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Hören bis Horizont (Bd. 6, Sp. 549 bis 550)
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Artikelverweis Hören, s. Meyers Gehör.
 
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Horfield (spr. hórrsĭld), Stadt in Gloucestershire (England), 3 km nördlich von Bristol, mit (1901) 1435 Einw.
 
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Horgen, Marktflecken und Bezirkshauptort im schweizer. Kanton Zürich, 420 m ü. M., am linken Ufer des Zürichsees und an den Eisenbahnlinien Zürich-Linthal und Thalwil-Zug, von Weinbergen und Obstanlagen umgeben, mit schöner evangelischer und neuer kath. Kirche, Hafen und (1900) 6914 meist evang. Einwohnern; ein Hauptsitz der Züricher Seidenindustrie, mit Seidenwebereien und -Färbereien. 2 km südöstlich liegt der Kurort Bocken, 453 m ü. M. Im September 1875 versanken am Kai 65 Ar Land.
 
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Horgos (spr. hórgosch), Großgemeinde im ungar. Komitat Csongrád, Knotenpunkt der Eisenbahnlinien Szegedin-Maria Theresiopel und H.-Zenta-Neusatz, mit (1901) 7275 magyar. (römisch-kath.) Einwohnern.
 
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Horgospataka (spr. horgosch-, rumän. Strimbu), Dorf im ungar. Komitat Szolnok-Doboka (Sieben bürgen), mit bedeutendem Gold-, Silber- und Bleibergwerk und einem staatlichen Hüttenwerk.
 
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Hörhaare, s. Meyers Gehör, S. 482.
 
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Hörige, s. Meyers Hörigkeit. Hörige Knechte, s. Meyers Heer, S. 42.
 
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Hörigkeit hieß ehedem das Verhältnis derjenigen Personen (Hörige, Grundholde), die zwar nicht gänzlich unfrei, aber doch durch ihre Stellung als Hintersassen eines Grundherrn, durch ihre bäuerliche Dienst- und Zinspflicht in ihrer Freiheit beschränkt waren. S. Meyers Bauer (S. 457), Freie, Leibeigenschaft.
 
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Hořitz (tschech. Hořice, spr. hórsch-), Stadt in Böhmen, Bezirksh. Neupaka, an der Lokalbahn Königgrätz-Wostroměř, hat ein Bezirksgericht, ein Schloß der Invalidenfondsdomäne H., eine Fachschule für Bildhauerei und Steinbearbeitung, Handelsschule, Obstbau (namentlich Kirschen), Steinbrüche, vier mechanische Baumwollwebereien, eine Dampfmühle, Bierbrauerei, Dampfbrettsäge und (1900) 7839 tschech. Einwohner. Auf dem nahen St. Gotthardsberg befindet sich ein Denkmal des Hussitenführers Zizka, der hier 1423 die böhmischen Herren besiegte.

[Bd. 6, Sp. 550]



 
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Höritz, Marktflecken in Böhmen, Bezirksh. Krumau, an der Staatsbahnlinie Budweis-Salnau, mit Wallfahrtskapelle und (1900) 1232 deutschen Einwohnern. In H. werden seit 1893 jedes fünfte Jahr Passionsspiele abgehalten.
 
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Horizont (v. griech. horizein, »begrenzen«, Gesichtskreis), der Kreis, in dem sich scheinbar der halbkugelförmige Himmel und die Erdoberfläche schneiden, wenn man sich auf offenem Meer oder in einer weiten Ebene befindet. Der Standpunkt des Beobachters bildet den Mittelpunkt dieses Kreises. In der Astronomie unterscheidet man den scheinbaren und den wahren oder geozentrischen H.; ersterer ist der Durchschnitt der scheinbaren Himmelskugel mit der die Erde im Standpunkt A des Beobachters berührenden Ebene, letzterer der Schnitt einer parallelen, durch den Erdmittelpunkt O gelegten Ebene mit der Himmelskugel. In Fig. 1 bedeutet der kleine Kreis um O die Erde, der große die Himmelskugel; der scheinbare H. von A ist daher ein Kreis mit dem Durchmesser H1H1, der senkrecht zur Papierebene steht, der wahre H. aber hat HH als Durchmesser. Für einen Himmelskörper M mit merklicher Parallaxe, wie für den Mond, ist die auf den wahren H. bezogene Höhe h größer als die auf den scheinbaren H. bezügliche h 1, welche die Beobachtung liefert; der Unterschied ist der Winkel P 1, die sogen. Höhenparallaxe. Steht ein Himmelskörper für den Beobachter A im (scheinbaren) H., so ist seine Höhe über dem wahren H. noch gleich dem Winkel H1OH = P, der Horizontalparallaxe des Himmelskörpers; vgl. Parallaxe. Bei Beobachtung von Fixsternen kann man wegen der außerordentlich großen Entfernung derselben beide Horizonte als zusammenfallend betrachten. Die Ebene des Horizonts heißt die Horizontalebene; sie steht senkrecht auf der Richtung der Schwere, die uns das Lot, ein ruhendes Pendel, angibt, und wird unmittelbar durch die Oberfläche einer ruhenden Flüssigkeit bezeichnet. Darin liegt der Grund für die Verwendung der Wasserwage zum Horizontalstellen von Linien und Ebenen bei astronomischen und geodätischen Beobachtungsinstrumenten. Zu manchen Beobachtungen, insbes. zur Messung von Sonnen- und Sternhöhen auf dem Festland mit dem Spiegelsextanten, benutzt man eine spiegelnde horizontale Ebene, einen sogen. künstlichen H., um dann den scheinbaren Abstand (Winkelabstand) zwischen der Sonne oder dem Stern und dem Spiegelbild, also die doppelte gesuchte Höhe, messen zu können. In der Regel benutzt man hierzu ein flaches, mit Quecksilber angefülltes Gefäß (Quecksilberhorizont) oder eine mit Hilfe eines Niveaus horizontal gestellte Spiegelglasplatte. Der Kreis, in dem für unser Auge Himmel und Erde zusammenzustoßen scheinen, fällt indes niemals streng mit dem scheinbaren H. zusammen; er liegt nicht in der Berührungsebene der Erde, sondern in einer ihr parallelen, und zwar um so tiefer unter jenem, je höher der Standpunkt des Beobachters ist. In Fig. 2 ist O der Mittelpunkt und OA = r der Radius der kugelförmig angenommenen Erde, B ist das Auge eines Beobachters in der Höhe AB = h über der Erdoberfläche. In diesem Fall ist

der Durchmesser des vom Beobachter übersehenen Kreises, des sogen. natürlichen Horizonts. Die Linie vom Auge nach einem Punkt auf dem Umfang dieses Kreises bildet mit der Horizontalen B H den Winkel HBC = d, die sogen. Kimmtiefe oder Depression des Horizonts, die durch die Formel

bestimmt wird (vgl. Kimmtiefe). In der Meßkunst heißt H. soviel wie Meyers Niveau (s. d.). In der Geologie eine ihrer Versteinerungsführung, ihrem Alter, ihrer Lagerung oder ihrer petrographischen Beschaffenheit nach gut charakterisierte Schicht oder Schichtengruppe, Zone, Stufe.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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