 1888 ward nach ihm das 29. Infanterieregiment benannt. Vgl. Wellmann, Leben des Generalleutnants H. W. von H. (Berl. 1890).
   3) Franz, Schriftsteller, geb. 30. Juli 1781 in Braunschweig, gest. daselbst 19. Juli 1837, studierte in Jena und Leipzig Philosophie und Geschichte, wurde 1803 Lehrer am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin, 1805 am Lyzeum zu Bremen, kehrte 1809 nach Berlin zurück, wo er privatisierte und Vorlesungen über Shakespeare und deutsche Literaturgeschichte hielt. Seine Romane, wie: »Guiscardo, der Dichter« (Leipz. 1801, neue Aufl. 1817), »Der Einsame« (das. 1801), »Otto« (Brem. 1810), »Kampf und Sieg« (das. 1811), »Liebe und Ehe« (Berl. 1819) etc., und »Novellen« (das. 181920, 2 Bde.), unter denen der »Ewige Jude« am bekanntesten wurde, waren nicht ohne Phantasie, aber süßlich und schwächlich in der Ausführung, so daß sie mit Recht rasch vergessen wurden. Etwas größern Wert beanspruchen seine literarhistorischen Arbeiten, z. B. »Umrisse zur Geschichte und Kritik der schönen Literatur Deutschlands während der Jahre 17901818« (Berl. 1819, 2. Aufl. 1821); »Die Poesie und Beredsamkeit der Deutschen von Luthers Zeit bis zur Gegenwart« (das. 182229, 4 Bde.); »Shakespeares Schauspiele erläutert« (das. 182331, 5 Bde.). Eine Auswahl aus seinem Nachlaß gaben G. Schwab und F. Förster heraus u. d. T.: »Psyche« (Leipz. 1841, 3 Bde.).
   4) Karl Friedrich Wilhelm, Freiherr von, bayr. General, geb. 16. Febr. 1847 in Würzburg, verließ, in der Pagerie zu München erzogen, 1866 das Gymnasium, ward bei Ausbruch des deutschen Krieges Leutnant im 1. Infanterieregiment, machte den Feldzug 1870/71 als Adjutant der 1. bayrischen Infanteriebrigade mit und besuchte 187174 die Kriegsakademie. Nacheinander Adjutant des Generals Freiherrn v: d. Tann sowie der bayrischen Kriegsminister v. Maillinger und v. Heinleth, war H. zwei Jahre lang (188688) zum preußischen Großen Generalstab kommandiert, ward 1891 Chef des Generalstabs des 1. bayrischen Armeekorps, 1895 Kommandeur des Infanterie-Leibregiments, führte 18961900 die 9. Infanteriebrigade in Landau, 190004 die 6. Division in Regensburg und wurde im März 1904 kommandierender General des 3. bayrischen Armeekorps in Nürnberg. ‚‚
   5) W. O. von, Pseudonym, s. Meyers Ortel.
 
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Horn, 1) Klas Kristersson, Freiherr, schwed. Feldherr und Admiral, geb. um 1517 in Åbo, gest. 19. Sept. 1566 in Östergötland, bekleidete seit 1553 in seiner finnländischen Heimat mehrere wichtige militärische Posten, ging 1561 im Auftrag Erichs XIV. (s. d.) nach Esthland, dessen Einwohner er bewog, sich der Krone Schweden freiwillig zu unterwerfen, focht nach Ausbruch des Nordischen siebenjährigen Meyers Krieges (s. d.) teils zu Lande, teils zur See mit Auszeichnung gegen Dänemark und verschaffte durch wiederholte glänzende Seesiege über die dänisch-lübische Flotte (156466) den Schweden die Alleinherrschaft auf der Ostsee. 1561 wurde er in den Freiherrenstand erhoben. Vgl. A. Munthe, Klas Kristersson H. (Stockh. 1902).

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   2) Gustaf, Graf, schwed. Feldherr, geb. 1. Nov. 1592 in Örbyhus (Upland), gest. 20. Mai 1657 in Skara, genoß eine treffliche Jugenderziehung, focht 161214 als Offizier im schwedisch-russischen Krieg und war 161920 an den Verhandlungen wegen der Heirat Gustav Adolfs mit der brandenburgischen Prinzessin Maria Eleonora (s. d.) hervorragend beteiligt. Seit 1621 Oberst, kämpfte er mit Auszeichnung gegen Polen und wurde 1625 Reichsrat, 1628 Feldmarschall sowie Oberbefehlshaber der schwedischen Armee in Livland, folgte 1630 Gustav Adolf, der ihn seine »rechte Hand« zu nennen pflegte, nach Deutschland und eroberte Kolberg, befehligte 1631 in der Schlacht bei Meyers Breitenfeld (s. d.) den linken Flügel und hierauf, ebenfalls zumeist siegreich, ein schwedisches Korps in Süddeutschland. Nach des Königs Tod (1632) entstanden zwischen H. und Herzog Bernhard von Weimar (s. Meyers Bernhard 8), den beiden Oberbefehlshabern der schwedischen Armee in Deutschland, häufig militärische Differenzen, die nach ihrer Vereinigung 1634 die Niederlage bei Meyers Nördlingen (s. d.) verschuldeten. H. wurde gefangen genommen und erst 1642 ausgewechselt. In seine Heimat zurückgekehrt, leitete er 1644 im schwedisch-dänischen Krieg erfolgreich eine Expedition gegen Schonen, wurde 1651 in den Grafenstand erhoben und trat 1653 als Generalfeldherr an die Spitze des schwedischen Kriegswesens. Seine Briefe 162554 an seinen Schwiegervater Axel Meyers Oxenstierna (s. d.) hat P. Sondén (Stockh. 1897) veröffentlicht. Vgl. Beßberg, Bidrag till historien om Sveriges krig med Danmark 16431645. G. Horns fälttåg (Stockh. 1895).
   3) Arvid Bernhard, Graf, schwed. Staatsmann, geb. 16. April 1664 auf Vuorentaka (Finnland), gest. 27. April 1742 auf Ekebyholm (bei Stockholm), stand 168795 in kaiserlichen, bez. in englisch-holländischen Kriegsdiensten und erfreute sich in den ersten Regierungsjahren Karls XII. der besondern Gunst des Königs, der ihn 1700 zum Generalmajor und Freiherrn, 1704 zum Generalleutnant, 1705 zum königlichen Rat, 1706 zum Grafen, 1710 zum Kanzleipräsidenten und damit zum Leiter der innern Politik des Reiches machte. 1704 Gesandter in Warschau, wo er die Wahl von Stanislaus Leszczynski zum polnischen König durchsetzte, geriet er vorübergehend in sächsische Gefangenschaft. Nach der Heimkehr Karls XII. aus der Türkei (1715) fiel er in Ungnade und erhielt, wenigstens faktisch, Meyers Görtz (s. d. 1) zum Nachfolger. Nach dem Tode Karls (1718) trug er zum Sturz der unumschränkten Königsgewalt wesentlich bei, beteiligte sich an der Ausarbeitung der neuen Verfassung und war zu Beginn der Meyers Freiheitszeit (s. d.) als Kanzleipräsident (172038) der eigentliche Regent Schwedens. Seine innere und äußere Politik, die eine Versöhnung der Parteien und, unter Wahrung der Selbständigkeit des Landes, den Frieden mit dem Ausland erstrebte, übte auf die wirtschaftliche Entwickelung Schwedens einen segensreichen Einfluß aus. Erst seit 1731 stießen seine Bestrebungen auf eine allmählich wachsende Opposition. Als die Partei der Meyers Hüte (s. d.) 1738 auf dem Reichstag zur Herrschaft gelangte, trat er zurück. Vgl. Svedelius, Arvid Bernhard H. (Stockh. 1879, 2 Tle.).
 
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Horn. oder Hornem., bei Pflanzennamen Abkürzung für Jens Wilken Hornemann, geb. 6. März 1770 auf Aerve, gest. 30. Juli 1841 in Kopenhagen als Professor der Botanik. Dänische Flora.
 
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Hornaci, s. Meyers Hornyaken.
 
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Hornaffen, s. Meyers Brezel.
 
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Horn-Afvan (Stor-Afvan), Landsee im schwed. Län Westerbotten, bildet ein langgestrecktes Wasserbecken von 820 qkm (4,9 QM.) Größe, 94 km Länge und 19 km Breite und fließt durch die Skelefteå nach dem Bottnischen Meerbusen ab.
 
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Hornauswuchs (Hauthorn, Excrescentia cornea), s. Meyers Hautschwiele.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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